Erläuterungen zur Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

(15) Firmenwert

Der aktive Firmenwert betrifft sowohl die in 2007 erworbenen Anteile an der Klöckner-Werke AG, Duisburg, und deren Beteiligungen als auch die in 2008 neu erworbene und inzwischen in die Klöckner-Werke eingebrachte SIG-Beverages-Gruppe, jetzt PET-Gruppe. Der aktive Firmenwert wurde der KHS-Gruppe (inklusive der PET-Gruppe) zugeordnet. In 2008 wurden bereits 31,0 Mio. € wertberichtigt. Im Berichtsjahr wurde im Rahmen des jährlich verpflichtend vorzunehmenden Impairment-Tests für Firmenwerte ein erneuter Wertminderungsbedarf von 20,6 Mio. € festgestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes (WACC) von 7,2 % p.a. (Vorjahr 7,6 %), unveränderten Veräußerungskosten von 1,0 % sowie eines Wachstumsabschlages von 1,0 %-Punkten (Vorjahr 1,5 %-Punkte) bei der Ermittlung der ewigen Rente.

(16) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt.

Vom gesamten Bestand der aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr 3,5 Mio. € planmäßig und im Rahmen des Impairment-Tests in Höhe von 12,2 Mio. € abgeschrieben. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 93,5 Mio. € (Vorjahr 91,0 Mio. €) einschließlich 12,8 Mio. € (Vorjahr 11,4 Mio. €) für Externe.

Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor.

(17) Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Aufteilung der Sachanlagen zu Buchwerten:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Grundstücke und Bauten 551,4 545,2
Technische Anlagen und Maschinen 1.199,0 1.066,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84,9 88,2
Anlagen im Bau/Geleistete Anzahlungen 588,2 499,1
Sachanlagen 2.423,5 2.199,4

Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Bauten 1,8 5,0
Technische Anlagen und Maschinen 26,2 29,0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,5 0,6
Als Finanzierungsleasing aktivierte Vermögenswerte 29,5 34,6
Der Betrag der erfassten Wertminderungsaufwendungen ist unter Textziffer 6 dargestellt.

Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen betragen zum Bilanzstichtag 7,7 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €).

(18) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um unbebaute und bebaute Grundstücke, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht zu Produktions- oder Verwaltungszwecken gehalten werden. Die in den Vorjahren auf Basis der DCF-Methode ermittelten beizulegenden Werte stellen die Anschaffungskosten dar, die zum Stichtag fortgeführt worden sind.

Die Immobilien setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Klöckner-Werke AG 21,3 22,8
RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG 2,1 0,8
Klöckner Mercator Maschinenbau GmbH 2,5 2,6
KHS USA Inc. 0,9
KHS Moldtec GmbH & Co. KG 4,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 25,9 31,6
Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) angefallen. Die direkten betrieblichen Aufwendungen für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind im Wesentlichen für Objekte angefallen, für die im Berichtsjahr Mieteinnahmen erzielt wurden. Sie betrugen 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Reparaturen, Instandhaltung, Verbesserung etc.

Die Wertminderungsaufwendungen für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden in Textziffer 6 „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen” erläutert.

(19) Finanzielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der finanziellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt.

Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Anteile an verbundenen Unternehmen 30,2 39,5
Beteiligungen 11,3 28,2
Wertpapiere des Anlagevermögens 21,2 24,1
Sonstige Ausleihungen 14,7 30,3
Finanzielle Vermögenswerte 77,4 122,1
Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen beruht insbesondere auf der Erstkonsolidierung von bisher aus Wesentlichkeit nicht konsolidierten Gesellschaften und auf der Verschmelzung von nicht konsolidierten Unternehmen.

Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Beteiligungen resultieren aus einer Erstkonsolidierung (quotale Einbeziehung) einer bisher nicht konsolidierten Gesellschaft im Berichtsjahr.

Die sonstigen Ausleihungen entfallen im Wesentlichen auf Ausleihungen an nicht konsolidierte Unternehmen sowie auf verzinsliche Wohnungsbaudarlehen an Mitarbeiter. Im Vorjahr war darin ein Darlehen an eine nicht konsolidierte Gesellschaft enthalten, das im Berichtsjahr in eine Forderung umgewidmet wurde.

