„Der Fokus der Strategie Salzgitter AG 2030 liegt auf Circularity, dem Prinzip der CO2-armen, ressourcen­schonenden geschlossenen Energie- & Material­kreisläufe.“

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG

Die Vision im Blick

Salzgitter AG 2030

Die Strategie „Salzgitter AG 2030“ löst die bisherige Wachstumsstrategie Salzgitter AG 2021 ab. Künftig werden die Innovationen und Effizienzprogramme der vergangenen Jahre ihr volles Potenzial entfalten und zusammen mit der neuen strategischen Ausrichtung die Finanz- und Bilanzstruktur positiv gestalten.

Ein neues Veranstaltungsformat – der “Strategy Day“ – informiert über die neue Ausrichtung der Salzgitter AG. Sehen Sie sich das ausführliche Video zum “Strategy Day 2022“ mit unserem Vorstand an oder informieren Sie sich hier (Lesezeit ca. 5 min).

Mehr zum Strategy Day

Das zentrale Ziel der Strategie

Industrie neu gedacht

Mit der Strategie „Salzgitter AG 2030“ wird auf die politischen und gesellschaftlichen Forderungen eingegangen, den Weg hin zu einer nachhaltigen Industrie zu bestreiten. Der Vorstand betont in diesem Zusammenhang, die Bedeutsamkeit neue Wege einzuschlagen, um in allen Geschäftsbereichen eine wertvolle und zukunftssichere Tragfähigkeit für den Konzern zu schaffen. Zudem wird die Salzgitter AG auch weiterhin auf Tradition, profitable Eigenständigkeit, Diversifikation und konsequente Umsetzungsstärke setzen, um innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

100

%

in Richtung Zukunft

„Der Mensch geht als Pionier voran, gibt die Richtung vor, leistet mit seiner täglichen Arbeit einen großen Beitrag. Er gibt uns die Chance, uns weiterhin positiv und nachhaltig zu entwickeln.“

Michael Kieckbusch,
Vorstand Personal

Pioneering for
circular solutions

„Mit unseren innovativen Produkten und
Prozessen sind wir Marktführer für
Circular-Economy-Solutions in globalen
industriellen Wertschöpfungsketten.“

Der Mensch steht im Zentrum unseres Handelns

Unsere Vision

Unsere Unternehmensvision ist der zentrale Kerninhalt der Strategie, sie beschreibt die nächste zu erreichende Zielsetzung. Dieses Ziel ist, die Salzgitter AG als führendes Unternehmen in der Circular Economy Welt, der Welt der ganzheitlich betrachteten Produkt- und Dienstleistungskreisläufe, zu etablieren. Unsere Vision ist aber nicht nur die Zielsetzung des Salzgitter Konzerns, sondern soll vor allem unseren Gesellschaften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richtungsweisend für ihre täglichen Herausforderungen sein. Die Menschen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, spielen eine zentrale Rolle. Denn ohne sie können wir unsere Strategie nicht umsetzen.

Aus der Vision abgeleitet, formuliert unsere Mission unseren neuen unternehmerischen Anspruch.

„Unsere Liefer- und Kundenbranchen stehen, wie wir, vor den Aufgaben der Zukunft. Gemeinsam wollen wir den nötigen Anstoß für Veränderungen geben, um diese Transformation gemeinsam wirtschaftlich und erfolgreich voranzutreiben. Ein aufeinander aufbauender Erfolg. Geprägt von unterschiedlichen Stärken und gleichen Werten.“

Gunnar Groebler
Vorstandsvorsitzender
der Salzgitter AG

Partnering for
transformation

„Gemeinsam gehen wir entschlossen neue
Wege, transformieren die Industrie und
schaffen nachhaltige Werte für die
Zukunft.“

Gemeinsam gehen wir den Weg in partnerschaftlichem Miteinander

Unsere Mission

Die Unternehmensmission formuliert einen klaren Auftrag, den das Unternehmen verfolgt. Sie spiegelt einen übergeordneten Unternehmenszweck wider.

Die Marktbedingungen in unseren Kernmärkten verändern sich im Lichte der Nachhaltigkeitsdebatte und den Zielsetzungen zur CO2-Reduktion. Und dies insbesondere verstärkt in den kommenden Jahren. Der Konzern möchte seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der kommenden Generation wahrnehmen.

Die Mission ist daher so formuliert, dass sie die Bedeutsamkeit des Zusammenspiels aller Geschäftsbereiche, Produkte, Technologien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Partnerschaften unterstreicht.

