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Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund der in 2015 erheblich angestiegenen Einfuhren aus China sahen sich insbesondere die Stahlgesellschaften äußerst herausfordernden Rahmenbedingungen gegenübergestellt. Vor diesem Hintergrund rechneten wir im Geschäftsjahr 2016 für den Salzgitter-Konzern mit:

  • einem annähernd stabilen Umsatz von rund 8,6 Mrd. € (2015: 8,6 Mrd. €),
  • einem operativ in etwa ausgeglichenen Vorsteuerergebnis (2015: 4,1 Mio. €) und
  • einer knapp positiven Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) (2015: 1,9 %).

Aufgrund der seit dem Frühjahr 2016 spürbaren Stabilisierung auf dem europäischen Stahlmarkt, des überraschend kräftigen Rückgangs chinesischer Dumpingimporte sowie des damit einhergehenden Anstiegs der Preisniveaus für viele Stahlerzeugnisse erhöhten wir im Juni die Ergebnisprognose. Nunmehr wurden:

  • ein auf 8,0 bis 8,5 Mrd. € reduzierter Umsatz,
  • ein gegenüber Vorjahr gesteigerter Vorsteuergewinn zwischen 30 und 60 Mio. € sowie
  • ein leicht über dem Vorjahreswert auskommender ROCE erwartet.

Tatsächlich erreichte infolge niedrigerer als antizipierter Durchschnittserlöse

  • der Umsatz des Salzgitter-Konzerns mit 7,9 Mrd. € die im Juni angepasste Prognose nur annähernd.

Hingegen erfüllten dank durchgreifender Erfolge der umgesetzten Restrukturierungsprojekte sowie erster Wirkungen der EU-Anti-Dumping-Maßnahmen:

  • Vorsteuergewinn (2016: 53,2 Mio. €) und
  • ROCE (2016: 2,7 %) die zur Jahresmitte angehobene Vorschau.

Der Geschäftsverlauf der einzelnen Segmente stellte sich gegenüber der prognostizierten Entwicklung wie folgt dar:

Der Geschäftsbereich Flachstahl, rechnete ab dem zweiten Halbjahr 2016 in Abhängigkeit von Anti-Dumping- Maßnahmen der EU mit einer Erlösstabilisierung. Unter der Annahme einer nach wie vor zufriedenstellenden Nachfrage sowie gestützt von weiteren Einsparungen auf der Kostenseite wurden:

  • ein im Vergleich zum Vorjahr (2015: 1,9 Mrd. €) in etwa stabiler Umsatz und
  • ein geringfügig verschlechtertes Vorsteuerergebnis (2015: -26,0 Mio. €) erwartet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr produzierte die SZFG an der Kapazitätsgrenze, dennoch nahm der Umsatz (2016: 1,8 Mrd. €) preisbedingt ab. Hingegen konnten im Jahresverlauf steigende Spotpreise, die sich sukzessive in einer besseren Erlösqualität widerspiegelten, die aufgelaufenen Verluste der ersten Jahreshälfte größtenteils kompensieren. Hierdurch erzielte der Geschäftsbereich ein spürbar über den ursprünglichen Erwartungen liegendes, verbessertes Vorsteuerresultat (2016: -2,3 Mio. €).

Für die Vorschau 2016 des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl wurde ein diffiziles Marktumfeld unterstellt. Vor allem die Grobblechwalzwerke sahen sich mit einem teilweise ruinösen Preisverfall als Folge der Importflut konfrontiert. Der Profilstahlbereich erwartete ein etwas geringeres, jedoch abermals positives Vorsteuerergebnis. Es war aber nicht davon auszugehen, dass dies zusammen mit dem Entfall der Verluste aus dem zum Jahresende 2015 eingestellten Geschäftsbetrieb der HSP Hoesch Spundwand GmbH (HSP) ausreicht, um das Defizit der Grobblechwalzwerke zu kompensieren. Wir rechneten daher mit:

  • einem vor allem erlösbedingt, aber auch aufgrund des Entfalls des Spundwandgeschäfts spürbar geringeren Umsatz (2015: 0,9 Mrd. €) sowie
  • einer signifikanten Reduzierung des Vorsteuerverlustes (2015: -74,1 Mio. €).