(20) Assoziierte Unternehmen

in Mio.   € GJ 2009 GJ 2008
Anfangsbestand 1.1. 341,7 84,1
Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 56,7 8,0
Kapitalerhöhung 12,8
Zugänge 8,0 256,9
Dividenden – 19,8 – 3,5
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 1,4 – 3,8
Buchwert 31.12. 400,8 341,7
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen „at equity” hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 59,1 Mio. € erhöht. Hauptursachen dafür sind die positiven Jahresergebnisse der Gesellschaften sowie der Kauf von weiteren Anteilen an der Aurubis AG, Hamburg. Der Börsenwert einer Aurubis-Aktie betrug zum 31.12.2009 30,22 €.

Der Anteil des Konzerns an seinen wesentlichen assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

2009 in Mio.   € Vermögen Schulden Erträge Gewinn Anteil (%)
Hüttenwerke Krupp
Mannesmann GmbH,
Duisburg
980,6 690,8 1.641,5 – 23,1 30,0
Aurubis AG, Hamburg 3.216,5 2.069,2 7.308,5 332,0 25,3
           
2008 in Mio.   € Vermögen Schulden Erträge Gewinn Anteil (%)
Hüttenwerke Krupp
Mannesmann GmbH,
Duisburg
1.025,3 748,8 2.662,1 11,7 30,0
Aurubis AG, Hamburg 2.917,2 2.034,3 22,4

(21) Latente Ertragsteueransprüche

Sofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern fristenkongruent gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Nach Saldierung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2009 folgende latente Steueransprüche und Steuerschulden:
in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Latente Ertragsteueransprüche 129,0 15,7
Realisierung innerhalb von 12 Monaten 42,2 12,8
Realisierung nach mehr als 12 Monaten 86,8 2,9
Latente Ertragsteuerschulden 3,8 103,1
Realisierung innerhalb von 12 Monaten 0,4 93,2
Realisierung nach mehr als 12 Monaten 3,4 9,9
Saldo aus latenten Ertragsteueransprüchen
und -schulden
125,2 – 87,4

(22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich wie folgt zusammensetzen:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Bruttogesamtinvestition 2,9 3,1
Nicht realisierte Finanzerträge 0,2 0,3
Buchwert 2,7 2,8
In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Telekommunikationsanlagen bei zwei Tochtergesellschaften aus dem Unternehmensbereich Dienstleistungen ausgewiesen. Alle Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren.

Die restlichen Forderungen betreffen ausländische Steuerforderungen.

Kurzfristige Vermögenswerte

(23) Vorräte

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 521,1 1.004,9
Unfertige Erzeugnisse 294,2 448,9
Unfertige Leistungen 7,1 13,1
Fertige Erzeugnisse und Waren 579,3 1.041,9
Geleistete Anzahlungen 63,9 42,4
Vorräte 1.465,6 2.551,2
Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt.

Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 12,4 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €).

Vorräte werden entsprechend dem IAS 2 einzeln bewertet oder es wird die Durchschnittsmethode angewandt.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 469,7 Mio. € (Vorjahr 883,6 Mio. €).

Die in der Vorperiode zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vorratsbestände wurden im Berichtsjahr vollständig verbraucht.

Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 65,4 Mio. € (Vorjahr 223,8 Mio. €) als Aufwand erfasst.

Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen analog zum Vorjahr keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

(24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen gegen fremde Dritte 1.023,9 1.615,9
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16,7 28,7
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16,0 7,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.056,6 1.652,2
Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,8 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €) wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko sowie für besondere Länderrisiken vorgenommen.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 19,8 Mio. € (Vorjahr 24,9 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Forfaitierung von Forderungen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (38) „Sonstige Verbindlichkeiten”.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der „Percentage-of-Completion- Methode” folgende Forderungen aus Auftragsfertigung enthalten:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Herstellungskosten einschließlich Ergebnis der Fertigungsaufträge 221,1 429,0
Erhaltene Anzahlungen – 142,1 – 282,6
Forderungen aus Auftragsfertigung 79,0 146,4
Bei den Forderungen aus Auftragsfertigung werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Gewinnanteile und verlustfreier Bewertung die erhaltenen Anzahlungen übersteigen.

