Ertragslage des Konzerns

Im ersten Halbjahr 2013 war die Geschäftsentwicklung des Salzgitter-Konzerns spürbar von der Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie geprägt. Ein extrem verschärfter Wettbewerb, der aus der fortdauernden Unterauslastung zahlreicher südeuropäischer Produzenten resultiert, drückt die erzielbaren Absatzpreise für die meisten Walzstahlerzeugnisse unter deren Herstellkosten. Dabei sind die von der Bauindustrie verarbeiteten Profilstahlprodukte am härtesten betroffen. In diesem Umfeld verzeichnete der Unternehmensbereich Stahl einen hohen Verlust, der maßgeblich eine Abschreibung auf das Anlagevermögen der Peiner Träger GmbH (PTG) umfasst. Sie war aufgrund der anhaltend unbefriedigenden Ertragsaussichten des Trägergeschäfts erforderlich. Zusätzliche Ergebnisbelastungen ergaben sich aus einem eklatanten Auftragsmangel im Großrohrgeschäft des Röhrensegments.

Außenumsatz

EBT

Der Konzern-Außenumsatz ging um 7 % auf 4.977,3 Mio. € zurück (1. HAlbjahr 2012: 5.378,5 Mio. €). Hauptursache war die unerfreuliche Erlösentwicklung bei Walzstahlprodukten. Die –298,7 Mio. € Ergebnis vor Steuern (1. Halbjahr 2012: –17,9 Mio. €) enthalten 185,0 Mio. € Abschreibungen auf das PTG-Anlagevermögen (Impairment) sowie 54,2 Mio. € negativen Nachsteuer-Ergebnisbeitrag der at equity einbezogenen 25 %-Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) (1. Halbjahr 2012: +34,6 Mio. €). Das Nachsteuerresultat betrug –315,2 Mio. € (1. Hj. 2012: –22,5 Mio. €). Hieraus errechnen sich –5,87 € unverwässertes Ergebnis pro Aktie (1. Halbjahr 2012: –0,46 €) sowie –13,3 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) (1. Halbjahr 2012: 0,4 %).