Die Hochschulreife und eine Ausbildung zum Elektroniker lagen hinter ihm, der Job im Stahlwerk der Salzgitter Flachstahl war ihm sicher. Doch Björn Lipok besann sich anders.

„Bereits während der Berufsausbildung bemerkte ich zunehmend die Faszination, die ich der Elektrotechnik abgewinnen konnte. Nahezu alle täglichen Helfer werden heutzutage elektrisch betrieben und ich möchte im Detail wissen, warum alles so funktioniert, wie man es kennt. So wusste ich, dass nun ein Studium der Elektrotechnik der nächste Schritt ist.“, erzählt Herr Lipok heute über seine Entscheidung. Nachdem die Wahl auf die Elektrotechnik gefallen war, bewarb er sich für ein Stipendium bei seinem Arbeitgeber.

Maschinenbauer bilden zwar die Mehrheit der Ingenieure in einem Hüttenwerk und Werkstoffwissenschaftler/ Metallurgen eine kleine und entscheidende Gruppe. Auf dem (zahlenmäßig) 2. Platz allerdings kommen, und das ist wenigen bewusst, die Absolventen der Elektrotechnik. Ohne Experten in der Automatisierungstechnik und Cracks der Mess- und Regeltechnik funktioniert keine komplexe Anlage.

Dazu Björn Lipok: „Eine SPS (speicherprogrammierbare Steuerung – ein Gerät zur Steuerung oder Regelung einer Maschine oder Anlage, Anm. des Autors) zu programmieren, in eine Anlage zu integrieren und in Betrieb zu nehmen, empfinde ich als Herausforderung, weil die Möglichkeiten dieser Technik schier unendlich erscheinen. Während meiner Ausbildung hat mir das Arbeiten mit einer SPS am meisten Spaß gemacht.“

Entsprechend gelungene Zeugnisse, ein Vorstellungsgespräch sowie einige Tests ebneten den Weg zu einem Stipendium für den zukünftigen Bachelor of Engineering. Sieben Semester Theorie und Praxis später muss das Ziel erreicht sein, als Nachwuchsingenieur den Berufseinstieg anzugehen. Ob in der Instandhaltung des Walzwerkes oder bei der Steuerung von Investitionsprojekten wird sich noch erweisen: „Bei der Salzgitter Flachstahl werden meines Wissens nach zunehmend Automatikkrane eingesetzt. Da ich während meiner Ausbildungszeit selbst viel mit und auf Kranen tätig war, könnte ich mir gut vorstellen, bei solch einem Automatisierungs- bzw. Neubauprojekt den Einstieg zu finden.“

Zunächst gilt es, jede Menge Klausuren zu überstehen und mit Hilfe des betrieblichen Paten während der anstehenden Praxisphasen einen Eindruck von den Aufgaben eines Ingenieurs zu bekommen. 2016 soll es dann soweit sein. Manchmal braucht man als Personaler eben einen langen Atem.

PS: Sie studieren Metallurgie, Werkstoffwissenschaften oder Elektrotechnik und interessieren sich für Förderungsmöglichkeiten durch uns? Bitte nehmen Sie für eine persönliche Beratung direkt mit mir Kontakt auf.