(25) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen 52,4 74,0
davon übrige Forderungen [49,8] [65,4]
davon Kreditforderungen [2,6] [8,6]
     
Sonstige Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 16,4 112,3
davon übrige Forderungen [16,4] [8,8]
davon Kreditforderungen [–] [103,5]
     
Steuererstattungsansprüche (aus Umsatzsteuer) 50,1 95,7
Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte 17,7 1,7
Derivate 13,2 82,8
Vorschüssig gezahlte Werksrenten 8,7 9,2
Rechnungsabgrenzungsposten 7,2 8,0
Zuschüsse Altersteilzeit 6,0 6,7
Anleihen 400,0
Übrige Vermögenswerte 112,0 91,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 283,7 881,9
Die im Vorjahr gegenüber der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, bestehende kurzfristige Kreditforderung in Höhe von 100,0 Mio. € wurde im Geschäftsjahr 2009 getilgt.

Der Rückgang der Forderungen aus Anleihen resultiert aus dem Verkauf eines Schuldscheindarlehens (Straddle).

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 6,0 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht.

Für sonstige Forderungen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 5,0 Mio. €).

Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Bruttogesamtinvestition 2,0 2,0
Nicht realisierte Finanzerträge 0,3 0,3
Buchwert 1,7 1,7
Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

(26) Ertragsteuererstattungsansprüche

Die zum 31. Dezember 2009 bestehenden Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 109,4 Mio. € (Vorjahr 75,1 Mio. €) betreffen im Wesentlichen eine Kapitalertragsteuerforderung einer inländischen Konzerngesellschaft. Dem stehen langfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 200,4 Mio. € (Vorjahr 207,4 Mio. €) sowie kurzfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 75,3 Mio. € (Vorjahr 36,4 Mio. €) gegenüber.

Erstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet.

(27) Wertpapiere und Finanzmittel

Unter den Wertpapieren werden Aktien zur kurzfristigen Geldanlage sowie Commercial Paper ausgewiesen, die der Kategorie „Zu Handelzwecken gehaltene Finanzinstrumente” beziehungsweise „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen” zugeordnet werden.

Die Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Guthaben bei Kreditinstituten 1.792,7 590,6
Schecks, Kassenbestand 0,3 1,5
Finanzmittel 1.793,0 592,1

Eigenkapital

(28) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt unverändert 161.615.273,31 €. Für die insgesamt 60.097.000 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von je 2,69 €.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 wurde das Grundkapital um bis zu 15.952.306,69 € durch Ausgabe von bis zu 6.240.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Options- bzw. Wandlungsrechten nach Maßgabe der Options- und Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von – aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 26. Mai 2004 – ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung gibt dem Vorstand die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2009 einmalig oder mehrmals verzinsliche, auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 90.000.000 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen, Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue Aktien der SZAG in einer Gesamtzahl von bis zu 6.240.000 Stück (dies entsprach 10 % des Grundkapitals der SZAG im Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses) zu gewähren. Von dieser Ermächtigung ist kein Gebrauch gemacht worden.

Daneben wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Mai 2009 um bis zu nominal 55.833.073,42 € (= 35 % des Grundkapitals im Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses) durch Ausgabe von bis zu 21.840.000 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2004). Auch von dieser Ermächtigung ist kein Gebrauch gemacht worden.

Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Mai 2014 und bis zu 80.807.636,65 € durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66 € (20 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 27. Mai 2009 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Am 6. Oktober 2009 ist eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (5,9 % des Grundkapitals) ausgegeben worden.

Der Nennwert der von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibung betrug am Bilanzstichtag 296.450.000 €. Sie verbriefen einen Zinsanspruch von 1,125 % p.a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Preis von 83,4963 €/Aktie, ausübbar bis zum 27. September 2016.

(29) Kapitalrücklage

Von der Kapitalrücklage in Höhe von 238,6 Mio. € (Vorjahr 184,2 Mio. €) entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere 54,4 Mio. € stehen im Zusammenhang mit einer im Geschäftsjahr begebenen Wandelschuldverschreibung.

Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Ausübung von Optionsrechten aus einem Aktienoptionsprogramm führte in Vorjahren zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 7,8 Mio. €.

(30) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Daneben enthalten die Gewinnrücklagen weitere Bestandteile, die direkt im Eigenkapital gemäß den Vorschriften des IASB erfasst wurden. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen.

