Erläuterungen zur BilanzLangfristige Vermögenswerte(15) Firmenwert(16) Sonstige immaterielle VermögenswerteVom gesamten Bestand der aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr 3,5 Mio. € planmäßig und im Rahmen des Impairment-Tests in Höhe von 12,2 Mio. € abgeschrieben. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 93,5 Mio. € (Vorjahr 91,0 Mio. €) einschließlich 12,8 Mio. € (Vorjahr 11,4 Mio. €) für Externe. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. (17) SachanlagenAufteilung der Sachanlagen zu Buchwerten:
Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden:
Der Betrag der erfassten Wertminderungsaufwendungen ist unter Textziffer 6 dargestellt.
Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen betragen zum Bilanzstichtag 7,7 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €). (18) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie Immobilien setzen sich wie folgt zusammen:
Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €) angefallen. Die direkten
betrieblichen Aufwendungen für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind im Wesentlichen
für Objekte angefallen, für die im Berichtsjahr Mieteinnahmen erzielt wurden. Sie betrugen
0,4 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €).
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Reparaturen, Instandhaltung, Verbesserung etc. Die Wertminderungsaufwendungen für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden in Textziffer 6 „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen” erläutert. (19) Finanzielle VermögenswerteAufteilung der finanziellen Vermögenswerte:
Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen beruht insbesondere auf der Erstkonsolidierung
von bisher aus Wesentlichkeit nicht konsolidierten Gesellschaften und auf der Verschmelzung
von nicht konsolidierten Unternehmen.
Die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Beteiligungen resultieren aus einer Erstkonsolidierung (quotale Einbeziehung) einer bisher nicht konsolidierten Gesellschaft im Berichtsjahr. Die sonstigen Ausleihungen entfallen im Wesentlichen auf Ausleihungen an nicht konsolidierte Unternehmen sowie auf verzinsliche Wohnungsbaudarlehen an Mitarbeiter. Im Vorjahr war darin ein Darlehen an eine nicht konsolidierte Gesellschaft enthalten, das im Berichtsjahr in eine Forderung umgewidmet wurde. (20) Assoziierte Unternehmen
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen „at equity” hat sich gegenüber dem vorherigen
Geschäftsjahr um 59,1 Mio. € erhöht. Hauptursachen dafür sind die positiven Jahresergebnisse der
Gesellschaften sowie der Kauf von weiteren Anteilen an der Aurubis AG, Hamburg. Der Börsenwert
einer Aurubis-Aktie betrug zum 31.12.2009 30,22 €.
Der Anteil des Konzerns an seinen wesentlichen assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
(21) Latente Ertragsteueransprüche
(22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Telekommunikationsanlagen
bei zwei Tochtergesellschaften aus dem Unternehmensbereich Dienstleistungen ausgewiesen. Alle
Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren.
Die restlichen Forderungen betreffen ausländische Steuerforderungen. Kurzfristige Vermögenswerte(23) Vorräte
Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus
ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die
Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse
abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt.
Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 12,4 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €). Vorräte werden entsprechend dem IAS 2 einzeln bewertet oder es wird die Durchschnittsmethode angewandt. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 469,7 Mio. € (Vorjahr 883,6 Mio. €). Die in der Vorperiode zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vorratsbestände wurden im Berichtsjahr vollständig verbraucht. Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 65,4 Mio. € (Vorjahr 223,8 Mio. €) als Aufwand erfasst. Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen analog zum Vorjahr keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. (24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
22,8 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €) wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte
gestützte Kreditrisiko sowie für besondere Länderrisiken vorgenommen.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 19,8 Mio. € (Vorjahr 24,9 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Forfaitierung von Forderungen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (38) „Sonstige Verbindlichkeiten”. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der „Percentage-of-Completion- Methode” folgende Forderungen aus Auftragsfertigung enthalten:
Bei den Forderungen aus Auftragsfertigung werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge
mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten unter
Berücksichtigung der Gewinnanteile und verlustfreier Bewertung die erhaltenen Anzahlungen
übersteigen.
(25) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die im Vorjahr gegenüber der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, bestehende kurzfristige Kreditforderung in Höhe von 100,0 Mio. € wurde im Geschäftsjahr 2009 getilgt.
