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Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2016 konnte der Konzern sein Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr trotz schwieriger Marktbedingungen verbessern. Das Resultat erreichte jedoch noch nicht ein langfristig auskömmliches Niveau. Daher standen Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung sowie eine noch stärkere Fokussierung auf ertragsstarke Geschäfte im Vordergrund. Das Unternehmen investierte weiterhin in die Qualität der Produkte und in Produktinnovationen. Die Aktivitäten auf lukrativen Auslandsmärkten wurden ausgeweitet. Verschiedene Maßnahmen galten der Stärkung der Kundenbindung und der Erschließung weiterer Marktsegmente mit Blick auf Produkt und Anwendung. Die Bemühungen der europäischen Stahlindustrie zum Schutz vor Stahl- Billigimporten hatten spürbaren Erfolg. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde aktualisiert.

Überwachung und Beratung des Vorstands bei der Führung der Geschäfte
Der Aufsichtsrat ließ sich kontinuierlich über die Lage des Konzerns und den Geschäftsverlauf berichten. In vier Sitzungen beriet er mit dem Vorstand die aktuelle Situation, die Risiken und die Perspektiven. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Unternehmensplanung wurden eingehend hinterfragt und diskutiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich darüber hinaus auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig vom Vorsitzenden des Vorstands über aktuelle Themen informieren.

Die Teilnahmequote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats überschritt 90 %. Weder Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitglieder haben dem Aufsichtsrat Interessenkonflikte angezeigt.

Beratungsschwerpunkte im Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat wurde über die abschließende Umsetzung des Umstrukturierungsprogramms „Salzgitter AG 2015“ berichtet. Er befasste sich neben der aktuellen Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche besonders mit der Funktionsfähigkeit des Compliance-Management-Systems, der Bestimmung von Schwerpunkten für die Abschlussprüfung, der Unternehmensplanung für die Jahre 2017 bis 2019 sowie der Prüfung des Konzern- und des Jahresabschlusses 2016. Operativ standen die strategische Situation, die Ausrichtung sowie die Weiterentwicklung des Produktbereiches Grobblech im Fokus der Beratungen.

Arbeit der Ausschüsse
Zur Vorbereitung seiner Beratungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat ein Präsidium, einen Prüfungs-, einen Strategie- und einen Nominierungsausschuss gebildet.

Das Präsidium trat 2016 viermal zusammen. Zu den Themen dieser Sitzungen gehörten wichtige Fragen des Geschäftsverlaufs, Überlegungen zur Weiterentwicklung des Produktbereiches Grobblech, die .berprüfung der Struktur der Vorstandsvergütung und die Prüfung der Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit. Zusätzlich wurde nach Vorarbeit im Strategieausschuss die strategische Weiterentwicklung des Konzerns intensiv behandelt.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses kamen im Berichtszeitraum zu vier Sitzungen zusammen. Neben dem Vorschlag zur Wahl des Prüfers für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 erörterten sie mit dem Vorstand die im Jahresverlauf veröffentlichten quartalsweisen Zwischenberichte des Unternehmens, bereiteten die Prüfung und Feststellung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2016 durch den Aufsichtsrat sowie dessen Dividendenvorschlag vor. Des Weiteren befasste sich das Gremium besonders mit dem Compliance-Management- System, der Struktur und Sicherheit der Informationstechnologie des Konzerns sowie dem Handlungsbedarf aufgrund des Abschlussprüfungsreformgesetzes.

Der Strategieausschuss tagte 2016 einmal. Er diskutierte mit dem Vorstand die zukunftssichernde, strategische Weiterentwicklung des Konzerns sowohl in seinen Stahl- und stahlnahen Bereichen als auch in seinen sonstigen Aktivitäten.

Der Nominierungsausschuss trat einmal zusammen und beriet die Nominierung für eine Nachfolge im Aufsichtsrat.

Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung
In der Sitzung am 23. März 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) und dem Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2016 sowie dem gemeinsamen Lagebericht der Aktiengesellschaft und des Konzerns über das Geschäftsjahr 2016. Zuvor hatte der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, beide Abschlüsse geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Er testierte die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Außerdem bestätigte der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems, dass der Vorstand die nach dem Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Der Jahresabschluss der SZAG, der Konzernabschluss, der gemeinsame Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. An der Beratung des Jahres- und des Konzernabschlusses nahmen Vertreter des Abschlussprüfers teil und erläuterten ihre wesentlichen Ergebnisse.

Die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des gemeinsamen Lageberichts ergab keine Einwände. Der Aufsichtsrat stimmte daher dem Ergebnis der Prüfung seitens des Abschlussprüfers zu und billigte den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands bezüglich der Verwendung des Bilanzgewinns schlossen wir uns an.

Veränderungen im Aufsichtsrat
Herr Rainer Thieme, Vertreter der Anteilseigner und Vorsitzender des Aufsichtsrats, legte sein Mandat aus Altersgründen zum 31. März 2016 nieder. Ebenso schied Herr Bernhard Breemann, Vertreter der Arbeitnehmer, zum 31. August 2016 aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrat dankt beiden Herren für ihren Einsatz für den Konzern, insbesondere Herrn Thieme, der sich viele Jahre als Vorsitzender des Aufsichtsrats besonders engagierte. In seine Amtszeit fielen wichtige Weichenstellungen des Unternehmens. Als neues Mitglied des Aufsichtsrats und Vertreterin der Anteilseigner anstelle von Herrn Thieme bestellte das Amtsgericht Braunschweig Frau Prof. Dr. Dr.-Ing Birgit Spanner-Ulmer. Ihre Bestellung hat die Hauptversammlung bestätigt. Nachfolgerin von Herrn Breemann wurde – ebenfalls aufgrund Bestellung durch das Amtsgericht Braunschweig – Frau Tina Dreßen. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Heinz-Gerhard Wente zu seinem neuen Vorsitzenden.

Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für die geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2016.

Salzgitter, 23. März 2017

Der Aufsichtsrat

Heinz-Gerhard Wente

Vorsitzender

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