In den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von – 24,9 Mio. € (Vorjahr – 27,1 Mio. €) enthalten. Die Wertänderungsrücklage aus den finanziellen Vermögenswerten/ Finanzinstrumenten beträgt – 1,4 Mio. € (Vorjahr – 15,7 Mio. €). Die Veränderung beruht auf dem gestiegenen Marktwert eines börsennotierten indischen Produktionsunternehmens aus dem Unternehmensbereich Röhren.

Gemäß den Regelungen des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer” werden sämtliche Pensionsverpflichtungen bilanziert und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Bilanzstichtag sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 331,9 Mio. € (Vorjahr 235,2 Mio. €) nach Abzug latenter Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (einschließlich der versicherungsmathematischen Verluste assoziierter Unternehmen, die nicht in den Pensionsrückstellungen gezeigt werden).

Überleitung der versicherungsmathematischen Verluste:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Versicherungsmathematische Verluste der konsolidierten Unternehmen 331,6 233,3
Versicherungsmathematische Verluste der assoziierten Unternehmen 0,3 1,9
Versicherungsmathematische Verluste 331,9 235,2
Die Salzgitter AG hielt am Bilanzstichtag 5.795.252 eigene Aktien (Vorjahr 6.009.684 Stück). Auf sie entfallen 15.584.823,32 € (= 9,64 %) des Grundkapitals (Vorjahr 16.161.484,30 € = 9,99 %).

Sämtliche Aktien sind gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.370 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008 und 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009), um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können.

Im Berichtsjahr (Monat September) wurden 35.600 Aktien zu einem Preis von 60,53 € je Stück erworben. Auf sie entfallen 95.764 € des Grundkapitals (= 0,06 %). 32 Stück sind gratis an Arbeitnehmer zur Prämierung von besonderen Verbesserungsvorschlägen abgegeben worden. 250.000 Stück wurden zum Preis von 62,03 € je Aktie veräußert; der Erlös kam der allgemeinen Finanzierung des Unternehmens zugute.

Die eigenen Aktien werden zum Bilanzstichtag in Höhe von 359,4 Mio. € (Vorjahr 372,8 Mio. €) direkt vom Eigenkapital abgezogen.

(31) Bilanzgewinn

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter-Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 0,25 € je Aktie (= 15,0 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 30. Dezember 2009 von 68,44 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 0,4 % (Vorjahr 2,5 %).

Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind.

(32) Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital

Der Posten enthält die Anteile fremder Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf:

  • Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg,
  • Klöckner-Werke AG, Duisburg (einschließlich Tochtergesellschaften).
In der Gewinn- und Verlustrechnung ist anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position „Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss” ausgewiesen.

Langfristige Schulden

(33) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Daneben besteht im Salzgitter-Konzern eine betriebliche Altersversorgung auf Basis von Versorgungszusagen, die durch Rückstellungen gedeckt sind. Es bestehen unwesentliche fondsfinanzierte Pensionszusagen.

Die Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhalten eine Altersversorgung (Kollektivzusage), der im Wesentlichen eine im Dezember 2006 abgeschlossene Konzernbetriebsvereinbarung zugrunde liegt. Im Rahmen der in dieser Vereinbarung gewährten Versorgungszusage bringt der Arbeitgeber jährlich einen Versorgungsbeitrag in ein Versorgungskonto ein. Die Höhe des sich daraus ergebenden Versorgungsbausteins richtet sich nach Alter sowie versorgungsfähigem Jahreseinkommen des Mitarbeiters im jeweiligen Beitragsjahr. Im Leistungsfall steht dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine monatliche Rente zu. Hinsichtlich der vor dem Inkrafttreten der Konzernbetriebsvereinbarung begründeten Ansprüche auf Altersversorgung (leistungsorientierte Versorgungszusagen) bestehen Übergangsregelungen.

Für leitende Mitarbeiter der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bestehen Einzelzusagen im Wesentlichen aufgrund der Leistungsordnungen des Essener Verbandes.

In den ausländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns existieren nur in unwesentlicher Höhe Versorgungszusagen.

