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Jahresabschluss der Salzgitter AG

Der Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) für das Geschäftsjahr 2016 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im Bundesanzeiger bekannt gegeben.

Die SZAG führt die Konzerngeschäftsbereiche, bei denen das operative Geschäft liegt, unverändert als Management-Holding. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig.

Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden über die 100%ige Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) von deren 100%iger Tochtergesellschaft Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gehalten. Weder zwischen der SZAG und der SMG noch zwischen der SMG und der SKWG bestehen Ergebnisabführungsverträge. Es besteht jedoch jeweils eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste.

Die SZAG ist als nicht operative Holdinggesellschaft in das Steuerungskonzept des Salzgitter-Konzerns eingebunden und unterliegt somit den gleichen Steuerungsgrößen und den gleichen Chancen und Risiken wie der Salzgitter-Konzern. Hierbei werden die rechtlichen Anforderungen an die Steuerung der SZAG berücksichtigt.

Bilanz der Salzgitter AG (Kurzfassung)

in Mio. € 31.12.2016 % 31.12.2015 %
Anlagevermögen 59,0 6,8 50,9 5,4
Sachanlagen1) 20,7 2,4 19,0 2,0
Finanzanlagen 38,3 4,4 31,9 3,4
Umlaufvermögen 808,6 93,2 896,2 94,6
Vorräte 0,1 0,0 0,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände2) 808,5 93,2 896,2 94,6
Finanzmittel 0,0 0,0 0,0 0,0
Aktiva 867,7 100,0 947,1 100,0
in Mio. € 31.12.2016 % 31.12.2015 %
Eigenkapital 391,0 45,1 385,0 40,6
Rückstellungen 282,2 32,5 314,7 33,2
Verbindlichkeiten 194,4 22,4 247,5 26,1
davon Bankverbindlichkeiten [0,0] [0,0]
Passiva 867,7 100,0 947,1 100,0

Die Forderungen aus der im Rahmen des konzernweiten Cash-Managements der Tochtergesellschaft SKWG zur Verfügung gestellten Liquidität (707 Mio. €) bilden unverändert die wesentlichen Aktivposten. Die gehaltenen eigenen Aktien werden nach den Vorschriften des HGB offen vom Eigenkapital abgesetzt.

Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital insbesondere 262 Mio. € Pensionsverpflichtungen sowie eine verbleibende Rückzahlungsverpflichtung (168 Mio. €) gegenüber der niederländischen Emittentin der Wandelschuldverschreibung enthalten. Die gesunkenen Verbindlichkeiten ergeben sich infolge der Rückzahlung einer Wandelanleihe (57 Mio. €). Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote auf 45,1 % (Vorjahr: 40,6 %) erhöht.

Gewinn- und Verlustrechnung der Salzgitter AG (Kurzfassung)

in Mio. € 2016 2015
Umsatzerlöse 22,3 0,0
Sonstige betriebliche Erträge 23,0 26,5
Personalaufwand 19,1 48,6
Abschreibungen1) 1,3 1,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29,4 29,0
Beteiligungsergebnis 42,5 80,9
Zinsergebnis -10,1 -12,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,3 0,0
Ergebnis nach Steuern 28,3 15,6
Sonstige Steuern -8,8 -1,7
Jahresüberschuss 19,5 13,8

In den Umsatzerlösen sind – bedingt durch die Erstanwendung des BilRUG im Geschäftsjahr 2016 – im Wesentlichen die Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage enthalten. Im Vorjahr wurden diese in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 2016 unter anderem Zuschreibungen auf langfristige Finanzanlagen sowie Auflösung von Rückstellungen. Der Personalaufwand ist im Vorjahr einmalig durch Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen von 29,6 Mio. € geprägt. Das Beteiligungsergebnis betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2016 159 Mitarbeiter beschäftigt.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstands nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (6.009.700 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden.

Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (HanBG), Hannover, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG (SZAG) beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den Vorschriften des Aktiengesetzes.

Der Vorstand hat aufgrund von Beschlüssen der Hauptversammlung folgende drei Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

  • Er kann in der Zeit bis zum 23. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 30.048.500 neue auf den Inhaberlautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgeben (Genehmigtes Kapital 2012), wobei unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur bis zu 12.019.400 Stück (20 % aller am 24. Mai 2012 ausgegebenen Aktien) ausgegeben werden dürfen. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte beziehungsweise Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 24. Mai 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind.
  • Der Vorstand kann des Weiteren mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd. € begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.498.043 Stück (Bedingtes Kapital 2013) gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 23. Mai 2013 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20 % des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus genehmigtem Kapital sind seitdem 23. Mai 2013 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden. Der Vorstand hat am 5. Juni 2015 von dieser Ermächtigung zur Ausgabe einer Schuldverschreibung Gebrauch gemacht und eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.548.407 neue Aktien aus bedingtem Kapital (Bedingtes Kapital 2013), ausübbar bis zum 26. Mai 2022. Bis zum Bilanzstichtag hat noch kein Inhaber der Teilschuldverschreibungen sein Wandlungsrecht ausgeübt.
  • Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum Ablauf des 27. Mai 2020 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben und zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Es bestehen folgende wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, mit folgenden Wirkungen:

  • Bei der Wandelschuldverschreibung von 2015 über 168 Mio. € und der Umtauschschuldverschreibung von 2010 über 295 Mio. € ist jeweils im Falle eines Kontrollwechsels jeder Anleihegläubiger innerhalb einer bestimmten Frist berechtigt, die Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen; außerdem wird, falls Anleihegläubiger ihr Wandlungs- beziehungsweise Umtauschrecht innerhalb einer bestimmten Fristausüben, das Wandlungs- beziehungsweise Umtauschverhältnis nach einer bestimmten Formel angepasst.
  • Nach dem 2012 mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Vertrag über eine Kreditlinie von 500 Mio. € hat im Falle eines Kontrollwechsels jede Konsortialbank das Recht, ihre Beteiligung an der Kreditlinie zu kündigen und ggf. Rückzahlung zu verlangen.
  • Nach einer Vereinbarung der Gesellschafter der EUROPIPE GmbH (EP), Mülheim an der Ruhr, von deren Geschäftsanteilen der Konzern 50 % hält, kann die Gesellschaft im Falle eines Kontrollwechsels Geschäftsanteile ohne Zustimmung des betroffenen Gesellschafters einziehen, sofern die Geschäftstätigkeit des dann beherrschenden Dritten in Konkurrenz zu der Tätigkeit der Gesellschaft steht. Statt der Einziehung können die übrigen Gesellschafter verlangen, dass der Geschäftsanteil an einen benannten Erwerber abzutreten ist.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes haben die Mitglieder des Vorstands unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur Kündigung ihres Anstellungsvertrages und einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ihres Vertrages, wobei dieser Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt ist.

Gewinnverwendung der Salzgitter AG

Die SZAG weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss von 19,5 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (1,6 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 21,1 Mio. €.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (21,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,30 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind.

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