GlossarBetriebswirtschaftliche BegriffeAVermögensgegenstände, die dauernd dem Geschäftsbetrieb einer Unternehmung dienen sollen. Dabei unterscheidet man zwischen:
Forderungsverkauf mit Verbriefung am Kapitalmarkt. At equity Methode der Kapitalkonsolidierung, bei der das anteilige Eigenkapital einer Beteiligungsgesellschaft bewertet wird. Außenumsatz Anteil des Gesamtumsatzes, der aus Transaktionen mit Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises der Salzgitter AG entsteht. BErgebnis des Jahresabschlusses der Salzgitter AG, ermittelt nach deutschem Handelsrecht. Dieses Ergebnis ist für die Ausschüttung an die Aktionäre maßgeblich. CSumme aus Eigenkapital, Steuerrückstellungen (ohne latente Steuern) und zinspflichtige Verbindlichkeiten. Im Eigenkapital sind die Anteile fremder Gesellschafter enthalten. Cashflow
Bezeichnung für die verantwortliche Unternehmensleitung und -kontrolle. Zur Verbesserung der Unternehmensführung wurde von der Bundesministerin für Justiz im Jahre 2001 die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex eingesetzt, um die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und -überwachung transparenter zu machen und die Unternehmensverfassung deutscher Kapitalgesellschaften zu verbessern. Guter Corporate Governance wird seitens des Kapitalmarktes eine größer werdende Bedeutung beigemessen. EErgebnis vor Steuern zuzüglich Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen). EBITDA (Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization) Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsaufwand (ohne Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen) und Abschreibungen (inkl. auf finanzielle Vermögenswerte). EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit), EBT (Earnings before Tax) Ergebnis vor Steuern. Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage beziehungsweise aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung stehen. Entsprechenserklärung Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex. FVerkauf von Exportforderungen unter Ausschluss des Rückgriffs auf bisherige Forderungseigentümer (Lieferant), in der Regel an eine Bank. Free Float (Streubesitz) Teil des Aktienkapitals, der an der Börse frei gehandelt wird. Fremdkapital Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivische Rechnungsabgrenzungsposten. I„International Accounting Standards”/„International Financial Reporting Standards”: Rechnungslegungsnorm, die eine international vergleichbare Bilanzierung gewährleisten soll. Impairment Außerplanmäßige Wertminderung von Aktiva, wie zum Beispiel immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, in Höhe des Betrags, um den die fortgeführten Anschaffungskosten den am Markt erzielbaren Betrag überschreiten. Innenumsatz Anteil des Gesamtumsatzes, der aus Transaktionen zwischen Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises der Salzgitter AG resultiert. JKooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben und unter gemeinschaftlicher Führung wirtschaftliche Tätigkeiten durchführen. LAufgrund von temporären Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen. Lifo Last in, first out: Bestandsbewertungsmethode nach der Verbrauchsfolgeannahme. MAktueller Börsenwert einer börsennotierten Firma. Die Marktkapitalisierung errechnet sich aus dem Produkt von Aktienkurs und Anzahl der Aktien. Die Deutsche Börse AG berechnet die Marktkapitalisierung für die Indexgewichtung aus dem Produkt von Aktienkurs und Free Float. Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren, Reserveteile, Werksgeräte sowie für bezogene Leistungen wie Energien, umsatzbezogene Lohnarbeiten und innerbetriebliche Transportkosten. PRückstellungen, die aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet werden. Die Versorgungsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (IFRS) beziehungsweise Teilwertverfahren (HGB) ermittelt und auf Basis von versicherungsmathematischen Annahmen und Berechnungen bewertet. Personalaufwand Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie für soziale Abgaben, Altersversorgung und für Unterstützung. Nicht enthalten ist der Zinsanteil der Rückstellungszuführung für Pensionsrückstellungen, welcher im Finanzergebnis ausgewiesen ist. RVerzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und