Die Verpflichtungen aus den genannten Versorgungszusagen sind in geringem Umfang (6,1 Mio. €) durch Planvermögen (Lebensversicherungen, Rückdeckungsversicherungen) gedeckt. Aus dem Planvermögen resultierten im Berichtsjahr Erträge von 0,1 Mio. €.

Die Pensionsrückstellungen umfassen den gesamten Anwartschaftsbarwert.

Die versicherungsmathematischen Gewinne (—) und Verluste (+) haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio.   € GJ 2009 GJ 2008
Stand 1.1. 233,3 219,1
Veränderung im Geschäftsjahr 98,3 14,2
Stand 31.12. 331,6 233,3

Die Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Verlauf (experience adjustment) stellen sich wie folgt dar (Gewinn +/Verlust –):

in Mio.   € GJ 2009 GJ 2008 GJ 2007 GJ 2006 GJ 2005
Stand 31.12. 0,3 – 8,0 – 12,8 – 13,6 4,2
Die Überleitung zu den im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten ist in Ziffer (30) „Gewinnrücklagen” dargestellt.

Die im Periodenergebnis erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Altersversorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio.   € GJ 2009 GJ 2008
laufender Dienstzeitaufwand (Personalaufwand) 14,7 14,2
Finanzierungsaufwand (Zinsaufwand) 90,3 90,9
  105,0 105,1
Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen (nach Verrechnung mit Auflösungen) zu den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz ermittelt sich wie folgt:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 7,9 6,7 5,4 5,4 6,9
Beizulegender Zeitwert­ des Planvermögens – 6,1 – 5,4 – 4,3 – 4,3 – 3,9
  1,8 1,3 1,1 1,1 3,0
Barwert der nicht fonds­finan­zierten Ver­pflichtungen 1.855,8 1.785,7 1.790,7 1.713,7 1.721,6
Bilanzierte Pensionsrückstellungen 1.857,6 1.787,0 1.791,8 1.714,8 1.724,6

Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in Mio.   € GJ 2009 GJ 2008 GJ 2007 GJ 2006 GJ 2005
Anfangsbestand 1.1. 5,4 4,3 4,3 3,9 3,6
Konsolidierungskreisänderungen 0,8
Erträge 0,1 0,1 0,2 0,2 0,3
Erfolgsneutrale Anpassung an versicherungsmathematische Annahmen 0,2   – 0,1   – 0,6
Zuführungen 0,5 0,5 0,4 0,4
Verbrauch – 0,1   – 0,2   – 0,2
Endbestand 31.12. 6,1 5,4 4,3 4,3 3,9

Die Rückstellungen für Pensionen haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio.   € GJ 2009 GJ 2008
Anfangsbestand 1.1. 1.787,0 1.791,8
Übertragungen 1,7 – 3,1
Umbuchungen – 0,1 – 2,1
Konsolidierungskreisänderungen – 7,1 9,1
Verbrauch – 127,2 – 128,0
Auflösung – 2,2 – 2,0
Erfolgsneutrale Anpassung an versicherungsmathematische Annahmen 98,3 14,2
Zuführungen 16,9 16,2
Aufzinsungen 90,3 90,9
Endstand 31.12. 1.857,6 1.787,0
Der laufende Dienstzeitaufwand ist der Saldo aus Zuführung und Auflösung von Pensionsrückstellungen.

(34) Sonstige Rückstellungen

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt.

in Mio.   € Stand 01.01.2009 Währungs-­differenzen Zugang/
Abgang aus Kons.-Kreis- Veränderung
Übertragung
Sonstige Steuern 10,3
Personal 150,9 0,2 – 0,1 – 6,6
davon Jubiläumsrückstellungen [43,1] [–] [–] [– 0,1]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demografiefonds [61,5] [–] [– 0,2] [– 6,6]
Betriebstypische Risiken 137,8 0,6
Übrige Risiken 388,9 1,1 – 0,7 1,8
davon Preisnachlässe/Reklamationen [167,4] [0,1] [– 1,2] [– 0,5]
Gesamt 687,9 1,9 – 0,8 – 4,8
in Mio.   € Um-
buchung
Ver-
brauch
Auf-
lösung
Zu-
führung
Auf-
zinsung
Stand 31.12.2009
Sonstige Steuern – 1,4 – 1,8 4 11,1
Personal 0,1 – 45,1 – 5,6 74,8 3,6 172,2
davon Jubiläumsrückstellungen [–] [– 3,0] [–] [7,0] [–] [47,0]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demografiefonds [6,6] [– 26,2] [– 3,3] [50,3] [1,9] [84,0]
Betriebstypische Risiken – 8,2 – 13,1 30,5 0,7 148,3
Übrige Risiken – 79,7 – 132,7 189,8 0 368,5
davon Preisnachlässe/Reklamationen [– 0,9] [– 41,2] [– 74,3] [68,9] [–] [118,3]
Gesamt 0,1 – 134,4 – 153,2 299,1 4,3 700,1

Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen:

in Mio.   € Stand 01.01.2008 Währungs-
­differenzen
Zugang/
Abgang aus Kons.-Kreis- Veränderung
Übertragung
Sonstige Steuern 9,5 0,2
Personal 144,0 – 0,1 2,6 – 8,1
davon Jubiläumsrückstellungen [37,6] [–] [0,8] [–]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demografiefonds [62,3] [– 0,1] [0,7] [– 7,4]
Betriebstypische Risiken 119,5
Übrige Risiken 245,2 – 0,4 18,8 – 0,2
davon Preisnachlässe/Reklamationen [98,0] [– 0,1] [16,1] [–]
Gesamt 518,2 – 0,5 21,6 – 8,3
in Mio.   € Um-
buchung
Ver-
brauch
Auf-
lösung
Zu-
führung
Auf-
zinsung
Stand 31.12.2008
Sonstige Steuern – 2,0 – 0,6 3,2 10,3
Personal 2,1 – 41,9 – 5,1 56,6 0,8 150,9
davon Jubiläumsrückstellungen [–] [– 2,5] [– 0,1] [7,3] [–] [43,1]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demografiefonds [7,5] [– 25,8] [– 2,7] [27,0] [–] [61,5]
Betriebstypische Risiken – 6,2 – 7,5 31,7 0,3 137,8
Übrige Risiken – 70,2 – 58,1 253,7 0,1 388,9
davon Preisnachlässe/Reklamationen [0,1] [– 35,1] [– 34,2] [122,5] [0,1] [167,4]
Gesamt 2,1 – 120,3 – 71,3 345,2 1,2 687,9
Restrukturierungsaufwendungen sind in den Zuführungen zu Rückstellungen für Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds mit 31,1 Mio. € und in den Zuführungen zu Rückstellungen für übrige Risiken mit 32,2 Mio. € enthalten. In den laufenden Aufwand sind 10,1 Mio. € Restrukturierungsaufwand eingeflossen.

Der bei der Bewertung der im Personalbereich ausgewiesenen Pensionsrückstellungen zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 4,75 % p.a. (Vorjahr 5,25 % p.a.). Die übrigen langfristigen Rückstellungen im Personalbereich sowie die sonstigen langfristigen Rückstellungen wurden ebenfalls mit 4,75 % p.a. abgezinst.

Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet.

Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen gebildet.

Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Preisnachlässe/Reklamationen, Prozessrisiken, Gewährleistungen und Risiken aus schwebenden Geschäften.

Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen:

in Mio.   € Gesamt 31.12.2009 kurzfristig langfristig
Sonstige Steuern 11,1 11,1
Personal 172,2 65,6 106,6
davon Jubiläumsrückstellungen [47,0] [–] [47,0]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/Demografiefonds [84,0] [46,6] [37,4]
Betriebstypische Risiken 148,3 70,1 78,2
Übrige Risiken 368,5 368,5
davon Preisnachlässe/Reklamationen [118,3] [118,3] [–]
Gesamt 700,1 515,3 184,8
in Mio.   € Gesamt 31.12.2008 kurzfristig langfristig
Sonstige Steuern 10,3 10,3
Personal 150,9 57,9 93,0
davon Jubiläumsrückstellungen [43,1] [–] [43,1]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/Demografiefonds [61,5] [29,4] [32,1]
Betriebstypische Risiken 137,8 16,4 121,4
Übrige Risiken 388,9 388,9
davon Preisnachlässe/Reklamationen [167,4] [167,4] [–]
Gesamt 687,9 473,5 214,4

(35) Langfristige Finanzschulden

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Anleihen 240,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27,3 27,8
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 27,1 31,4
Sonstige Finanzschulden 11,1 8,8
Finanzschulden 306,0 68,0
Die Salzgitter AG hat am 6. Oktober 2009 eine Wandelanleihe im Volumen von rd. € 296,5 Mio. platziert. Die Anleihe wurde von der Salzgitter Finance B.V., einer 100%igen niederländischen Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, ausgegeben. Sie wird von der Salzgitter AG garantiert und ist in Aktien der Salzgitter AG wandelbar.

