Wir, das sind Franziska Fach (23) und Ricarda Wöltjen (25), beide Praktikantinnen im Personalmarketing bei der Salzgitter AG, waren gestern mit Kollegen in der Ausbildungswerkstatt der Beruflichen Bildung verabredet. Denn diese Woche bietet die Salzgitter Flachstahl GmbH, einer jahrelangen Tradition folgend, eine Ferienfreizeit für interessierte Jugendliche ab 13 Jahren an. Natürlich wollten wir zwei „Bürodamen“ mal gucken, was es da so zu sehen gibt. Ausbilderin Katrin Bock, die jedes Jahr mit viel Freude die Ferienfreizeit begleitet, hat sich Zeit genommen und uns herumgeführt.

Zuerst waren wir mit Frau Bock, die selber Zerspanungsmechanikerin gelernt hat, im Bereich der Metallverarbeitung. Hier hat sie uns die verschiedenen Stationen gezeigt, die die Jugendlichen durchlaufen. Vom Fräsen über Schweißen, vom Stahl bis zum Blech: Der Eindruck, den die Jugendlichen bekommen, ist umfassend und hat uns begeistert. An jeder Station können individuelle Kunstwerke gebastelt werden, die mit nach Hause genommen werden dürfen. So gibt es zum Beispiel eine Rose aus Stahl oder eine Sonnenblume aus Blech. Wir waren sehr erstaunt, wie toll die einzelnen Stücke dann tatsächlich aussehen, obwohl viele der Jugendlichen zum ersten Mal mit diesen Prozessen und Materialien in Berührung gekommen sind.

Nach der Metallverarbeitung ging es in den Elektrobereich. Hier arbeitete, parallel zur Metall-Gruppe, eine Gruppe Jugendlicher an Schaltungen und versuchte sich am Löten. Dabei zeigte sich: Erfahrung ist hier klar von Vorteil! Einer der Teilnehmer, Sven, präsentierte uns stolz einen perfekt gelöteten Würfel und verriet uns dabei, dass er durch seine Affinität zum Modellbau bereits vorher gelötet hatte. Also wir sehen mal wieder: Übung macht den Meister! Aber auch alle anderen haben tolle Arbeit geleistet und können stolz auf ihre Werke sein. Wirklich überrascht waren wir darüber, wie viel die Jugendlichen unter der Anleitung der Azubis gelernt und geschafft haben.

Zum Abschluss haben wir die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren zu ihrem bisherigen Eindruck befragt und in einer Sache waren sie sich alle absolut einig: Sie sind begeistert und freuen sich auf die kommenden Tage! Einige sagten uns, dass sie nächstes Jahr wiederkommen möchten, um die andere Gruppe (Elektro/Metall) auszuprobieren. Und wer weiß, vielleicht dürfen Frau Bock und ihre Kollegen sich bald über bekannte Gesichter unter den Azubis freuen! Dann heißt es wieder: „Frau Bock, erkennen Sie mich denn nicht? Ich war doch bei der Ferienfreizeit!“

Wir schließen uns der Begeisterung der Schüler an und bedanken uns bei Frau Bock und ihren Kollegen für diesen spannenden Tag. Gerne wären wir auch den Rest der Woche noch dabei gewesen!

Für alle, die die Neugierde gepackt hat: Hier gibt es weitere tolle Bilder von unserem Tag.

(Autorenteam: Ricarda Wöltjen und Franziska Fach)

Nachtrag aus der Folgewoche:

Ein besonderes Highlight rundete die Ferienprogramm-Woche am Freitag ab: das gemeinsame Abschlussgrillen. Klappbänke und Tische, ein ganzer Wagen voller Grillgut und Getränke, gute Laune… so entspannt kann eine erste arbeitsreiche Ferienwoche enden!
Ein herzliches „Dankeschön!“ an die Schülerinnen und Schüler, die die vergangene Woche auch für uns zu etwas Besonderem gemacht haben! Jetzt kann es dann losgehen mit der „richtigen“ Ferienzeit…!

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