Capital Employed. UVermögensgegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb einer Unternehmung dienen sollen. Zum Umlaufvermögen zählen beispielsweise Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Technische BegriffeBBauteile aus profilierten, oberflächenbeschichteten Stahlblechen, die in der Bauindustrie als Wand- und Deckenelemente beziehungsweise zur Außenverkleidung von Gebäuden verwendet werden. Beam Blanks Vormaterial für die Trägerproduktion. Beizen Das durch den Warmwalzprozess oxidierte (verzunderte) Warmband wird durch Salz- oder Schwefelsäurebäder geführt. Dies geschieht entweder kontinuierlich (Kontibeize) oder diskontinuierlich (Schubbeize). Belt Strip Technology Verfahren zum kontinuierlichen Bandgießen. Beschichten Überziehen von Stahlblech mit Zink, organischen Materialien, Lacken oder Folien, vornehmlich zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit. Blasform-Technologie Methode zur Herstellung von Hohlkörpern aus Thermoplasten. Bramme Im Stranggussverfahren aus Rohstahl hergestelltes Vorprodukt für die Erzeugung von gewalztem Flachstahl. DWarmumformaggregat, in dem ein zylindrischer Block, der auf Umformtemperatur erwärmt ist, in einem Walzgerüst (bestehend aus drei auf dem Umfang angeordneten angetriebenen und kalibrierten Walzen) über einen zentrisch feststehenden Dorn als Innenwerkzeug zu einem Hohlblock ausgewalzt und dabei gestreckt wird. EAggregat, in dem Stahlschrott mithilfe von Strom eingeschmolzen wird. Das entstehende Produkt wird Elektrostahl genannt. FNicht oberflächenbeschichtetes Blech, das durch Kaltwalzen erzeugt wird. Flachstahl Flachstahl entsteht durch das Warm- und Kaltwalzen von Brammen und gegebenenfalls weitere Schritte. Im engeren Sinne versteht man hierunter Stahlblech mit einer Dicke von unter 30 mm, das hauptsächlich in der Fahrzeug- und Hausgeräteindustrie verwendet wird. Füller mit Ringrohrkessel Der Ringrohrkessel dient zur Aufnahme des von außen zugeführten Getränks und verteilt dieses gleichmäßig auf alle Flaschen-Füllstationen. Es handelt sich hierbei um ein Edelstahlrohr mit etwa 200 mm Durchmesser, das zu einem Ring gebogen ist. GMetallurgischer Ofen zur Wärmebehandlung von Metallen und Legierungen, der elektrisch oder durch feste, flüssige oder gasförmige Brennstoffe beheizt wird. Grobblech oder Quartoblech Stahlblech mit einer Dicke von mindestens 3 mm. Grobblech wird hauptsächlich in der Bauindustrie, dem Maschinen- und Gerätebau, im Schiffsbau und für Rohre mit großem Durchmesser benötigt. HOberbegriff für das Vormaterial aus Rohstahl für die Verwendung in Walzwerken (Brammen, Vorblöcke, Röhren rund). Haspel Anlage zum Aufrollen langer Stahlbänder für den Transport zu anderen Produktionsanlagen oder zum Kunden. HFI-Schweißen Verfahren zur Herstellung von Schweißnähten auf Basis elektromagnetischer Induktion. Hochofen Schachtofen, der mit hitzebeständigen (feuerfesten) Steinen ausgemauert ist und von integrierten Hüttenwerken eingesetzt wird, um Roheisen aus Eisenerz zu erschmelzen. IMit der induktiven Erwärmung/Glühung werden Stahlrohre kontinuierlich durch eine oder mehrere aneinanderfolgende Induktorspulen geführt und auf eine Temperatur von 1.200 °C gebracht. KProduktionseinrichtung zum Abkühlen von Roheisen, das nicht zeitnah weiterverarbeitet werden soll. Die Anlage dient der Optimierung der Fahrweise an den Hochöfen. Kaltwalzen Umformverfahren bei Raumtemperatur. Durch Kaltwalzen wird zum Beispiel aus Warmbreitband Feinblech erzeugt. Koks Reduktionsmittel, das im Hochofen zum Erschmelzen des Roheisens aus Eisenerz benötigt wird. Koks wird in einer Kokerei durch Erhitzung von bestimmten Kohlensorten (Kokskohle) unter Luftabschluss produziert. Kuppelgas Brennbares Prozessgas als Nebenprodukt bei der Erzeugung von Grundstoffen. LMittels des Linz-Donawitz-Verfahrens (Sauerstoffaufblasverfahren) aus Roheisen erzeugter Stahl. Losgröße Als Losgröße wird die Menge von Produkten eines Fertigungsauftrags bezeichnet, welche die Stufen des Fertigungsprozesses als geschlossener Posten durchlaufen. Luppen Nahtlose Rohre, die als Vormaterial für die Herstellung von nahtlosen Präzisrohren verwendet werden. OProdukte, die nach bestimmten Verfahren mit einer metallischen oder organischen Oberflächenschicht versehen wurden, beispielsweise