Die Laufzeit der Anleihe beträgt sieben Jahre und kann von Investoren zum fünften Jahrestag zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen vorzeitig fällig gestellt werden. Der jährliche Kupon der Wandelanleihe wurde auf 1,125 % festgelegt. Die vermarktete Bandbreite lag zwischen 0,625 % und 1,625 %. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf € 83,4963 festgesetzt. Dies entspricht einer Prämie von 25 % über dem Referenzpreis von € 66,7970. Das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre der Salzgitter AG zum Bezug von Teilwandelschuldverschreibungen wurde ausgeschlossen.

Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen:

in Mio.   € Restlaufzeit
1–5 Jahre
Restlaufzeit
>5 Jahre
31.12.2009 Gesamt
Mindestleasingzahlungen 16,6 17,1 33,7
Finanzierungskosten 4,2 2,4 6,6
Barwert der Mindestleasingzahlungen 12,4 14,7 27,1
in Mio.   € Restlaufzeit
1–5 Jahre
Restlaufzeit
>5 Jahre
31.12.2008
Mindestleasingzahlungen 18,9 20,9 39,8
Finanzierungskosten 5,2 3,2 8,4
Barwert der Mindestleasingzahlungen 13,7 17,7 31,4
Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen.

Kurzfristige Schulden

(36) Kurzfristige Finanzschulden

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67,9 104,3
Verbindlichkeiten    
gegenüber verbundenen Unternehmen 6,4 1,4
gegenüber Beteiligungsunternehmen 3,3 1,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 3,8 3,8
Kurzfristige Finanzschulden 81,4 110,5

Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Mindestleasingzahlungen 5,2 5,6
Finanzierungskosten 1,4 1,8
Barwert der Mindestleasingzahlungen 3,8 3,8
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

(37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten    
gegenüber fremden Dritten 499,9 803,4
gegenüber verbundenen Unternehmen 9,9 33,5
gegenüber Beteiligungsunternehmen 31,5 28,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 541,3 865,4

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der „Percentage-of- Completion-Methode” folgende Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung enthalten:

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Erhaltene Anzahlungen 78,6 39,4
Abzüglich Herstellungskosten einschließlich Ergebnis der Fertigungsaufträge 49,6 2,6
Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung 29,0 36,8
Unter den Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung werden die Fertigungsaufträge mit passivischen Salden ausgewiesen, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinn- und Verlustanteilen übersteigen.

(38) Sonstige Verbindlichkeiten

in Mio.   € 31.12.2009 31.12.2008
Sonstige Verbindlichkeiten    
gegenüber verbundenen Unternehmen 28,6 23,9
gegenüber Beteiligungsunternehmen 0,5 0,8
Übrige Verbindlichkeiten 352,1 464,9
davon aus erhaltenen Anzahlungen [141,1] [101,7]
davon gegenüber Mitarbeitern [65,6] [122,8]
davon aus Steuern [38,8] [51,5]
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit [21,7] [19,4]
davon aus Forfaitierung und Asset-Backed-Securitization-Programm [18,5] [24,1]
davon Derivate [13,9] [47,2]
davon aus Kundenguthaben [7,7] [12,6]
davon aus Zinsabgrenzungen [0,8] [31,4]
davon übrige Verbindlichkeiten [44,0] [54,2]
Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 381,2 489,6
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 64,2 Mio. € (Vorjahr 84,3 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert.

Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr 24,1 Mio. €) Schulden, die im Rahmen von Forfaitierungs-Programmen entstanden sind.

Mit Unterstützung der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen und Forderungen von umgerechnet 6,5 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €) verkauft. Weiterhin hat die Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston, per 31. Dezember 2009 Forderungen in Höhe von umgerechnet 12,0 Mio. € (Vorjahr 18,2 Mio. €) verkauft und die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten ausgewiesen.
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