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SALCOS® - Salzgitter Initiative zur CO2-Reduzierung bei der Stahlherstellung der Zukunft

14.03.18 | Artikel der Salzgitter Flachstahl GmbH

Der Salzgitter-Konzern forscht zusammen mit externen Partnern an neuen Technologien zur Produktion von Stahl mit weniger CO2-Emissionen - zunächst für das konzerneigene Hüttenwerk in Salzgitter, aber mit der Perspektive grundsätzlicher Anwendbarkeit an jedem Standort mit gleichartiger, sogenannter „integrierter“ Stahlherstellung. Die Aktivitäten zur direkten Vermeidung von CO2-Emissionen (Carbon Direct Avoidance, CDA) bei der Stahlherstellung werden unter dem Projekttitel SAlzgitter Low CO2-Steelmaking (SALCOS®) zusammengefasst.
Eisenerz wird zurzeit in Europa nahezu ausschließlich im Hochofen unter Einsatz von Kohlenstoff im Wesentlichen in Form von Koks, Kohle und Kohlenwasserstoffen (Öl, Erdgas) reduziert. Dabei wird zwangsläufig CO2 emittiert. In speziellen Anlagen, so genannten Direktreduktionsanlagen (DRP), kann allerdings Kohlenstoff als Reduktionsmittel bei der Eisenerzreduktion weitgehend durch Wasserstoff ersetzt werden. Heute stammt der benötigte Wasserstoff aus Erdgas (CH4). Daher werden solche Anlagen bisher nur in Ländern mit preiswerten Erdgasvorkommen eingesetzt (z.B. Naher Osten, USA, Russland). Grundsätzlich ist der Wasserstoffeinsatz damit ein möglicher Weg zur direkten CO2-Vermeidung (CDA) in der Stahlindustrie.
SALCOS® bietet eine signifikante, schrittweise Reduktion der CO2-Emissionen der Salzgitter AG unter möglichst weitgehender Nutzung bestehender Produktionsanlagen. Die direkte Vermeidung der CO2-Bildung bei der Stahlherstellung ist energetisch und damit vermutlich auch wirtschaftlich vorteilhaft gegenüber einer CO2-Abscheidung aus den Kuppelgasen der Stahlerzeugung und der Verwertung in chemischen Syntheseprozessen, wie sie beim Carbon Capture and Usage (CCU) betrieben werden sollen. Eine wirtschaftliche Umsetzung von SALCOS® benötigt dauerhaft geeignete Rahmenbedingungen.

Schaubild SALCOS®

Wie oben beschrieben, wird in den Direktreduktionsaggregaten zunächst Erdgas als Reduktionsmittel von Eisenerz eingesetzt. Das erzeugte Produkt heißt DRI (Direct Reduced Iron), ein hochmetallisierter, fester Eisenträger. DRI kann entweder im Hochofen oder in Elektrolichtbogenöfen (EAFs) eingeschmolzen werden.

Ziel von SALCOS® ist, erhebliche Anteile des eingesetzten fossilen Erdgases durch Wasserstoff zu ersetzen, der mittels Elektrolyse unter Einsatz von volatilem Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen werden soll. Je nach Ausbaustufe ließen sich von 10% bis über 85% der CO2-Emissionen der Salzgitter AG einsparen. Als weitere Option kann die auch bei SALCOS® noch anfallende Restmenge CO2 einer Verwertung in Syntheseprozessen zugeführt werden.

Weitere Details und aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der SZAG-Internetseite https://salcos.salzgitter-ag.com oder dem SALCOS®-Erklärfilm


© Salzgitter AG
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