Der Rückgang der Forderungen aus Anleihen resultiert aus dem Verkauf eines Schuldscheindarlehens (Straddle). In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 6,0 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht. Für sonstige Forderungen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen (Vorjahr 5,0 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen:
Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
(26) ErtragsteuererstattungsansprücheErstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet. (27) Wertpapiere und FinanzmittelDie Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen:
Eigenkapital(28) Gezeichnetes KapitalGemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 wurde das Grundkapital um bis zu 15.952.306,69 € durch Ausgabe von bis zu 6.240.000 auf den Inhaber lautende neue Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2004). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Options- bzw. Wandlungsrechten nach Maßgabe der Options- und Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von – aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 26. Mai 2004 – ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen. Die Ermächtigung gibt dem Vorstand die Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. Mai 2009 einmalig oder mehrmals verzinsliche, auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 90.000.000 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und den Inhabern der jeweiligen, unter sich gleichberechtigten Teilschuldverschreibungen, Options- bzw. Wandlungsrechte auf neue Aktien der SZAG in einer Gesamtzahl von bis zu 6.240.000 Stück (dies entsprach 10 % des Grundkapitals der SZAG im Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses) zu gewähren. Von dieser Ermächtigung ist kein Gebrauch gemacht worden. Daneben wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Mai 2009 um bis zu nominal 55.833.073,42 € (= 35 % des Grundkapitals im Zeitpunkt des Ermächtigungsbeschlusses) durch Ausgabe von bis zu 21.840.000 auf den Inhaber lautenden neuen Stückaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2004). Auch von dieser Ermächtigung ist kein Gebrauch gemacht worden. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Mai 2014 und bis zu 80.807.636,65 € durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66 € (20 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 27. Mai 2009 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Am 6. Oktober 2009 ist eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (5,9 % des Grundkapitals) ausgegeben worden. Der Nennwert der von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibung betrug am Bilanzstichtag 296.450.000 €. Sie verbriefen einen Zinsanspruch von 1,125 % p.a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Preis von 83,4963 €/Aktie, ausübbar bis zum 27. September 2016. (29) KapitalrücklageIm Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Ausübung von Optionsrechten aus einem Aktienoptionsprogramm führte in Vorjahren zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 7,8 Mio. €. (30) GewinnrücklagenIn den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von – 24,9 Mio. € (Vorjahr – 27,1 Mio. €) enthalten. Die Wertänderungsrücklage aus den finanziellen Vermögenswerten/ Finanzinstrumenten beträgt – 1,4 Mio. € (Vorjahr – 15,7 Mio. €). Die Veränderung beruht auf dem gestiegenen Marktwert eines börsennotierten indischen Produktionsunternehmens aus dem Unternehmensbereich Röhren. Gemäß den Regelungen des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer” werden sämtliche Pensionsverpflichtungen bilanziert und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Bilanzstichtag sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 331,9 Mio. € (Vorjahr 235,2 Mio. €) nach Abzug latenter Steuern direkt im Eigenkapital erfasst (einschließlich der versicherungsmathematischen Verluste assoziierter Unternehmen, die nicht in den Pensionsrückstellungen gezeigt werden). Überleitung der versicherungsmathematischen Verluste:
Die Salzgitter AG hielt am Bilanzstichtag 5.795.252 eigene Aktien (Vorjahr 6.009.684 Stück). Auf sie
entfallen 15.584.823,32 € (= 9,64 %) des Grundkapitals (Vorjahr 16.161.484,30 € = 9,99 %).
Sämtliche Aktien sind gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.370 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008 und 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009), um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können. Im Berichtsjahr (Monat September) wurden 35.600 Aktien zu einem Preis von 60,53 € je Stück erworben. Auf sie entfallen 95.764 € des Grundkapitals (= 0,06 %). 32 Stück sind gratis an Arbeitnehmer zur Prämierung von besonderen Verbesserungsvorschlägen abgegeben worden. 250.000 Stück wurden zum Preis von 62,03 € je Aktie veräußert; der Erlös kam der allgemeinen Finanzierung des Unternehmens zugute. Die eigenen Aktien werden zum Bilanzstichtag in Höhe von 359,4 Mio. € (Vorjahr 372,8 Mio. €) direkt vom Eigenkapital abgezogen. (31) BilanzgewinnDer Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 0,25 € je Aktie (= 15,0 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 30. Dezember 2009 von 68,44 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 0,4 % (Vorjahr 2,5 %). Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind. (32) Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital
Langfristige Schulden(33) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDaneben besteht im Salzgitter-Konzern eine betriebliche Altersversorgung auf Basis von Versorgungszusagen, die durch Rückstellungen gedeckt sind. Es bestehen unwesentliche fondsfinanzierte Pensionszusagen. Die Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhalten eine Altersversorgung (Kollektivzusage), der im Wesentlichen eine im Dezember 2006 abgeschlossene Konzernbetriebsvereinbarung zugrunde liegt. Im Rahmen der in dieser Vereinbarung gewährten Versorgungszusage bringt der Arbeitgeber jährlich einen Versorgungsbeitrag in ein Versorgungskonto ein. Die Höhe des sich daraus ergebenden Versorgungsbausteins richtet sich nach Alter sowie versorgungsfähigem Jahreseinkommen des Mitarbeiters im jeweiligen Beitragsjahr. Im Leistungsfall steht dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine monatliche Rente zu. Hinsichtlich der vor dem Inkrafttreten der Konzernbetriebsvereinbarung begründeten Ansprüche auf Altersversorgung (leistungsorientierte Versorgungszusagen) bestehen Übergangsregelungen. Für leitende Mitarbeiter der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bestehen Einzelzusagen im Wesentlichen aufgrund der Leistungsordnungen des Essener Verbandes. In den ausländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns existieren nur in unwesentlicher Höhe Versorgungszusagen. Die Verpflichtungen aus den genannten Versorgungszusagen sind in geringem Umfang (6,1 Mio. €) durch Planvermögen (Lebensversicherungen, Rückdeckungsversicherungen) gedeckt. Aus dem Planvermögen resultierten im Berichtsjahr Erträge von 0,1 Mio. €. Die Pensionsrückstellungen umfassen den gesamten Anwartschaftsbarwert. Die versicherungsmathematischen Gewinne (—) und Verluste (+) haben sich wie folgt entwickelt:
Die Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Verlauf (experience adjustment) stellen sich wie folgt dar (Gewinn +/Verlust –):
Die Überleitung zu den im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten
ist in Ziffer (30) „Gewinnrücklagen” dargestellt.
