Zwischenbericht 1. Halbjahr 2007

Zusammenfassung

Hervorragender Verlauf des ersten Halbjahres 2007 mit neuen Rekordmarken bei Umsatz und Gewinn

Das stabile Wirtschaftswachstum speziell in Deutschland, aber auch im übrigen Europa und vielen Teilen der Welt, setzte auch im zweiten Quartal 2007 äußerst positive Rahmenbedingungen für Walzstahl- und Röhrenprodukte. Vor diesem Hintergrund übertraf der Salzgitter-Konzern die bisherigen Bestmarken für Umsatz und operativen Gewinn in einem Halbjahr. Alle Unternehmensbereiche, insbesondere Stahl und Handel, konnten ihre Umsatzbeiträge steigern, und das vollständig im operativen Geschäft erwirtschaftete Vorsteuerresultat übertraf den Vorjahreswert erheblich. Dominierender Ergebnisträger war der Unternehmensbereich Stahl, gefolgt von den Divisionen Röhren und Handel.

Preiserhöhungen im Spotmarktgeschäft und bei den Jahreskontrakten sowie ein Rekordabsatz bewirkten eine deutliche Erhöhung des Außenumsatzes des Unternehmensbereichs Stahl. Angesichts der hervorragenden Ergebnisperformance der Produktbereiche überbot der Vorsteuergewinn der Stahldivision klar den Vorjahreswert und markierte einen neuen absoluten Bestwert für die produzierenden Stahlaktivitäten des Salzgitter-Konzerns.

Die für den Unternehmensbereich Röhren ebenfalls vorteilhaften Rahmenbedingungen schlugen sich in einem glänzenden Geschäftsverlauf nieder. Trotz projekt- und stichtagsbezogen etwas geringerer Versandmengen stieg der Außenumsatz der Röhrendivision aufgrund festerer Erlöse weiter an. Der Gewinn vor Steuern der konsolidierten Röhrengesellschaften verdoppelte sich gegenüber dem vergleichbaren Wert des Vorjahreszeitraums.

Auch der Unternehmensbereich Handel profitierte von der prosperierenden Konjunktur. Mit einer robusten Performance des internationalen Tradings und einem exzellenten Inlandsgeschäft des lagerhaltenden Handels legte der Außenumsatz des Unternehmensbereichs spürbar zu. Das Vorsteuerergebnis erreichte hier ebenfalls eine neue Rekordmarke.

Aufgrund des starken Bedarfs an Serviceleistungen seitens der produzierenden Konzerngesellschaften und der externen Kunden verbesserte der Unternehmensbereich Dienstleistungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 Gesamt- und Außenumsatz sowie den Gewinn vor Steuern.

Der auf dem Halbzeuggeschäft mit Konzernfremden basierende Außenumsatz des Bereichs Sonstiges/ Konsolidierung wuchs in den ersten sechs Monaten 2007 gegenüber dem Vorjahr an. Erfolgreiches Asset- Management und Zinserträge der erheblich höheren Geldanlagen bewirkten einen klar positiven Ergebnisbeitrag vor Steuern.

Prognose: Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns sind weiterhin als vorzüglich zu bezeichnen. Dementsprechend sollte sich die Geschäftstätigkeit bei einer anhaltenden guten Konjunktur in Deutschland und Europa auf dem aktuellen Niveau fortsetzen. Insgesamt wird für das laufende Jahr auf Basis derzeitiger Informationen und Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie der allgemeinen Rahmenbedingungen und unter Einbeziehung der Effekte des Ergebnisverbesserungsprogramms ein Vorsteuergewinn des Salzgitter-Konzerns von deutlich über einer Milliarde Euro erwartet. Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass Chancen und Risiken beispielsweise aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Verschiebungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2007 noch erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann erfahrungsgemäß ein beträchtliches Ausmaß annehmen. Aufgrund der nachhaltig positiven, auch im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Ergebnisperformance der letzten Jahre hat der Vorstand der Salzgitter AG beschlossen, das Renditeziel für den Konzern auf 15 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) über den Durchschnitt des Stahlzyklus anzuheben. Gleichzeitig wird mittelfristig ein Konzernumsatz in der Größenordnung von 13 bis 15 Mrd. € anvisiert.


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