Mexiko Nachdem ich als Werkstudent gute Erfahrungen bei der KHS (ein Unternehmen der Salzgitter Gruppe) in Dortmund sammeln durfte, wurde mir die Möglichkeit zu einem Auslandspraktikum gewährt. Mexiko sollte das Ziel sein und die Modalitäten wie Unterbringung, Reise und Praktikumsziele wurden schnell und unkompliziert geklärt. Auf Grund der geographischen Nähe zu den USA hoffte ich auf gute Englischkenntnisse bei den meisten Mexikanern. Diese Hoffnung schwand sofort bei meiner Ankunft, als ich etwas Smalltalk mit dem Fahrer versuchte und erst mit meinem extrem gebrochenen Spanisch etwas Kommunikation möglich war. Trotz allem war der Fahrer sehr hilfsbereit und freundlich.

Nach der Ankunft in der Wohnung holten mich noch am selben Abend meine mexikanischen Kollegen ab, und ich durfte endlich die leckeren Chilisoßen probieren, von denen ich schon soviel gehört hatte! Am nächsten Tag ging es in unserem Werk an die Arbeit. Hier arbeitete ich die in Deutschland vorbereiteten Themen ab, die von der Kostenkalkulation bis hin zum KHS Produktionssystem reichten. Die Hauptaufgabe bestand in der Entwicklung eines Kalkulationstools für den Behältertransport. Dabei lernte ich viel über die Produkte und Methoden der KHS in Mexiko. Neben diesem Hauptprojekt habe ich mich auch in anderen Abteilungen engagiert: den Einkauf unterstützte ich beispielsweise mit einem Tool zur Lieferantenbewertung. So waren die drei Monate durch abwechslungsreiche, fordernde Aufgaben geprägt, die meinem Qualifikationsprofil sehr gut entsprachen.

Aber nicht nur unter der Woche wurde ich gut beschäftigt. So habe ich nahezu kein Wochenende zu Hause verbracht, sondern wurde von unterschiedlichen Kollegen zu Fußballspielen, Pyramidenbesuchen und traditionellen mexikanischen Feiern mitgenommen. Somit lernte ich viel über die Kultur und konnte relativ schnell einfache Konversationen auf Spanisch führen.

Ein besonderes Highlight war der Besuch auf Xinantécatl, einem inaktivem Vulkan, der 4780 Meter hoch ist. Diese Klettertour ging zwar physisch an meine Belastungsgrenze, war jedoch eine neue und wirklich beeindruckende Erfahrung. Besonders der Blick auf die Seen innerhalb des Kraters war auf jeden Fall die Anstrengungen wert.

Insgesamt konnte ich viele berufliche und kulturelle Erfahrungen sammeln, die mich sicher weiterbringen werden. (Autor: Niklas Muck, Student des Wirtschaftsingenieurwesens)