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Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Konjunkturelles Umfeld1)

Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft verstärkte sich im Berichtszeitraum nach dem schwachen Winterhalbjahr 2015/16 zunehmend. Hatte zu Jahresbeginn noch die Schwächephase des zweiten Halbjahres 2015 einen gewissen Einfluss, brachte der im Februar einsetzende Aufwärtstrend der Preise für Rohstoffe und Energieträger regional unterschiedlich ausgeprägte erste positive Impulse. Mit dem Sommer nahm die Weltkonjunktur merklich Fahrt auf. In den USA bewirkten der Lagerzyklus sowie eine Ausweitung des Exports ein Anziehen der Expansion. China entwickelte sich – auch gestützt von konjunkturpolitischen Maßnahmen – besser als zunächst erwartet, während sich die Rezession in Russland verlangsamte. In Großbritannien wirkte sich der Brexit bislang weniger stark auf die Nachfrage aus als prognostiziert. Insgesamt errechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2016 mit 3,1 % eine nahezu unveränderte Wachstumsrate der Weltwirtschaft gegenüber dem Vorjahr (2015: +3,2 %).

2016 setzte sich die wirtschaftliche Erholung der Eurozone fort. Nach einer vergleichsweise kräftigen Expansion während der ersten Monate verringerte sich die Dynamik allerdings im weiteren Lauf des Jahres geringfügig. Haupttreiber waren die privaten und öffentlichen Konsumausgaben. Die Investitionstätigkeit nahm hingegen in der zweiten Jahreshälfte ab. Die durch das Brexit-Referendum zugenommene politische Unsicherheit dürfte hierzu beigetragen haben. Regional blieb die Entwicklung unterschiedlich. Während Spanien und viele kleinere Euroländer kräftige Zuwächse verbuchten, belebte sich die Konjunktur Italiens und Frankreichs nur moderat. Die aktuelle Erhebung des IWF weist für die Eurozone 1,7 % Wachstum aus (2015: 2,0 %).

Die Wirtschaft Deutschlands verzeichnete 2016 ebenfalls einen moderaten Aufschwung. Dank nicht zuletzt der niedrigen Preissteigerungen sowie einer stabilen Lohnentwicklung blieb die Binnenkonjunktur der wesentliche Träger der Expansion. Hierzu dürfte auch der nochmalige Anstieg der Erwerbstätigenzahl beigetragen haben. Neben dem Konsum waren Anlageinvestitionen – insbesondere im Baubereich – die zweite Stütze dieser Entwicklung. Der Außenhandel wirkte infolge stark gestiegener Importe hingegen leicht konjunkturdämpfend, obgleich sich die Ausfuhren erhöhten. Der IWF kalkulierte 2016 1,7 % Wachstum der deutschen Volkswirtschaft (2015: 1,5 %). Dem Statistischen Bundesamt zufolge betrug die Steigerungsrate 2016 etwas höhere 1,9 %.

1) Die Informationen stammen im Wesentlichen aus den folgenden Quellen: Internationaler Währungsfonds (1/2017): World Economic Outlook Update; Wirtschaftsvereinigung Stahl: Stahlprognose 2017; ifo Konjunkturprognose 2016–2018; Statistisches Bundesamt, Februar 2017

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