Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage
Nachdem der Salzgitter-Konzern die Talsohle der gravierendsten Wirtschaftskrise seit dem Ende des
Zweiten Weltkriegs durchschritten hat, darf die Lage des Unternehmens noch immer als überdurchschnittlich
solide bezeichnet werden.
Obwohl die katastrophale Beschäftigungssituation vieler Konzerngesellschaften im ersten Halbjahr umfangreiche Vorsorgemaßnahmen sowie notwendige Bewertungsanpassungen von Wirtschaftsgütern des Konzernvermögens einen hohen Verlust im Geschäftsjahr 2009 zur Folge hatten, war die Überlebensfähigkeit des Konzerns zu keiner Zeit in Frage gestellt. Vielmehr hat unsere breite Aufstellung mit ihrem vielfältigen Mix an Produkten, Abnehmerbranchen und Lieferstrukturen die zum Teil extrem kritischen Entwicklungen einzelner Kundensektoren zumindest teilweise abgefedert. Unsere auf technischer Kompetenz und ausgeprägter Serviceorientierung basierenden langjährigen und verlässlichen Kundenbeziehungen erwiesen sich gerade in der Krise als äußerst wertvoll. Der Salzgitter-Konzern verfügt mit mehr als 1,9 Milliarden Euro Geldanlagen und einer Eigenkapitalquote von fast 50 % über eine sehr gesunde finanzielle und bilanzielle Basis, die uns genügend Spielraum einräumt, die vor uns liegenden Monate einer anhaltend unsicheren Wirtschaftslage souverän zu gestalten. In diesem Sinne werden wir auch unser Investitionsprogramm erfolgreich abschließen. Unser langfristig angelegtes Ergebnisverbesserungsprogramm und die flexible Umsetzung ergänzender Kurzfristmaßnahmen haben tiefgreifende konzernweite Reorganisationsmaßnahmen bisher weitgehend überflüssig gemacht. Die in Teilbereichen eingeleiteten Strukturmaßnahmen werden in möglichst unspektakulärer Weise und konsequent umgesetzt. Unser Augenmerk wird auch in den kommenden Monaten auf den Erhalt unserer gegenwärtig guten wirtschaftlichen Verfassung gerichtet sein. Auf eine weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen werden wir mit einer behutsamen Ausweitung der bestehenden Geschäftsaktivitäten reagieren, indem wir beispielsweise ruhende Kapazitäten wieder in Betrieb setzen. Erst bei einer absehbar nachhaltigen Stabilisierung der Wirtschaftslage halten wir es für vertretbar, wesentliche strategische Wachstumsschritte ins Auge zu fassen. |
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