Beim hier gezeigten Heißeinsatz werden die noch glühenden Brammen direkt aus der Stranggießanlage in die Öfen eingetragen

Seit nun mehr als 1 ½ Monaten absolviere ich mein Praktikum im Personalmarketing der Salzgitter AG. In dieser Zeit habe ich schon viel erlebt und neu kennen gelernt. Von den vielen Eindrücken über die verschiedenen Aufgaben bis hin zu den vielen Mitarbeitern, die ich täglich in der Hauptverwaltung treffe. Nun stand mein erstes Event außerhalb der Hauptverwaltung an. Ich hatte die Möglichkeit, mit einer Gruppe Maschinenbaustudenten der Universität Magdeburg Teile des Werksgeländes der Salzgitter Flachstahl GmbH zu besichtigen.

Im Laufe meiner Schulzeit in Salzgitter hatte ich natürlich schon oft Bilder vom Werk gesehen und die Eindrücke von Bekannten, die bei verschiedenen Gesellschaften der Salzgitter AG arbeiten, geschildert bekommen. Das schemenhafte Bild des Werkes,  das in meinen Gedanken entstand, war demnach ein düsterer Ort, an dem man die vielen Angestellten nur im Schein des glühenden Stahls zwischen den lauten Maschinen erkennen kann.

Zurück zur Realität: der erste Eindruck, den ich vom Werksgelände bekam, war, dass zwischen den typischen Industriebauten viele Grünflächen sind und es somit ganz anders aussah als erwartet. Nachdem wir zunächst Station am Hochofen A gemacht hatten, ging es weiter vom Stahlwerk über das Warmwalzwerk bis zur Feuerverzinkung. Bei der Tour wurden wir von Herrn Esfeld begleitet.  Dieser war 40 Jahre lang bei der Salzgitter Flachstahl beschäftigt und war mehrere Jahre als Leiter des Hochofens tätig. Somit wurden wir nicht nur mit reichlichen technischen Informationen zu den verschiedenen Bereichen des Werkes versorgt, sondern bekamen auch viele Anekdoten rund um das Arbeitsleben bei der Salzgitter AG erzählt.

Was an den verschiedenen Stationen der Besichtigung besonders auffiel, war, dass in den meisten Bereichen kaum Mitarbeiter zu sehen sind. Der Großteil der Produktion ist automatisiert, sodass die wenigen Mitarbeiter, die man überhaupt zu sehen bekommt, meist in den Betriebsleitständen sitzen. Dementsprechend ist das Bild des dreckigen, heißen und lauten Arbeitsplatzes in einem Stahlwerk zu revidieren.  Die Mitarbeiter sind vor den widrigen Bedingungen, die teilweise in einem Stahlwerk herrschen und nicht zu vermeiden sind, so gut wie möglich geschützt. Die riesigen Hallen und Maschinen sind zwar nicht klinisch rein, aber dennoch entsprechen sie keinesfalls meiner zu Beginn beschriebenen Vermutung vom Werk der Salzgitter AG.

Alles in allem war es ein mehr als interessanter Tag, der meine über Jahre entstandenen, düsteren Vorstellungen des Hüttengeländes wie eine Seifenblase zerplatzen ließ.

PS: Wer sich selbst ein Bild machen will, kann sich auf der Karriereseite der Salzgitter AG für eines der vielfältigen Praktika bewerben: http://www.salzgitter-ag.com/de/jobs-karriere/studenten/praktikum-abschlussarbeit.html?no_cache=1

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