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Stahlgipfel in Niedersachsen (v. l.): Prof. Heinz Jörg Fuhrmann; Hartmut Meine, IG Metall; Olaf Lies, niedersächsischer Wirtschaftsminister; Hans Jürgen Kerkho , Präsident Wirtschaftsvereinigung Stahl; Bernd Lange, Mitglied des EU-Parlaments
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STIL: Nach diesen dringenden operativen Maß- nahmen: Wie wird es in den kommenden Jahren weitergehen? In welchen Geschä sfeldern wird der Konzern kün ig wachsen können?
Prof. Fuhrmann: Wir be nden uns in einer vergleichsweise guten Position, weil wir über eine gesunde Bilanz verfügen – das unterscheidet uns von einigen Mitbewerbern. Der Konzern wird entsprechend der Strategie „Salzgitter AG 2021“ weiterentwickelt. Diese ist zunächst bottom-up aus eigener Kra  in den Geschä sbereichen erarbeitet und schließlich vom Vorstand mit dem Aufsichts- rat beraten und beschlossen worden.
STIL: Welche Schwerpunkte hat „Salzgitter AG 2021“?
Prof. Fuhrmann: Einerseits ist unbestritten,
dass unsere DNA im Stahl liegt – die Walzstahl- und Röhrengeschä e werden unternehmerische Schwerpunkte bleiben. Gleichzeitig ist evident, dass quantitatives Wachstum am ehesten in unseren stahlferneren Aktivitäten denkbar ist. Quantitatives Wachstum im Stahl verbietet sich schon wegen der bekannten Rahmenbedingungen. Gleichwohl investieren wir auch dort kontinuier- lich in unsere Anlagen und Prozesse, also in quali- tatives Wachstum. Dazu gibt es keine Alternative, denn unsere Kundscha  ist anspruchsvoll.
Wir werden den Weg der Diversi kation, den wir schon seit 2000 beschreiten, mit Beharrlichkeit und Augenmaß fortführen. Ziel ist es, das faktische Umsatz- und Wertschöpfungsportfolio von derzeit 60 % Stahl zu 40 % „nicht Stahl“ in Richtung
50/50 % zu entwickeln. Zusammengefasst: Unsere Unternehmenspolitik der ruhigen, zugleich festen wie tätigen Hand wird fortgesetzt.
STIL: Sind auch Akquisitionen angedacht? Prof. Fuhrmann: Externes Wachstum in größe- rem Maße ist für die Weiterentwicklung der Ge-
schä sbereiche zwar nicht zwingend erforderlich, aber zur Arrondierung des Geschä sbereiches Technologie durchaus denkbar.
STIL: Welchen Beitrag leistet das Unterneh- mensleitbild YOUNITED zur Entwicklung des Konzerns? Woran machen Sie Fortschritte in der Unternehmenskultur fest?
Prof. Fuhrmann: Unter anderem an der hohen, mehr als erfreulichen Beteiligung unserer Mitar- beiter bei den 2014 gestarteten Werteinitiativen, die sich aus YOUNITED ableiten. Im Rahmen
von „Kreativität und Innovation“ wurden mehr als 5.000 Vorschläge eingereicht. 1.719 Teams betei- ligten sich bei „Verschwendung vermeiden“; hier wurden rund 2.000 Vorschläge mit einer jährlichen Gesamtersparnis von 25 Mio. € umgesetzt. Diese Fakten sprechen eine eindeutige Sprache; unsere Leute sind voll motiviert, sich positiv einzubringen. Die Auswertung der Mitarbeiterbefragung „Im- puls“ zeigt ebenfalls, wie hoch die Identi kation der Mitarbeiter mit dem Salzgitter-Konzern und ihren Gesellscha en ist.
STIL: Sie sind seit Februar 2011 Vorsitzender des Vorstands unseres Konzerns – am 1. Juli 2016 hat Ihre zweite Amtszeit begonnen. Im Grunde haben Sie im Gegensatz zu Ihrem Vorgänger in dieser Zeit überwiegend Krisenmanagement betreiben müssen. Gibt es ausgesprochen positive Ereignisse in diesen Jahren, an die Sie sich gerne erinnern? Prof. Fuhrmann: Ja, absolut. Über die o enkun- digen Erfolge in der Sache haben wir mit Blick
auf die Wiederherstellung der Pro tabilität des Konzerns gesprochen. Das war nun wirklich kein Spaziergang. Aber wir haben auch in vielen Rich- tungen Neuland beschritten.
Die drei Unternehmen unseres Technologiebe- reiches haben exzellente Stellungen im Weltmarkt, entwickeln sich kontinuierlich weiter und glänzen
Foto: Carsten Brand


































































































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