Risiko- und Chancenmanagementsystem
Auch vor dem Hintergrund des gerade durchlebten signifikanten
Konjunkturabschwungs, anhaltender Kapriolen der Finanzmärkte, einer stark
erhöhten Volatilität der Güterwirtschaft sowie der mit erheblichen
Unsicherheiten behafteten Erholung hat sich unser Risikomanagement bewährt und
als effektiv erwiesen.
Die Erwartungen für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und deren mögliche Auswirkung auf unser Unternehmen – unter Ausnutzung sich bietender Chancen und Risiken – kommentieren wir im Kapitel „Nachtrags- und Prognosebericht“ ab Seite 148. Im Rahmen der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es vielfach unumgänglich, Risiken einzugehen, da dies häufig eine notwendige Voraussetzung dafür ist, Chancen wahrzunehmen. Sämtliche Risiken sollen aber von der Unternehmensführung überschau- und kontrollierbar sein. Daher ist ein vorausblickendes und wirkungsvolles Risikomanagement für unseren Konzern ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements: zur Sicherung der Existenz des gesamten Unternehmens, des eingesetzten Kapitals und der Arbeitsplätze. Abgrenzung von Risiko- und ChancenmanagementOrganisatorische DurchdringungQualifizierte Top-down-Regeln zur Flankierung der DezentralitätMethodik und BerichteRisikomanagement und Controlling der Salzgitter AG sind klar gegeneinander abgegrenzt und ergänzen sich. Ein Risikotatbestand kann daher im Rahmen des Controllings (beispielsweise als Rückstellung), im Risikomanagement (mit Bewältigungsmaßnahmen) oder in beiden Abläufen berücksichtigt sein. Mithilfe unseres konzernweiten Berichtssystems stellen wir sicher, dass das Management alle notwendigen sachgerechten Informationen erhält. Die Konzerngesellschaften übermitteln den Risikostatus in monatlichen Controllingreports oder ad hoc und unmittelbar an den Vorstand. Für das effektive Datenhandling nutzen nahezu alle berichtspflichtigen Gesellschaften die von uns eigens hierfür entwickelte Konzerndatenbank. Die identifizierten und bewerteten Risiken analysieren wir auf Konzernebene, verfolgen diese detailliert, ordnen sie Risikofeldern zu und passen sie in unsere wirtschaftliche Gesamtlage ein. Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat über die Risikolage des Konzerns sowie – wenn angemessen – über Tatbestände einzelner Risiken. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der in seinen regelmäßigen Sitzungen auch das Risikomanagement behandelt. BewertungsaspekteÜberleitung von Brutto- auf NettoschadenshöheBezüglich der Schadenshöhe unterscheiden wir zwischen Großrisiken ab einer Bruttoschadenshöhe von mindestens 25 Mio. € und sonstigen Risiken mit einer Bruttoschadenshöhe von weniger als 25 Mio. €. Die Risiken werden im internen Planungs- und Controllingsystem der jeweiligen Gesellschaft erfasst und der Konzernleitung entsprechend den gesellschaftsspezifischen Meldegrenzen mitgeteilt. Es ist evident, dass selbst mehrere gleichzeitig eintretende Großrisiken von 25 Mio. € Einzelschadenshöhe den Konzern nicht bestandsgefährdend schädigen können. |
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