Elke Muthmann „Ich kam schon recht früh mit Werkstoffkunde in Kontakt und fand das ganz interessant.“ Wenn Elke Muthmann von ihrer Leidenschaft für Technik erzählt, baut alles logisch aufeinander auf. Beeinflusst von ihrer Mutter, Metallographin von Beruf, kam sie bereits früh in den Kontakt mit Werkstoffen und hat seitdem über Schule und Uni hinweg den Kontakt zu Metallen nicht mehr verloren. Inzwischen leitet sie als Betriebschefin unser Rohrbiegewerk in Mülheim.

Mit einem Team von 51 Leuten biegt sie Rohre, die einen Durchmesser von bis zu 1,4 Metern haben. Fachwissen, Erfahrung und Präzision sind dabei nur einige Bestandteile, die zum Erfolg beitragen. Was ihr persönliches Erfolgsrezept noch ausmacht, welchen Führungsstil sie verfolgt und wie sie mit Konflikten umgeht, verrät Frau Muthmann im Interview.

Und natürlich klären wir die Fragen, die sich aus dem Themenbereich „Frau, Chefin, Männerdomäne“ ergeben. Ein Auszug aus dem Interview, welches Norbert Fischer führte:

Haben Sie einen Rat für junge Frauen, die überlegen, welches Studium sie nach dem Abitur ergreifen sollen?

Frauen haben in unserer sehr männerlastigen Branche trotzdem recht gute Chancen. Frauen werden inzwischen durchaus gerne eingestellt, natürlich müssen sie etwas „auf dem Kasten haben“, wie man so schön sagt, das unterscheidet sie nicht von Männern. Wer als Frau also naturwissenschaftlich interessiert ist, sollte sich nicht scheuen, ein Ingenieurstudium zu machen. Ich kann dazu nur raten. Was ist denn schöner, als wenn man das, was man studiert hat, hinterher auch im Beruf anwenden kann, und das ist im Salzgitter-Konzern auf jeden Fall möglich.“ Fortsetzung
(Autor: Markus Rottwinkel)