Seit dem letzten Eintrag sind wieder einige Wochen ins Land gezogen, in denen viel passiert ist:
Die Naturkatastrophen lassen Australien in diesem Jahr schlecht dastehen: erst die Buschfeuer in Victoria, dann die Überflutungen in Queensland und jetzt ist auch noch das Schiffsunglück an der Ostküste.
Gestern Nachmittag, kurz vor Feierabend, waren Katrin und ich etwas überrascht, als das Gebäude und unsere PC Monitore anfingen zu wackeln. Zunächst dachten wir an eine große Maschine, für Zerreißtests zum Beispiel, dies schien aber unwahrscheinlich. Heute morgen gab es dann die Aufklärung in den Nachrichten: es war ein Erdbeben.
Allerdings war dieses so gering, dass zum Glück nichts geschehen ist.

Die Buschfeuer im Umland sind mittlerweile alle gelöscht, wozu der Regen in der letzten Woche sicherlich viel beigetragen hat. Die Temperaturen wurden richtig herbstlich. Allerdings ist dies zu unserer Erleichterung nun wieder vorbei und es ist warm und sonnig.
Vor zwei Wochen waren wir am Wochenende in den Grampians, einem Nationalpark in der Nähe von Melbourne (in australischen Dimensionen sind 300 km auch „nah“) zum Wandern. In dem Park hat es vor einigen Jahren gebrannt. Spannend ist es zu sehen, wie schnell die Natur sich erholen kann, wobei es noch viele weitere Jahre dauern wird, bis die Schäden alle gänzlich verheilt sind.

In meinem Praktikumsalltag verbringe ich derzeit viel Zeit im Labor, um meine Untersuchungen voranzubringen. Die Ergebnisse sehen gut aus und ab nächster Woche werde ich dann auch mit Glühversuchen anfangen.
Katrin hingegen schreibt fleißig an der Dokumentation ihrer Arbeit und so schreitet die Zeit hier für sie auch langsam dem Ende zu.

In knapp zwei Wochen ist in Melbourne ein weiteres großes Ereignis: Formel 1. Und wir werden gemeinsam mit vielen neuen und alten Freunden dabei sein. Danach heißt es dann leider Abschied nehmen. Katrin wird noch zur Westküste reisen und danach wieder nach Deutschland zurückkehren.
Nach einem langen Praktikum und vielen gemeinsamen Wochenenden, an denen wir gereist sind, gehen wir dann wieder getrennte Wege, die sich in Zukunft allerdings gewiss wieder kreuzen werden!

Ich werde noch bis Ende April an der Monash University weiterforschen und mir ebenso große Mühe geben, mein Projekt zu einem guten Ergebnis zu führen.

Wie Ostern in Australien gefeiert wird, werde ich demnächst berichten, wenn ich aus Tasmanien wiederkomme, wo ich die Osterfeiertage verbringe. Vielleicht versteckt dort ja das Känguru die Ostereier. Wer weiß. (Autor: Jascha Marnette)

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