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Salzgitter AG / Corporate Responsibility / Umwelt & Energie / Klimaschutz

Klimaschutz

Die Unternehmen des Salzgitter-Konzerns begegnen der Herausforderung des Klimawandels zum einen mit der stetigen Optimierung ihrer eigenen Produktionsprozesse und Ressourceneffizienz.

Zum anderen sind wir jedoch davon überzeugt, dass auch der Beitrag, der aus der Nutzung unserer Produkte zur Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Energieeffizienz resultiert, im Fokus stehen muss. Denn die Minderung der Emission von Treibhausgasen lässt sich nur durch die technologische sowie energetische Optimierung von Prozessen und Produkten bewältigen.

CO2-Minderungen

Die Salzgitter AG bekennt sich zu einem ganzheitlichen Klimaschutz. Der engagierte Einsatz unserer Experten in Produktion und Forschung hat dazu geführt, dass wir die Emissionen deutlich senken und den Hochofenprozess an das verfahrenstechnische Minimum heranführen konnten. Dank verschiedener Maßnahmen der Stahlgesellschaften wurden die spezifischen CO2-Emissionen gegenüber 1990 um mehr als 20 % reduziert.

Emissionshandel

Die Stahlindustrie steht in einem intensiven internationalen Wettbewerb. Sie ist von Produktionsverlagerungen bedroht, wenn es zu einseitigen Kostenbelastungen der Standorte innerhalb Europas, beispielsweise durch den Emissionshandel, kommt. Dies hat auch die EU-Kommission in ihrer Entscheidung zur Einstufung der Branchen mit „Carbon-Leakage“-Risiko ausdrücklich festgestellt. Solange es aber kein international verbindliches Abkommen gibt, nach dem die Stahlerzeugung in wesentlichen Industrie- und Schwellenländern außerhalb der EU vergleichbaren Anforderungen unterzogen wird, müssen vor allem die aus chemisch-physikalischen Gesetzmäßigkeiten resultierenden, prozessbedingten und damit nicht weiter minderbaren Emissionen bei der zukünftigen Ausgestaltung des Emissionshandels berücksichtigt werden. Andernfalls träfe uns gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern ein Kostenstrukturnachteil in erheblicher Größenordnung, den wir nicht über unsere Produkte im Markt weitergeben können. Deshalb haben wir uns in den politischen Diskussionsprozessen für eine kostenfreie Zuteilung von Emissionsrechten auf der Basis ambitionierter, jedoch technisch erreichbarer CO2-Benchmarks eingesetzt.

Leider spiegelt sich diese Sichtweise nicht im notwendigen Umfang in den Entscheidungen der EU-Kommission wider: So wurde der für die europäische Stahlindustrie wichtigste Zuteilungswert für Roheisen rund 10 % unterhalb des technisch Machbaren angesetzt. In der Emissionshandelsrichtlinie explizit vorgegebene Regelungen für die Verstromung der bei der Stahlerzeugung entstehenden Kuppelgasen wurden dadurch unberücksichtigt gelassen. Daher hat sich die Salzgitter AG, gemeinsam mit anderen Stahlherstellern und dem europäischen Dachverband EUROFER, dazu entschlossen, auf dem Rechtsweg gegen diese Kommissionsentscheidung vorzugehen. Neben der Würdigung aus innereuropäischer Rechtsperspektive ist die von der Stahlindustrie beklagte Entscheidung, so wie wir es sehen, auch ein fundamentaler Bruch mit den Grundüberlegungen zum Klimaschutz in Europa: Die erklärte Absicht der EU ist es, als Vorreiter die Vereinbarkeit von wirtschaftlicher Prosperität und Verminderung des CO2-Ausstoßes zu demonstrieren. Wir meinen aber, dass der hier kritisierte Beschluss der EU-Kommission zu einer zunehmenden Abwehr- und Blockadehaltung bei der außereuropäischen Stahlindustrie führen wird, wenn es um eine mögliche Ausweitung des Emissionshandels über die EU hinaus geht. Weder dem internationalen Klimaschutz noch dem Erreichen des ökonomisch gebotenen internationalen „Level Playing Field“ wäre damit geholfen.

Ökologische Kennzahlen aus der Stahl- und Röhren-Produktion. » mehr erfahren

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