Ronny Knorr begann seine Laufbahn in unserem Konzern in Salzgitter mit einer Ausbildung zum Industriemechaniker. Nach erfolgreichem Abschluss war er einige Jahre in der Hauptwerkstatt tätig und arbeitet aktuell in der Rollenmontage der Salzgitter Flachstahl GmbH. Lesen Sie nun, wie er Graffiti und die Liebe zum Stahl verbindet:

„Mit sechs Jahren habe ich angefangen zu zeichnen, Landschaften mit Kohle. Niemand aus meiner Familie konnte sich erklären, woher dieses Talent kommt“, beschreibt Ronny Knorr seinen Werdegang zum Sprayer. Mit 13 Jahren hielt er dann die ersten Farbdosen in der Hand und entdeckte seine Leidenschaft.

Farbe meets triste Wände

Knorr, Ronny_Beitragsbild„Mein erstes größeres Werk war eine Scheune in Othfresen, das war eine Auftragsarbeit des Besitzers.“ 2006 brachte der Künstler erstmals Farbe ins Hüttenwerk, als er die Hallenwand der Schule für Transporttechnik bemalte. Weitere Aufträge folgten: Die Stadtverwaltung Salzgitter bat ihn beispielsweise, Lebenstedt schöner und bunter zu machen. Dafür wählte er Natur und Fantasiemotive sowie Salzgitterthemen. Darüber hinaus sind dem Familienvater soziale Projekte mit Kindern und Jugendlichen ein großes Anliegen. In seinen Kursen bringt er ihnen bei, ihre Botschaften und Emotionen mithilfe der Graffitikunst auszudrücken.

Sprayen in der Community

Vorbilder für Ronny Knorr waren die Sprayer der New Yorker Szene. „Deshalb habe ich mich 2008 irgendwann einfach ins Flugzeug gesetzt, bin in die Bronx und habe gefragt, ob ich mal zuschauen darf oder mitsprayen.“ Heute malt er nicht nur mit ihnen zusammen, sondern ist festes Mitglied der „Lo Life Family“, einer Hip-Hop Community, in der Künstler, Rapper, Modedesigner und Musiker vertreten sind. „Immer im Dezember treffen wir uns am Time Square, machen Fotoshootings, Musikclips und malen zusammen. Wenn möglich, fahre ich jedes Jahr dorthin.“ Ein weiteres Highlight war die Anfrage der weltbekannten MTA-Graffiti-Crew, ob er Mitglied werden und mit ihnen malen wolle. „Da muss man reinpassen. Wir machen zum Beispiel Wände von Musikstudios oder Geschäftsräumen in der Bronx“, erzählt Knorr.

Aus Liebe zum Stahl

Hobby und Berufsleben bringt der 38-Jährige gut in Einklang miteinander, manchmal lässt sich beides sogar verknüpfen. So ist eines seiner Kunstwerke seit letztem Sommer an der Hallenwand der ehemaligen Schlackenmahlanlage zu bewundern. Es ist das Herz der Arbeitssicherheit, eingebunden in ein Weltraumszenario. In nur einer Woche entstand das riesige Wandgemälde. Und beim Anschauen wird klar: Auch sein Herz schlägt für Stahl.

Kommentare

  1. Jens

    Super Arbeit. Sieht richtig gut aus! Immer wieder beeindruckend was manche Leute mit ihren Händen alles machen können.

Schreib einen Kommentar