durch Verzinken oder Farbbeschichten. PKugeln, die unter Zugabe von Wasser und Bindemittel aus feinkörnigem Eisenerz hergestellt und anschließend in einem Ofen gehärtet werden. Zusammen mit Stückerz und Sinter dienen sie im Hochofen als Eisenlieferant. Pilgerwalzen Klassisches schrittweises Umformverfahren zur Herstellung nahtloser Rohre, bei dem der Durchmesser und die Wandstärke des Vorrohres (Luppe) reduziert werden (kaltpilgern). Platinen Stanzteile aus (meist) oberflächenbeschichteten Blechen für die Automobilindustrie. Präzisrohre Nahtlose oder geschweißte Stahlrohre, die hauptsächlich im Maschinenbau und in der Automobilindustrie verwendet werden. Profile Langstahlprodukte, wie Träger und Spundwand, die primär im Hoch- respektive Tiefbau Verwendung finden. RKohlenstoffträger, wie Koks, Kohle oder Heizöl, die im Hochofenprozess zur Umwandlung von Eisenerz (Eisenoxid) zu Roheisen dienen. Rohre
Im Stranggussverfahren aus Rohstahl hergestelltes Vorprodukt für die Erzeugung von nahtlosen Rohren. SVerfahren zur gezielten Verbesserung der Oberflächeneigenschaften (Korrosionsbeständigkeit, mechanische Festigkeit) hochbelasteter Bauteile durch Bestrahlen mit beispielsweise Stahl- oder Keramikpartikeln. Sinteranlage Die Sinteranlage produziert aus feinkörnigen Rohstoffen stückigen Eisenerzsinter für den Einsatz in den Hochöfen. Dabei werden zunächst sorgfältig vorbereitete Gemische gebildet, die aus Feinerzen, Konzentraten, Zuschlägen sowie aus Unterkorn, das bei Absiebung der stückigen Möllerkomponenten am Hochofen anfällt, bestehen. Wertstoffe aus der Produktionskette der gesamten Hütte werden ebenfalls in die Gemische eingebracht. Mithilfe eines geeigneten Brennstoffes wird nach Zündung im Saugzugverfahren Eisenerzsinter erzeugt. Brennstoff ist in der Regel Koksgrus, der aus der Absiebung von Stückkoks am Hochofen stammt. Spundwand Stahlprofile, die zur Sicherung und Abdichtung von Baugruben verwendet werden. Stoßbank Warmumformaggregat, in dem ein zylindrischer Hohlblock, der auf Umformtemperatur erwärmt ist, mithilfe einer Dornstange als Innenwerkzeug durch hintereinander stehende Rollenkörbe (bestehend aus drei auf dem Umfang angeordneten und nicht angetriebenen kalibrierten Rollen) gestoßen wird und dabei eine mehrfache Streckung erfährt. Stranggießen Halbkontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Brammen, Vorblöcken und Röhrenrund aus schmelzflüssigem Stahl. TGefügte Platinen, bestehend aus Stahlblechen unterschiedlicher Form, Güte und Eigenschaft, die mittels Laserstrahlschweißen verbunden werden. Die Automobilhersteller fertigen aus Tailored Blanks Pressteile für den Fahrzeugbau. Transistorschweißanlage Schweißanlage, die mittels Leistungstransistoren eine hochfrequente Schweißspannung erzeugt, mit der längsnahtgeschweißte Stahlrohre hergestellt werden. Turn-Key-Anlagen Schlüsselfertige Anlagen. ULack, der unter Einwirkung von UV-Licht erhärtet. VDie gängigste Form der Energieversorgung, bei der ein Energiekunde seinen gesamten Energiebedarf (Strom oder Erdgas) von einem einzigen Lieferanten bezieht. Im Vollversorgungsvertrag wird der Energiepreis in Abhängigkeit von der Abnahmemenge festgelegt, nicht aber der genaue Umfang und der zeitliche Verlauf der Energieabnahme innerhalb der Lieferperiode. Vorteil ist der vergleichsweise geringe Aufwand. Vorblock Im Stranggussverfahren aus Rohstahl hergestelltes Vorprodukt für die Erzeugung von Profilstahl. WSumme aller Endprodukte, die durch Umwandlung in Walzwerken erzeugt werden. Warm(breit)band Warmgewalztes und zu Coils aufgehaspeltes Stahlband, das als Vormaterial für das Kaltwalzen verwendet oder als Zwischenprodukt (zum Beispiel als Bandblech) verkauft wird. Wärmofen Metallurgischer Ofen zum Erwärmen von Halbzeugen auf Walztemperatur. Warmwalzen Umformverfahren bei hohen Temperaturen, bei dem aus Halbzeug in unterschiedlichen Walzwerken Warmbreitband, Grobblech, Profile oder nahtlose Rohre erzeugt werden. Wechselcoater Technische Einrichtung zur Beschichtung (Coating) von verzinktem Feinblech mit verschiedenen Farben. ZAuskleidung des Hochofens mit Feuerfestmaterial, die in Abständen zwischen zehn und fünfzehn Jahren erfolgt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.stahl-online.de
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