Unternehmensbereich Handel

    Q2 2013 Q2 2012 H1 2013 H1 2012
Versand Tt 1.582,3 1.619,7 3.019,4 3.080,0
Segmentumsatz1) Mio. € 1.054,4 1.305,3 2.062,4 2.415,2
Außenumsatz Mio. € 1.037,7 1.294,6 2.031,5 2.398,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 9,4 16,1 19,6 27,6
1) inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen
Der Unternehmensbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten Organisation von lagerhaltenden europäischen Stahlhandelsniederlassungen drei auf Grobblech beziehungsweise bei Flachprodukten als Stahl-Service-Center (SSC) organisierte, spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Trading-Netzwerk. Er vertreibt außer den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns auch Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er auf den internationalen Märkten Halbzeuge für Konzerngesellschaften sowie externe Kunden.

Auf den internationalen Stahlmärkten gingen im ersten Halbjahr 2013 vor allem von Nordamerika, fernöstlichen Regionen und Afrika positive Impulse aus; insgesamt blieb die Nachfrage jedoch verhalten und von sinkenden Preisen in nahezu allen Produktbereichen begleitet. Die moderate europäische Stahlnachfrage ebbte nach den saisonüblichen Lagerergänzungen im ersten Quartal wieder spürbar ab. In Deutschland zeigte sie sich vergleichsweise solide, blieb aber unter dem Vorjahresniveau. Dabei registrierte der Profilbereich weiterhin nur wenig Bedarf aus der Baubranche.

Der Absatz des Unternehmensbereiches Handel bewegte sich dank nach wie vor sehr guter Mengen des internationalen Tradings etwa auf Höhe des Vergleichszeitraumes. Dagegen unterschritten Segment- und Außenumsatz aufgrund des durchschnittlich niedrigeren Preisniveaus die Werte der ersten sechs Monate 2012 deutlich. Das Segment verzeichnete mit 19,6 Mio. € einen vorzeigbaren, aber unter der Vorjahresmarke (27,6 Mio. €) rangierenden Gewinn vor Steuern.

Segmentumsatz

EBT

Die Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe (SMHD-Gruppe) erreichte nahezu das zufriedenstellende Geschäftsvolumen des Vorjahres. Niedrigere Durchschnittserlöse resultierten in einem Umsatzrückgang. Als Folge der geringeren Margen verbuchte die SMHD-Gruppe einen Gewinn vor Steuern unterhalb des Vorjahreswertes.

Die europäischen lagerhaltenden Gesellschaften verfehlten in Summe die ein Jahr zuvor erzielten Handelsvolumina. Zwar konnten im ersten Quartal zunächst "Windfall-Effekte“ erwirtschaftet werden, diese reichten jedoch nicht aus, um die rückläufigen Mengen sowie die in den Folgemonaten sinkenden Margen auszugleichen. Umsatz und der Gewinn vor Steuern des Vergleichszeitraumes wurden daher unterschritten.

Im internationalen Trading blieb die Versandmenge konstant. Dazu trugen die zu Beginn des Jahres erfolgten Warmflachlieferungen nach Fernost und Nordamerika, ein auf hohem Niveau stabiles Afrikageschäft sowie eine erfreuliche Entwicklung im Bereich der Langprodukte bei. Der Umsatz schrumpfte preisbedingt und aufgrund des Produktmixes. Wesentliche Ursache für den geringfügigen Rückgang des Vorsteuergewinns war ein geringerer Anteil margenstarker Projektgeschäfte.

Die Nachfragesituation auf dem für die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) relevanten Grobblechmarkt trübte sich im Verlauf des zweiten Quartals weiter ein. Die deutsche Gesellschaft profitierte zwar noch immer von soliden Verkäufen an den Maschinenbau sowie einem guten Exportgeschäft, das US-amerikanische Tochterunternehmen sah sich hingegen mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Insgesamt erreichte die abgesetzte Tonnage fast den Wert des Vorjahres, der Umsatz ging infolge niedrigerer Preise zurück. Schwächere Margen führten zu einem geringeren Vorsteuergewinn als im ersten Halbjahr 2012.

Das Stahl-Service-Center Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) zeigte im Berichtszeitraum mengenseitig eine etwas verbesserte Geschäftstätigkeit gegenüber der Vergleichsperiode. Der Umsatz lag dennoch nur auf dem Vorjahreslevel. Angesichts des anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdrucks war der ausgewiesene Vorsteuerverlust höher als der Vergleichswert.