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Finanzielles Steuerungssystem

Unsere Konzerngesellschaften bewegen sich in wettbewerbsintensiven Märkten und einem äußerst herausfordernden Branchenumfeld. Vor diesem Hintergrund sind sowohl die Weiterentwicklung des Konzerns in Eigenständigkeit wie auch die kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen und der Prozesseffizienz unabdingbar. Diese Ziele verfolgen wir mithilfe unseres umfassenden, im Geschäftsbericht 2015 erläuterten 360°-Konzepts und folgenden Führungs- und Steuerungsinstrumenten:

  • Return on Capital employed (ROCE),
  • Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) und
  • individuelle Zielvereinbarungen mit leitenden und außertariflichen Mitarbeitern.

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren des Salzgitter-Konzerns sind neben dem ROCE der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Umsatz ist dabei als Außenumsatz definiert, als der Anteil am Gesamtumsatz, der aus Transaktionen mit Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises der Salzgitter AG (SZAG) entsteht. Weitere Steuerungsgrößen sind die Auftragseingänge, die Versandmengen sowie die Entwicklung der Cashflows.

Unternehmensinternes Steuerungssystem – ROCE

Quantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe des Konzerns ist eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on Capital employed) von mindestens 12 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; dieser beträgt gemäß unserer Definition üblicherweise fünf Jahre. Der ROCE setzt das „EBIT I“ in Relation zum „Capital employed“ und misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals:

Das „EBIT I“ (Earnings before Interest and Taxes) zur Berechnung des ROCE entspricht dem Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand, bereinigt um den Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Zinserträge bleiben im „EBIT I“, da sie als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angesehen werden und somit das eingesetzte Kapital verzinsen.

in Mio. € 2016 20151)
EBT 53,2 4,1
+ Zinsaufwand 94,6 113,2
– Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen -51,2 -47,7
= EBIT I 96,6 69,5

Das „Capital employed“ umfasst das verzinsliche Eigen- und Fremdkapital.

Wir ermitteln diese Kennzahl, indem wir von der Bilanzsumme die Pensionsrückstellungen und die nicht verzinsbaren Bilanzposten abziehen.

in Mio. € 2016 20151)
Bilanzsumme 8.450 8.228
– Pensionsrückstellungen -2.449 -2.327
– Übrige Rückstellungen ohne Ertragsteuerrückstellung -538 -607
– Verbindlichkeiten ohne Anleihen, Bank- und Wechselverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Forfaitierung, Derivate -1.524 -1.374
– Aktive latente Steuern -355 -300
= Capital employed 3.584 3.620

Um den ROCE zu berechnen, werden die Pensionsrückstellungen und der darauf bezogene Zinsaufwand eliminiert, da Dispositionen des Managements diese Komponenten kurz- bis mittelfristig nicht beeinflussen können.

Die Komponenten der Kennzahlen sind aus den Angaben des Konzernabschlusses (inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten) hergeleitet. Für die Berechnung verwenden wir stichtagsbezogene Bilanzwerte.

Da der ROCE-Zielwert (12 %) durchschnittlich innerhalb des Konjunkturzyklus im Konzern erreicht werden soll, hat er einen mittel- bis langfristigen Charakter. Daraus entwickeln wir je Geschäftsbereich und Gesellschaft spezifische strategische Ziele. Diese werden – gegebenenfalls aktualisiert – gemäß der Mittelfristplanung berücksichtigt. 2016 erwirtschafteten wir einen ROCE von 2,7 % (Vorjahr: 1,9 %).

Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP)

Wir sehen unsere permanente Managementaufgabe darin, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns über die kontinuierliche Optimierung unserer Wertschöpfungsprozesse nachhaltig zu verbessern. Das Augenmerk legen wir hier auf die konsequente Erschließung vorhandener Potenziale in sämtlichen Geschäftsbereichen. Bereits 1996 haben wir das Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) als einheitliches Managementinstrument im Salzgitter-Konzern eingeführt.

Das EVP bündelt konkret definierte, ergebnisoptimierende Maßnahmen der Gesellschaften; Voraussetzung ist die Mess- und Bewertbarkeit der Effekte anhand von Finanzkennzahlen. Für alle Projekte ist eine streng systematische Vorgehensweise der Erfolgsmessung vorgegeben, wobei verbindliche und standardisierte Bewertungskriterien gelten.

Damit wir unsere Ziele erreichen, haben wir im Rahmen der kontinuierlichen Ergebnisverbesserung in den vergangenen Jahren verschiedene Programme aufgesetzt. So legten das 2012 initiierte Konzernprogramm „Salzgitter AG 2015“ sowie die ergänzenden beziehungsweise weiterführenden Maßnahmen, die seit Ende 2016 unter dem Titel „FitStructure SZAG“ zusammengefasst werden, den Schwerpunkt auf Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Die ebenfalls Ende 2016 verabschiedete Konzernstrategie „Salzgitter AG 2021“ zielt vor allem auf organisches Wachstum in deckungsbeitragsstarken Produktbereichen und einen Ausbau des Umsatzanteils der stahlferneren Geschäfte von derzeit 40 % auf 50 %. Alle Aktionen dieser Programme folgen den zuvor genannten Bewertungskriterien.

Individuelle Zielvereinbarungen mit leitenden und außertariflichen Mitarbeitern

Zielvereinbarungen verbinden die Unternehmensziele und die persönlichen Bestrebungen eines jeden Mitarbeiters. Die SZAG untergliedert diese in individuelle Vorgaben für den einzelnen leitenden oder außertariflichen Mitarbeiter und eine kollektive quantitative Komponente, die die Konzernstruktur widerspiegelt. Diese quantitative Komponente beinhaltet konzernweit einen Anteil, der dem Erreichen des Konzernzieles einer mindestens 12 %igen Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) dient. Pro Konzerngesellschaft werden zudem eigene Gesellschaftsziele und – je nach Leistungsverflechtungen und Rolle innerhalb der Geschäftsbereiche – Ziele für den Geschäftsbereich oder verbundene Gesellschaften abgeleitet. Der individuelle Teil der Vorgaben wird im Gespräch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem vereinbart. Dabei ergeben sich die persönlichen Ziele aus denen der nächsthöheren Organisationseinheit. Es wird darauf geachtet, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Zielvorgaben aller Beschäftigten eine positive Wirkung auf das Gesamtergebnis des Konzerns haben.

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