Die im Periodenergebnis erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Altersversorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen:
Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen (nach Verrechnung
mit Auflösungen) zu den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.
Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz ermittelt sich wie folgt:
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:
Die Rückstellungen für Pensionen haben sich wie folgt entwickelt:
Der laufende Dienstzeitaufwand ist der Saldo aus Zuführung und Auflösung von Pensionsrückstellungen.
(34) Sonstige RückstellungenIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt.
Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen:
Restrukturierungsaufwendungen sind in den Zuführungen zu Rückstellungen für Sozialplan/Altersteilzeit/
Demographiefonds mit 31,1 Mio. € und in den Zuführungen zu Rückstellungen für übrige
Risiken mit 32,2 Mio. € enthalten. In den laufenden Aufwand sind 10,1 Mio. € Restrukturierungsaufwand
eingeflossen.
Der bei der Bewertung der im Personalbereich ausgewiesenen Pensionsrückstellungen zugrunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 4,75 % p.a. (Vorjahr 5,25 % p.a.). Die übrigen langfristigen Rückstellungen im Personalbereich sowie die sonstigen langfristigen Rückstellungen wurden ebenfalls mit 4,75 % p.a. abgezinst. Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen gebildet. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Preisnachlässe/Reklamationen, Prozessrisiken, Gewährleistungen und Risiken aus schwebenden Geschäften. Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen:
(35) Langfristige Finanzschulden
Die Salzgitter AG hat am 6. Oktober 2009 eine Wandelanleihe im Volumen von rd. € 296,5 Mio.
platziert. Die Anleihe wurde von der Salzgitter Finance B.V., einer 100%igen niederländischen Tochtergesellschaft
der Salzgitter AG, ausgegeben. Sie wird von der Salzgitter AG garantiert und ist in Aktien
der Salzgitter AG wandelbar.
Die Laufzeit der Anleihe beträgt sieben Jahre und kann von Investoren zum fünften Jahrestag zum Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen vorzeitig fällig gestellt werden. Der jährliche Kupon der Wandelanleihe wurde auf 1,125 % festgelegt. Die vermarktete Bandbreite lag zwischen 0,625 % und 1,625 %. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf € 83,4963 festgesetzt. Dies entspricht einer Prämie von 25 % über dem Referenzpreis von € 66,7970. Das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre der Salzgitter AG zum Bezug von Teilwandelschuldverschreibungen wurde ausgeschlossen. Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen:
Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen.
Kurzfristige Schulden(36) Kurzfristige Finanzschulden
Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle:
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen
Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.
(37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der „Percentage-of- Completion-Methode” folgende Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung enthalten:
Unter den Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung werden die Fertigungsaufträge mit passivischen Salden
ausgewiesen, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinn- und
Verlustanteilen übersteigen.
(38) Sonstige Verbindlichkeiten
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 64,2 Mio. € (Vorjahr 84,3 Mio. €) durch Pfandrechte
und ähnliche Rechte gesichert.
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr 24,1 Mio. €) Schulden, die im Rahmen von Forfaitierungs-Programmen entstanden sind. Mit Unterstützung der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen und Forderungen von umgerechnet 6,5 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €) verkauft. Weiterhin hat die Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston, per 31. Dezember 2009 Forderungen in Höhe von umgerechnet 12,0 Mio. € (Vorjahr 18,2 Mio. €) verkauft und die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten ausgewiesen. |
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