Sandra Neuhof, Auszubildende zur Werkstoffprüferin, Fachrichtung Metalltechnik erzählt:
Nach einer gelungenen Auftaktveranstaltung am ersten Tag ging es gleich am darauffolgenden Montag mit Bussen zur Jugendtagesstätte in Wohldenberg, zwischen Salzgitter und Hildesheim, wo wir (ca. 140 Azubis) die einwöchige Übergangsschulung verbringen sollten.

Mit dabei waren unsere Stammmeister und eine gehörige Portion Spannung. Denn keiner von uns wusste, was auf ihn zukommt. Nach der Ankunft, einem gemeinsamen Frühstücksimbiss und dem Bezug der Zimmer fanden in kleinen Gruppen Vorstellungsrunden statt. Ziel war es, uns gegenseitig z.B. hinsichtlich möglicher Hobbies und Interessen kennen zu lernen. Dabei ergaben sich viele Gemeinsamkeiten und manchmal auch die Erkenntnis, dass der erste äußerliche Eindruck nicht immer der Richtige sein muss.

Nach einer Stärkung berichteten uns ein frischgebackener Facharbeiter und eine Auszubildende aus dem dritten Lehrjahr über ihre Eindrücke und Erfahrungen bezüglich der Ausbildung. Diese Ausführungen aus „erster Hand“ waren für uns alle sehr spannend, zumal wir auch die Möglichkeit hatten, Fragen, die uns besonders beschäftigten, zu stellen.

Am Dienstag erhielten wir nach einem ausgiebigen Frühstück die Aufgabe, Präsentationen vorzubereiten, die alle unter dem Motto „Vom Erz zum Stahl“ standen. Mit Hilfe unserer Stammmeister und Informationsmaterial galt es Abläufe, wie zum Beispiel im Hochofenbetrieb, im Stahlwerk oder der Stranggießanlage zu verstehen und möglichst anschaulich vor der Gesamtgruppe vorzutragen. Ziemlich aufregend, wenn man noch nie vor so einer großen Gruppe gesprochen hat. Im Anschluss an die Vorträge hatten wir alle einen Eindruck über die komplexen Vorgänge der Stahlherstellung und –verarbeitung gewonnen.

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Denn bei Sonnenschein und milden  23°C wurden die Ausarbeitungen immer wieder unterbrochen und es ging in die freie Natur zu sogenannten „aktivierenden Übungen“. Wir wurden mit verschiedenen Situationen konfrontiert, deren Bewältigung mit Köpfchen, teilweise sportlichen Ehrgeiz aber immer mit viel Spaß gelang. Mehr sei aber hier nicht verraten, um nachfolgenden Jahrgängen nicht die Überraschung zu verderben.

Am Donnerstag hatten wir die Möglichkeit die Ansprechpartner der Personalabteilungen unserer jeweiligen Gesellschaften kennenzulernen. Dabei wurden uns die Rechte und auch die Pflichten erläutert, die auf uns Auszubildende zukommen. Neben Informationen zu den Gesellschaften gab man uns auch Tipps für die Ausbildung und ging auf unsere vielfältigen Fragen ein. Ergänzt wurden die reichhaltigen Informationen dann im Anschluss durch die Betriebsräte und die Auszubildendenvertretung.

Die Freizeit kam aber auch nicht zu kurz. Neben Gesellschaftsspielen und Kickerturnieren gab es am Donnerstag einen gemütlichen Grillabend.

Unsere ersten Tage als Auszubildende der Salzgitter AG gingen vorüber wie im Flug und wir kehrten mit vielen positiven Eindrücken aus einer gelungenen Woche nach Salzgitter bzw. Ilsenburg zurück.

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