Haben Sie jemals darüber nachgedacht, wie die Sohlen an Ihre Schuhe kommen? Ich jedenfalls nicht!

Die Kollegen von der DESMA Schuhmaschinen GmbH in Achim denken allerdings bei Ihrer Arbeit darüber sehr intensiv nach, denn sie sind schon sehr lange im Geschäft und feiern in diesem Jahr Jubiläum:

robotics_upper_04Das Unternehmen aus Achim bei Bremen begann vor 70 Jahren unter dem Namen „Deutsche Spezialmaschinen Co. U.E. Ludwig KG“ (DESCO) mit der Herstellung von Textilien, Gartenzäunen und Spielwaren und fertigte auch schon Maschinen und Werkzeuge für die Schuhindustrie. Der große Durchbruch kam in den 1950er Jahren und wurde mit dem Wirtschaftswunder fortgesetzt. Damals wurden Schuhsohlen hauptsächlich aus Leder gefertigt, welches in der Nachkriegszeit rar war. Man wich also z.B. auf Gummi aus, welches in vielen Schritten bearbeitet und aufwendig verklebt wurde.

Mit der Vulkanisierpresse, die diese Prozesse verkürzen sollte und zur Hausschuhherstellung genutzt werden konnte, begann für das Unternehmen, das seit 1953 DESMA hieß, die Erfolgsgeschichte der Direktansohlung.

Bei diesem Verfahren wird Roh-Gummi in die Form gebracht und zur fertigen Gummisohle vulkanisiert. Der Schuhschaft wird auf eine Aluminiumleiste gezogen und in die Form gesenkt. Anschließend werden Form und Leisten elektrisch erhitzt.

Die Schuhmaschinen wurden in den folgenden Jahren immer weiterentwickelt und verbessert. Heute entwickelt und fertigt bzw. liefert das Unternehmen neben Direktansohlungsanlagen, Sohlen- und Stiefelmaschinen inklusive Formen auch komplette Automationslösungen für die verschiedenen Produktionsprozesse der industriellen Schuhfertigung an eine weltweite Kundschaft.

Ab jetzt schaue ich mir die Sohle unter meinen Schuhen auf jeden Fall genauer an und ich wünsche den Kollegen aus Achim für die nächsten 70 Jahre jede Menge kreative Ideen und Glückauf!

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