Forschung und Entwicklung

Die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) ist die zentrale Forschungseinheit des Stahl- und Röhrenbereiches. Die FuE-Aktivitäten konzentrieren sich auf die Werkstoffentwicklung und -verarbeitung sowie Anwendungs-, Oberflächen- und Prüftechnik. Zu den Kunden zählen neben den Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns auch externe Unternehmen, zum Beispiel aus der stahlverarbeitenden Industrie, der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energietechnik und der Bauindustrie.

Die FuE-Aufwendungen der SZMF werden 2013 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Neue Hochvakuum-Schmelz- und Gießanlage

Eine grundsätzliche Herausforderung in der Stahlforschung besteht darin, neue Legierungsvariationen ausfindig zu machen und vom Labormaßstab in industrielle Größenordnungen umzusetzen. Die von der SZMF Ende 2012 in Betrieb genommene induktiv beheizte Vakuum-Schmelz- und Gießanlage ermöglicht erhebliche Effizienzsteigerungen, sodass vor allem die Entwicklung innovativer hochlegierter Stähle wie HSD®-Stahl beschleunigt wird: In einem einzigen Abguss können nunmehr bis zu fünf unterschiedliche Legierungen mit je zwei Kilogramm Schmelzgewicht hergestellt werden.

Wavelet gefilterte Wirbelstromprüfung für optimierte Produktqualität

Bei der SZMF wurde die mathematisch sehr aufwendige Waveletfilterung erstmals für den betrieblichen Alltag qualifiziert. Mit ihrer Hilfe können Prüfsignale, wie sie beispielsweise bei der Ultraschallprüfung von Walzprodukten anfallen, effektiver als mit konventionellen Filterverfahren digital bearbeitet werden. Häufig ist das Einsatzgebiet die Filterung unerwünschter Störungen von Signalen (Entrauschung). Für die Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) wurde vor kurzem ein Verfahren zur Entrauschung von Wirbelstromprüfsignalen entwickelt, um auch bei dieser Art von Prüfungen eine weiter verbesserte Fehlererkennung und eine verringerte Scheinfehleranzeige zu erreichen.

Nachhaltige Abfüllung von stillem Wasser unter Ultra-Clean-Bedingungen

Die KHS GmbH (KHSDE) hat für die Wasserabfüllung in PET-Flaschen unter Ultra-Clean-Bedingungen eine Abfüllmaschine entwickelt, die sowohl den Luftverbrauch als auch den Reinigungsmitteleinsatz bedeutend reduziert. Weitere Vorteile des Füllsystems Innofill PET NV liegen in dem geschlossenen hygienischen Design, dem geringen Platzbedarf, der günstigen Instandhaltung und den damit verbundenen Kosteneinsparungen beim Kunden. Die Neuentwicklung ist vor allem für die Verblockung mit einer Streckblasmaschine vorgesehen. Sie eignet sich für unterschiedlichste Flaschengrößen bis zu drei Litern und erreicht eine maximale Leistung von 72.000 Behältern pro Stunde. Die berührungslose Befüllung über ein Freistrahl- Füllventil steht beim Innofill PET NV für mikrobiologische und hygienische Sicherheit. Dank Flügelrad- Messung können auch demineralisierte Wässer abgefüllt werden.