Sechs Monate lang waren 17 Abiturientinnen des Abschlussjahres 2012 draußen in der Arbeitswelt, Praxisluft schnuppern. Eine deutliche Umstellung bedeutete das für viele. Morgens z.T. viel früher raus, abends erst viel später nach Hause, und tagsüber den ganzen Tag in der Werkstatt stehen. Aber es hat sich gelohnt – so die einhellige Meinung der Technikantinnen.

Technikantinnen – so werden die Teilnehmerinnen des Niedersachsen-Technikums genannt. Dies sind Abiturientinnen, die nach der Schule ausprobieren wollen, ob ein technischer Beruf etwas für sie ist. Einige hatten schon mit dem Gedanken gespielt, sich in technischer Richtung zu orientieren, ihnen fehlte aber noch die letzte Sicherheit. Andere hatten anfangs gar nichts mit Technik am Hut, waren aber dennoch offen dafür, sich von Technik begeistern zu lassen.

Und so sah das Programm aus: sechs Monate lang ging es für die Technikantinnen an vier Tagen in der Woche in ihren jeweiligen Betrieb. Ein Tag der Woche war für den Unibesuch reserviert. So waren gleichzeitig Einblicke in den Hochschulalltag und in die betriebliche Routine möglich. Schaff ich das an der Uni? Was ist anders im Vergleich zur Schule? Wie sieht ein typischer Alltag einer Ingenieurin aus? Wie ist der Umgangston in einem männerdominierten Umfeld? Wie viel Technik, wie viel Kommunikation ist für den Beruf notwendig? Diese und viele andere Fragen haben in den letzten sechs Monaten beantwortet werden können.

Und diese Antworten gaben Sicherheit für die weitere Planung. Ergebnis: Alle Teilnehmerinnen haben sich für ein Studium oder eine Ausbildung im technischen Bereich entschieden.

Daher meine Empfehlung: alle angehenden Abiturientinnen, die für sich auch gern noch mehr Sicherheit bei der Berufswahl hätten, sollten sich das Niedersachsen-Technikum mal genauer anschauen, z. B. bei der TU Braunschweig oder der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.