Jahresabschluss der Salzgitter AG
Der Jahresabschluss der Salzgitter AG für das Geschäftsjahr 2009 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs
unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und
vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers, Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im
elektronischen Bundesanzeiger bekanntgegeben.
Die Salzgitter AG führt die Konzern-Unternehmensbereiche unverändert als Management-Holding. Das operative Geschäft liegt bei den Konzerngesellschaften. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig. Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden wie bislang von der 100%igen Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) gehalten, mit der kein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Bilanz der Salzgitter AG (Kurzfassung)
1) einschl. immaterieller
Vermögenswerte
2) einschl. Rechnungsabgrenzungsposten und eigener Aktien
Die wesentlichen Aktivposten bilden unverändert die Forderungen aus der im Rahmen des
konzernweiten Cashmanagements der Tochtergesellschaft SMG zur Verfügung gestellten Liquidität
(899 Mio. €), die sich durch die Mittelzuflüsse aus der Begebung einer Wandelanleihe deutlich erhöhte,
sowie eigene Aktien (359 Mio. €).
Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital Pensionsverpflichtungen von 393 Mio. € ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,0 % (Vorjahr: 58,6 %). Gewinn- und Verlustrechnung der Salzgitter AG (Kurzfassung)
1) einschl. Abschreibungen
auf
Finanz anlagen und
Wertpapiere des
Umlaufvermögens
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Gewinne aus Kurssicherungsgeschäften für eigene Aktien,
Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage sowie aus der Auflösung von Rückstellungen.
Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist durch im Vorjahr stichtagsbedingte Aufwendungen im Zusammenhang mit der Absicherung eigener Aktien geprägt. Das Beteiligungsergebnis des Vorjahres betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. Der Steueraufwand ist von den nahezu steuerfreien SMG-Dividendenerträgen beeinflusst. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2009 146 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 2 Belegschaftsmitglieder erhöht. Angaben nach §§ 289 Abs. 4/315 Abs. 4 HGB
Das gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien
zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen
Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des
Aktiengesetzes.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstands nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (5.795.252 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien (2.392 Stück) kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden. Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH (HanBG), Hannover, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Vorstand hat aufgrund entsprechender Beschlüsse der Hauptversammlung folgende drei Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Gewinnverwendung der Salzgitter AG
Die Salzgitter Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2009 einen Jahresüberschuss von
53,9 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (8,4 Mio. €) sowie 47,2 Mio. € Dotierung
der Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn von 15,1 Mio. €.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (15,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,25 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind. |
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