Mit einem erlös- und absatzbedingt rückläufigen Umsatz (2016: 0,7 Mrd. €) sowie einem auf -32,1 Mio. € reduzierten Vorsteuerverlust bewegte sich der Geschäftsbereich im Rahmen der zu Jahresbeginn geäußerten Erwartungen. Das Resultat beinhaltet auftragsbezogene Rückstellungen, 6,3 Mio. € Aufwendungen für strukturverbessernde Maßnahmen der Grobblechgesellschaften sowie eine Zuschreibung in Höhe von 25,0 Mio. € bei der Peiner Träger GmbH (PTG).

Die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Mannesmann agierten 2016 in unterschiedlich ergiebigen Märkten. Niedrige Öl- und Gaspreise hemmten die Investitionsbereitschaft der Kunden. Jedoch wurden im Großrohrbereich zum Jahresauftakt bereits erste beschäftigungssichernde Aufträge akquiriert. Insgesamt gingen wir von:

  • einem in Summe leicht geringeren Umsatz (2015: 1,1 Mrd. €) aufgrund schwächerer Erlöse sowie
  • einem auf Vorjahresniveau (2015: 2,2 Mio. €) auskommenden Vorsteuerergebnis aus.

Wie erwartet nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz (2016: 1,0 Mrd. €) erlös- und strukturbedingt ab. Trotz des verbesserten Resultats der Großrohrgesellschaften erreichte das Ergebnis vor Steuern (2016: -22,4 Mio. €) aufgrund von in Summe angefallenen 21,0 Mio. € Aufwand für Strukturmaßnahmen und Impairment nicht das anvisierte Vorjahresniveau.

Für 2016 prognostizierte der Geschäftsbereich Handel eine Stabilisierung des Preisniveaus sowie eine Nachfrageerholung. Das internationale Trading erwartete aufgrund der Belebung von Projektvergaben eine Absatzsteigerung und auch der lagerhaltende Handel rechnete mit Wachstumsimpulsen. Ferner wurde unterstellt, dass sich die ergebnisstützenden Sondereinflüsse aus 2015 im Geschäftsjahr 2016 nicht wiederholen lassen, was sich insgesamt in:

  • einem in Summe leicht gesteigerten Umsatz (2015: 3,2 Mrd. €) sowie
  • einem deutlich niedrigeren Vorsteuerergebnis (2015: 32,2 Mio. €) widerspiegeln sollte.

Im Jahresdurchschnitt spürbar niedrigere Preise sowie geringere Versandtonnagen im internationalen Trading verhinderten den angestrebten Umsatzanstieg (2016: 2,9 Mrd. €). Obgleich die Ertragslage des Lagerhandels in den ersten drei Monaten noch schwach war, trugen über die Folgemonate bis einschließlich Herbst infolge der Stahlpreisentwicklung temporär ausgeweitete Margen, verbunden mit dem Resultat des internationalen Tradings, zu einem spürbar über Vorjahr liegenden und damit besser als erwarteten Gewinn vor Steuern (2016: 45,2 Mio. €) bei.

Vor dem Hintergrund des andauernd preislich umkämpften Projektgeschäfts sollte im Geschäftsbereich Technologie Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie mithilfe des weiteren Ausbaus des Servicegeschäfts generiert werden. Aufsetzend auf einem hohen Auftragsbestand wurde

  • für Umsatz (2015: 1,3 Mrd.€) und Vorsteuerergebnis (2015: 24,6 Mio. €) eine stabile Entwicklung antizipiert.

Während der Umsatz (2016: 1,3 Mrd. €) die Vorschau erreichte, übertraf das Segment den zu Jahresbeginn prognostizierten Gewinn vor Steuern (2016: 28,4 Mio. €). Diese Entwicklung reflektiert auch die Erfolge der eingeleiteten Verbesserungsprogramme.

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