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"Wenn Du es eilig hast, dann gehe langsam"

"Wenn Du es eilig hast, dann gehe langsam". Diese Erfahrung sammelte Frau Niederau-Buck, Geschäftsführerin der GESIS, während ihrer internationalen Karriere. Was aus ihrer Sicht noch notwendig ist, um erfolgreich im Team große Projekte zu stemmen und seine Ziele zu erreichen, verrät sie im Porträt.

Nach dem Abitur in Cuxhaven schwankte Heike Niederau-Buck nur kurz: Ausbildung zur Logopädin – oder doch Studium der Mathematik. Ein guter Rat der Lehrer und ein guter Notenschnitt gaben dann mit den Ausschlag.

Dabei waren bei der Entscheidung nicht nur rationale Argumente entscheidend: „Ich habe mir überlegt: Was macht dir Spaß, was kannst du gut?“ Also ging es nach Göttingen zum Mathematik-Studium, mit der festen Überzeugung: „Wenn du da erfolgreich bist, dann findest du auch eine interessante Stelle.“ Die hat Sie: Die 44Jährige ist seit Jahresbeginn 2013 Geschäftsführerin der GESIS, einer 200köpfigen Tochtergesellschaft des Salzgitter-Konzerns, die ein umfassendes IT-Leistungsangebot von der Beratung bis zum Rechenzentrumsbetrieb bietet. Außerdem ist Heike Niederau-Buck der Chief Information Officer (CIO) für den Gesamtkonzern und leitet ein kleines Team, das die IT-strategische Ausrichtung verantwortet.

Bei der Wahl des Nebenfachs bewies die 44Jährige strategisches Denken und entschied sich für Betriebswirtschaftslehre, „weil es die beruflichen Möglichkeiten einer Diplom-Mathematikerin erweitern würde“. Das Studium verlief strukturiert und zielorientiert. Zahlreiche Praktika bei Banken und Versicherungen ergänzten die akademische Ausbildung um viel angewandtes Wissen. Und um eine Erkenntnis: Versicherungsmathematik ist interessant, aber „als Beruf passt das nicht zu mir.“

Das Wissen um Analysen von komplexen Zahlensystemen und Fragestellungen und daraus abzuleitende Folgen und Optionen – das fasziniert Heike Niederau-Buck an der Mathematik. Und genau diese Fähigkeit hat sie übertragen und in vielen weiteren Stationen ihres beruflichen Lebenswegs bestens einsetzen können.
Schon als Praktikantin bei Hewlett Packard ging sie für mehrere Monate nach Kalifornien ins Silicon Valley. „Die Atmosphäre dort war wirklich inspirierend. Die Menschen kamen aus den unterschiedlichsten Ländern, hatten ihre eigenen Erfahrungen. Diese Internationalität hat die Kreativität sehr gefördert, gerade im Forschungsbereich.“

Bei Hewlett Packard gelang auch der berufliche Einstieg. Es folgten Stationen im IT-Support, als Programmiererin und auch am Help Desk. „Eine wichtige Erfahrung“ – findet Heike Niederau-Buck, „denn dort erfährt man die Sorgen der User sehr direkt.“

Es folgten weitere Schritte, getragen von der Einsicht: „Ich möchte noch mehr gestalten und mehr Verantwortung übernehmen.“ Eine prägende Erfahrung war sicherlich die berufliche Station bei Sartorius, als sie zunächst im Bereich Merger&Acquisitions die Wachstumsstrategie des Unternehmens als Projektleiterin intensiv begleiten konnte. „Hier stand zuerst die Analyse im Vordergrund. Was sind unsere strategischen Wachstumsziele, wie könnte das anvisierte Unternehmen zu uns passen?“ Außerdem baute Heike Niederau-Buck ein internationales Controlling auf, um die Schritte nach der Übernahme zu begleiten. „Mit unserer Arbeit haben wir die nötige Transparenz erzeugt, um rational zu bewerten, wo wir uns verbessern können, wo wir uns von den Zielen entfernt haben.“

Der Weg führte zurück zur IT: Sartorius wollte die gesamte IT-Landschaft neu gestalten. Bis zu 150 interne und externe Mitarbeiter im Projektteam führte die Diplom-Mathematikerin. „Wir haben eineinhalb Jahre auf den Punkt hin gearbeitet – mit hohem Einsatz und auch persönlichem Risiko“, erinnert sich die 44Jährige. Eine ganz wichtige Erfahrung: „Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam.“ Was sich zunächst paradox anhört, will Heike Niederau-Buck so verstanden wissen: „Wenn eine wichtige Sache schnell erledigt werden muss und absolut nichts schiefgehen darf, dann plane für dich und dein Team genügend Zeit ein, arbeite gewissenhaft und überlegt.“ Der Erfolg gab ihr recht. „Besonders hat mich beeindruckt, was für eine Kraft und Dynamik ein Team entwickeln kann, das gut strukturiert ist und geschlossen auf ein Ziel hinarbeitet.“ Außerdem gehört für sie eine Portion Spaß dazu, auch wenn die Aufgaben herausfordernd sind.

Herausfordernde Aufgaben mit Spaßfaktor kennt die 44Jährige auch privat. Sie hat zwei Kinder im Teenager-Alter. Auch für die Familie gilt: klare Strukturen sind das Erfolgsrezept. „Mein Mann ist zuhause und ich gehe arbeiten. In diesem Sinne haben wir einen Rollentausch vollzogen. Zeit für die Familie habe ich hauptsächlich an den Wochenenden. Da ist es schön, dass wir alle dasselbe Hobby haben: Wir sind an der Jagd im Sinne von Hege und Pflege interessiert.“

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Heike Niederau-Buck im Salzgitter-Konzern. Wie sieht sie ihre Rolle im Unternehmen? „Wichtig ist es, den laufenden Veränderungsprozess der Konzernorganisation und damit vieler Geschäftsabläufe mit dem optimalen IT-Support zu unterstützen. Außerdem müssen wir die Schwerpunkte richtig setzen, uns fokussieren und die aufgesetzten Projekte sauber zum Ende führen. Spannend finde ich die sich bietenden Gestaltungsräume.“ Ihre Erfahrung zeigt, dass besonders die Fokussierung auf die Prioritäten entscheidend ist.

Zwei Dinge schätzt Heike Niederau-Buck an Teams und Mitarbeitern: „Eine offene Kommunikation hilft enorm, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das bedingt zweitens Respekt. Man kann nur offen miteinander arbeiten, wenn man sich mit Respekt begegnet.“

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