Gesamtaussage der Unternehmensleitung zum Geschäftsverlauf

Salzgitter-Konzern meistert Herausforderungen der Wirtschaftskrise souverän

2009 geht als eines der schwierigsten Geschäftsjahre in die 150-jährige Unternehmensgeschichte des Salzgitter-Konzerns ein. Während der ersten Monate musste unter anderem ein dramatischer Nachfrageeinbruch bei Walzstahlprodukten verkraftet werden. Dank unserer soliden und breiten Aufstellung sowie der gesunden Finanzsituation des Unternehmens einerseits sowie der zügig eingeleiteten Sofortmaßnahmen zur Ergebnisstabilisierung andererseits konnten wir sämtliche krisenbedingten Herausforderungen souverän meistern. Mit einsetzender wirtschaftlicher Erholung gelang es uns, im vierten Quartal wieder ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Im Rahmen des Jahresabschlusses haben wir umfangreiche bilanzielle Wertanpassungs- und Vorsorgemaßnahmen vorgenommen, die künftige Perioden entlasten werden.

Nahezu alle geschäftlichen Aktivitäten standen im Geschäftsjahr 2009 unter dem Eindruck der globalen Wirtschaftskrise. Daher blieb der Konzern-Außenumsatz mit 7.818,0 Mio. € deutlich hinter dem Vorjahreswert (2008: 12.499,2 Mio. €) zurück. Der Salzgitter-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2009 mit – 160,3 Mio. € operativem Konzernergebnis ab. Es beinhaltet 60,2 Mio. € Ergebnisbeitrag der Aurubis-Beteiligung sowie positive bewertungstechnische Einflüsse. Damit wurde die im November abgegebene Gewinnprognose übertroffen. Wie zum gleichen Zeitpunkt bereits in Aussicht gestellt, enthält der Abschluss bilanzielle Einmaleffekte. So erfolgten 262,7 Mio. € bilanzielle Wertanpassungen des Anlagevermögens (Impairments) und es wurden 73,4 Mio. € für strukturverbessernde Maßnahmen berücksichtigt. Diese mit einer konservativen Bilanzierungspolitik in Einklang stehenden Ergebniskomponenten werden bereits die Resultate des laufenden Geschäftsjahres entlasten. Insgesamt wird ein Verlust vor Steuern von – 496,5 Mio. € ausgewiesen (2008: + 1.003,4 Mio. €). Nach Berücksichtigung von 109,6 Mio. € Steuererträgen ergaben sich 386,9 Mio. € Konzernfehlbetrag.

Trotz der erheblichen Inanspruchnahme von Finanzmitteln im Wesentlichen zur Finanzierung des umfangreichen Investitionsprogramms und der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008 erreichte die Nettogeldanlage des Konzerns zum Jahresende beachtliche 1.561 Mio. €. Die Eigenkapitalquote von 48,5 % blieb nahezu auf Vorjahresniveau (49,9 %). Der Salzgitter-Konzern verfügt somit nach wie vor über ausreichenden finanziellen Spielraum.

Gerade in der Krise zeigte sich, dass der Salzgitter-Konzern infolge seiner breiten und ausgewogenen Aufstellung, seiner soliden finanziellen Fundierung sowie seiner vorausschauenden Geschäftspolitik nicht nur unter vorteilhaften Rahmenbedingungen exzellente Ergebnisse erwirtschaftet, sondern auch für schwierige Zeiten gut gerüstet ist.
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