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Jitendra Shah nahm 1982 den ersten Kontakt mit Düsseldorf auf – per Telex. Heute ist er Direktor der Corrugated Group
Alles begann im Oktober 1982 mit einer Anzeige im Fachblatt „Metal Bulletin“, in dem die heutige Salzgitter Mannes- mann International Düsseldorf GmbH
(SMID) ihre Dienste anbot. Dieses Inserat las auch Jitendra Shah in Mombasa (Kenia). Er war schon damals für die Corrugated Group der Familie Patel tätig – ein Unternehmen, das Gebrauchsgegen- stände aus Stahl herstellt. „Per Telex haben wir die Preisverhandlungen über die ersten 500 t Stahl geführt“, erinnert sich Shah, der heute als Direktor in dem mittlerweile 3.200 Mitarbeiter zählenden Unternehmen Verantwortung trägt und auch noch exakt nachblättern kann, was er damals bestellte: Walzdrähte mit 5,5 und 6,5 mm Stärke.
„Vertrauen ist in Afrika eine wichtige Voraussetzung für Geschä e“
Heute zählt die Corrugated Group zu den wich- tigsten Kunden der SMID in Afrika. Albrecht  eobald, der Verantwortliche für diesen Konti- nent: „2015 haben wir rund 120.000 Tonnen
Stahl hierher geliefert.“ Hauptsächlich Warmband, Walzdraht und Knüppel, aus denen das Unter- nehmen Dächer, Nägel, Maschendraht, Betonstahl und Rohre fertigt. Einmal im Quartal besuchen  eobald oder Patricia Schmied, die seit sechs
Jahren seine Stellvertreterin ist, Mombasa – und sie werden längst wie Freunde begrüßt. „Regelmä- ßiger Kontakt ist wichtig“, sagt Patricia Schmied, „Vertrauen zählt – in Afrika ist dies die wichtigste Voraussetzung für eine langfristige Partnerscha .“
Es sind überwiegend einfache Stahlgüten, die in Mombasa gefordert sind und die das Düsseldorfer Handelshaus für die Corrugated Group in aller Welt bescha  – aktuell in China, Japan, Indien und Südafrika. Der große Mehrwert für den Kun- den besteht hier weniger in der Produktberatung als in den begleitenden Dienstleistungen, die im Moment 19 Mitarbeiter in der Afrika-Abteilung leisten – bei Finanzierung, Logistik und Doku- mentation.  eobald: „Und das ist immer wieder eine Sisyphos-Arbeit – frei nach dem Motto: Ein Coil bedeutet 100 Papiere.“
Weltweit ändern sich beispielsweise die Zollbe- dingungen ständig – und haben ihre Tücken. „Das müssen unsere Kollegen wissen“, sagt  eobald, „sie müssen sich ständig fortbilden, immer auf dem neuesten Stand sein.“ Natürlich berechnet SMID für diese Dienstleistungen eine Gebühr – doch die kostet den Kunden sehr viel weniger, als wenn er selbst Personal für diese umfangreichen Aufgaben vorhalten müsste.
Die Corrugated Group ist in Kenia und im Nachbarland Uganda nicht nur in Sachen Stahl die
Die Geschäfte brummen: Blick in das Großraumbüro der Corrugated Group
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