Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Konjunkturelles Umfeld

Die Dynamik der Weltwirtschaft im ersten Halbjahres 2013 verringert, da sich – trotz der expansiv ausgelegten Fiskalpolitik der meisten entwickelten Volkswirtschaften– die Verlangsamung der Konjunktur in vielen Schwellenländern negativ auswirkte. Deshalb fielen die Prognosen für die nächsten beiden Jahre gegenüber den bisherigen Erwartungen zurück. So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem aktuellen Ausblick noch mit 3,1 % Weltwirtschaftswachstum im laufenden Jahr, 0,2 % weniger als im April.

Für die südeuropäischen Krisenländer der Eurozone ist bislang keine Konjunkturerholung feststellbar und auch einige als stabil angesehene Länder verzeichneten Abkühlungstendenzen. Die Investitionen waren infolge der Überkapazitäten in vielen Ländern und Branchen insgesamt rückläufig. Zugleich stabilisierte sich jedoch der private Konsum und jüngste Kennzahlen zur Industrieproduktion könnten auf ein Ende der Rezession in der Eurozone hindeuten. Der IWF reduzierte seine Wachstumsprognose für das Jahr 2013 auf -0,6 % (zuvor: -0,4 %).

Auch in Deutschland verlangsamte sich die wirtschaftliche Entwicklung. Der lange Winter ließ die Bauinvestitionen stark schrumpfen, was einer der Treiber für die in Summe gesunkene Investitionsleistung war. Die Konsumausgaben erwiesen sich indessen als robust. Aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Lage in den meisten Euroländern wurde die deutsche Konjunktur hauptsächlich von der Binnennachfrage gestützt. Für das Jahr 2013 prognostiziert der IWF aktuell 0,3 % Wachstum der deutschen Volkswirtschaft. Einige deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einer geringfügig höheren Expansionsrate. Etwaige positive oder negative Effekte aus dem Hochwasser im Juni 2013 wurden hierbei noch nicht berücksichtigt.
    Q2 2013 Q2 2012 H1 2013 H1 2012
Rohstahlerzeugung1) Tt 1.854,7 1.941,1 3.781,1 3.857,7
Außenumsatz Mio. € 2.530,5 2.763,7 4.977,3 5.378,5
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)2) Mio. € 2,9 110,9 101,6 199,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)2 Mio. € -269,5 25,2 -258,0 29,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € -282,9 1,6 -298,7 -17,9
Ergebnis nach Steuern Mio. € -298,6 -7,0 -315,2 -22,5
ROCE3)4) % -13,7 0,9 -13,3 0,4
Investitionen5) Mio. € 71,3 74,4 139,7 149,6
Abschreibungen5) Mio. € 272,4 85,7 359,6 170,6
Operativer Cashflow Mio. € 53,0 -8,0 70,5 231,3
Nettofinanzposition gegenüber Banken6) Mio. € 375,1 534,8 375,1 534,8
Eigenkapitalquote %     38,6 42,7
1) unter Berücksichtigung der gesellschaftsrechtlichen Anteile an HKM
2) EBIT = EBT+Zinsaufwand/–Zinsertrag; EBITDA = EBIT + Abschreibungen
3) Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) = EBIT (=EBT + Zinsaufwand ohne Zinsanteil der Zuführung zu Pensionsrückstellungen) zu Summe aus Eigenkapital (ohne Berechnung latenter Steuern), Steuerrückstellungen, zinspflichtigen Verbindlichkeiten (ohne Pensionsrückstellungen) und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Forfaitierung
4) annualisiert
5) ohne Finanzanlagen
6) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments