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ist die Innenhochdruckumformung der Spülräume.“ Und die Logistik. „Da wir mehr als 1.000 Varian- ten an Spülmaschinen herstellen, übersteigt die Zahl der aktiven Bauteile mittlerweile die Grenze von 10.000.“
Miele ist ein selbstbewusster und kritischer Kunde. Neben gleichbleibend hoher Qualität wird auch von Salzgitter eine 100-prozentige Material- verfügbarkeit just in time sowie die Möglichkeit gefordert, sich via eService jederzeit über Bestell- abwicklung und Bestände informieren zu können (Supply Chain Management).
Aber der Konzern ist längst mehr als nur Liefe- rant. Dr. Ralf Koch: „Wir freuen uns, mittlerweile auch in die strategische Produktplanung bei Miele eingebunden zu sein – und dass unser Know-how dazu beiträgt, die Beschichtungssysteme von mor- gen zu entwickeln.“
Und da sind wir auch schon wieder bei der rasanten technischen Entwicklung eines Geräts, das den Haushaltsalltag entscheidend erleich- tert hat. Mehr als 50 Jahre sind mittlerweile seit der Einführung des ersten vollautomatischen Geschirrspülers im Jahr 1960 vergangen. Und verbrauchten die Geräte 1980 noch mehr als
40 Liter Wasser für einen Spülgang (zwölf Maß- gedecke bzw. 140 Teile), so benötigen sie heute keine 9 Liter mehr. Auch der Stromverbrauch konnte erheblich reduziert werden: von
2,3 kWh auf weniger als 1 kWh. Hinzu kamen immer wieder Innovationen wie beispiels- weise die Besteckschublade, die von Miele vor 30 Jahren erfunden und seitdem immer weiter entwickelt wurde.
Dank findiger Ingenieure bei Miele kommen regelmäßig neue Innovationen hinzu. Zurzeit
ist die Prestige-Klasse das Flaggschi  von Miele. Die Spüler sind nicht nur wieder schneller und verbrauchsärmer als ihre Vorgänger, sie sind auch bedeutend leiser, was in Zeiten o ener Küchen ein Kaufargument ist. Sie sind WLAN-fähig – Stich- wort „Smart Home“ – und ö nen sich am Schluss des Spülgangs selbst. Dr. Störmer: „Damit kann das Geschirr sehr gut nachtrocknen.“
Und ein Ende der technischen Entwicklung sieht Störmer noch lange nicht: „Wir werden die Welt des Geschirrspülers auch in den kommenden Jahren immer wieder überraschen.“
Bis heute im Familienbesitz
Das Unternehmen wurde 1899 gegründet
und fertigte zunächst mit elf Mitarbeitern Milchzentrifugen, im Jahr 1900 kamen But- termaschinen hinzu. Auf deren technischer Grundlage entwickelte Miele noch im selben Jahr die erste Waschmaschine, 1929 stellte man die erste elektrische Geschirrspülmaschi- ne Europas her. Ab 1930 wurden Motorräder gebaut. In den 1950er-Jahren gehörte Miele
zu den größten Motorradherstellern Deutsch- lands, 1960 stellte man die Produktion aber ein. Weltweit ist Miele heute in 47 Ländern mit eigenen Vertriebsgesellscha en vertreten und in rund 50 weiteren über Importeure. Die Firma beschä igt rund 17.000 Mitarbeiter. Seit der Gründung der Firma ist sie, teils schon in der fün en Generation, im Besitz der Famili- en Miele (51 %) und Zinkann (49 %).
Sehen optimistisch in
die Zukunft (hinten, v. l.): Dr. Thorsten Störmer, Robert Kurpiun, Rudolf Ens (alle Miele); auf dem Sofa: Dr. Ralf Koch (l., Salzgitter Flachstahl), Thomas Köppe (SMS)
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