Nach Monaten der Vorbereitung war soweit alles klar: 13 Young Professionals aus dem gesamten Salzgitter-Konzern hatten ihre Englischtests absolviert, mit ihren Vorgesetzten Lernziele festgelegt, Flüge gebucht und sich auf den Weg nach Hamburg gemacht. Sie waren bereit, in ihr internationales Personalentwicklungs-Programm zu starten. Wir, das Team Personalentwicklung Führungskräfte, hatten uns zuvor um Konzepte und Hotels gekümmert, hatten um Teilnehmer geworben, Feedback ausgewertet und nicht zuletzt eine Präsentation für die Opening Session vorbereitet.

Kaminabend des SITP-Team mit Frank Haesendonckx, KHS Corpoplast

Kaminabend des SITP-Teams mit Frank Haesendonckx, KHS Corpoplast

Wenige Tage vor dem Start fiel mir allerdings eines auf: Die Präsentation überzeugte mich selbst nicht mehr, ehrlich gesagt fand ich sie etwas langweilig. Ich wollte die Teilnehmer aus Deutschland, Brasilien, den USA, Polen, Frankreich und China nicht mit Zahlen und Fakten über den Konzern zuschütten. Ich wollte – im positiven Sinne – persönlicher werden, und das neue SITP-Team nicht nur besser erreichen, sondern auch besser kennenlernen. Also einigte ich mich mit der Trainerin, Frau Nicole Smeal, darauf, dass ich zu Beginn nur einige Worte zur Begrüßung sagen würde, um dann die ersten zwei Übungen einfach mitzumachen. Erst im Anschluss sollte die Präsentation folgen, und auch die anders als geplant, doch dazu später mehr.IMG_4337

Es ging los mit “I in the Pie”: Jeder beantwortete fünf Fragen zu seiner Person und notierte sie auf fünf kleinen Zetteln in Form eines Kuchenstücks (daher der “Pie”), die man sich auf den Oberkörper kleben durfte. Sieht zunächst mal albern aus, doch erweist sich als sehr spannend, wenn jeder in der Gruppe mit einem Auftrag loszieht, z.B. jemanden zu finden, der ein ähnliches Hobby hat oder in denselben Kulturkreisen unterwegs gewesen ist. Wir kamen sehr schnell ins Gespräch, die Stimmung ließ nichts zu wünschen übrig.

Im Anschluss folgte meine Präsentation unter dem Motto: Was bedeutet Salzgitter für mich? Meine Antworten gab ich mit Fotos statt in Worten, und tatsächlich kamen wir auch hier sehr schnell in einen Dialog. Denn natürlich waren unsere Perspektiven sehr unterschiedlich. Einer Kollegin aus Brasilien sagen die Traditionen von Ilseder Hütte und Mannesmann erst einmal sehr wenig. Den Kollegen aus der Stahlproduktion sind die Produkte der chinesischen Maschinenbauer der KHS eher fremd. Und jeder hat sein eigenes Bild davon, wo und wie schnell der Konzern sich wandelt. Und genau zu diesem Austausch der Perspektiven sind wir unter anderen zusammengekommen.

Ich freue mich nach diesem gelungenen Auftakt sehr auf die Fortsetzung in Hannover. Eine Kleinigkeit will ich dabei nicht vorenthalten: Gracia, unsere Kollegin aus China, gab uns allen ein Begrüßungsgeschenk (siehe Foto) im kaiserlichen Design der Verbotenen Stadt. Wenn ich das nächste Mal auf Reisen bin, habe ich jedenfalls das coolste Namensschild auf dem Koffer (sinngemäße Übersetzung: Du bist so kostbar wie der Kaiser).

Mehr zum SITP erzählt Ihnen das Team bald selbst an dieser Stelle! Glück auf!

 

 

 

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