Gemeinsam die Zukunft zu verändern und dafür Partnerschaften zu schließen, ist der Grundgedanke unserer Mission

Zu den Pressemitteilungen

Wir wollen uns branchenübergreifend unterstützen und durch Kooperationen und Partnerschaften gegenseitig fördern. Um in dieser Veränderung vorne dran zu bleiben, ist ein kontinuierlicher Wissensaustausch wichtig, um verschiedenste Sichtweisen in unsere Arbeit einfließen zu lassen und zusätzliche Impulse von außen zu bekommen.

Solch starke Zeichen setzen wir nicht nur mit Unternehmen aus der Energiebranche, wie Orsted und Uniper, sondern auch in anderen Branchen. So konnte der Salzgitter Konzern auch die BMW Group, Volkswagen und Tenova bereits in das Partnernetzwerk mit einbeziehen. Der weitere Ausbau dieses Netzwerkes ist Teil unserer täglichen Herausforderungen.

Für Mensch, Stahl und Technologie

Pioneering for Circular Solutions

Das oberste Ziel unseres Unternehmens bleibt auch zukünftig die Eigenständigkeit durch Profitabilität, Wachstum, gelebte Diversität und konsequente Umsetzungsstärke.
Mit dem Fokus auf „Mensch, Stahl und Technologie“ führen wir die Salzgitter AG mit einem neuen Corporate Design in dieses Jahrzehnt und sichern die Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns.
Die konkreten Ziele bis 2030, zugeordnet zu den Kernbereichen, sind:

„Wir haben unsere Ambitionen nun auch in konkrete Zahlen gegossen und in eine Score Card überführt, mit der wir die Fortschritte beim Erreichen der im Rahmen der Strategie „Salzgitter AG 2030“ neu gesetzten finanziellen und nichtfinanziellen KPIs messen. Unsere Zielsetzung, ab dem Jahr 2025 eine regelmäßige EBITDA-Marge zwischen 8% und 10% zu erreichen, bedeutet nicht weniger, als die Ergebnisse von Ausnahmejahren wie dem Letzten zu verstetigen.“

Burkhard Becker,
Vorstand Finanzen
Begleiten Sie uns auf dem Weg

Gemeinsam zum stärksten Stahl- und Technologiekonzern

Im Bereich Circular Economy stehen die deutlich beschleunigte Dekarbonisierung, der Strombezug aus regenerativen Energiequellen (und dies soweit wie möglich aus eigenen) sowie die Ausweitung des Schrottrecyclings im Vordergrund. So soll schon 2026 der erste Hochofen heruntergefahren und durch Direktreduktionsanlagen und Elektrolichtbogenöfen ersetzt werden. Bereits 2033 und damit 12 Jahre früher als ursprünglich avisiert, soll das integrierte Hüttenwerk vollständig auf die CO2-arme Produktion ausgerichtet sein. Die Schrottrecyclingaktivitäten sollen um über 50 % auf 3 Mio. t pro Jahr ausgeweitet werden.

Strategische Partnerschaften und Kontrollpunkte stellen sicher, dass die Ziele im Bereich Circular Economy erreicht werden können. Hierzu zählen die Schaffung von Zugängen zu hochqualitativen Schrott- und regenerativen Energiequellen sowie die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff, von Direktreduktions(DR)-Güteklassepellets bzw. Anlagen zur Eisen-Direktreduktion (DRI) sowie von Elektrolichtbogenöfen.

Im Bereich Wachstum und Profitabilität will die Salzgitter AG  in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern wachsen und bis 2025 den jährlichen Umsatz auf über 11 Mrd. € ausbauen. „Unsere Konzerngesellschaften sollen in ihrem jeweiligen Branchenvergleich neue Maßstäbe in Bezug auf Profitabilität und Stabilität setzen. Dafür wollen wir auch unsere Effizienzprogramme fortsetzen und planen, ab 2026 über 150 Mio. € p.a. zusätzliches Ergebnisverbesserungspotenzial zu heben.“, so Finanzvorstand Burkhard Becker. „Die Salzgitter Aktie steht für erfolgreiches, nachhaltiges und langfristiges Kapitalmarktinvestment. Wir setzen dabei auf Dividendenkontinuität, unsere Aktie rangiert in 2030 im TOP Industry Quartil internationaler ESG-Spitzenratings. Unsere Ambitionen im Bereich ESG unterstreichen wir dadurch, dass wir ab sofort unsere Zielsetzungen bis 2030 auf der Basis von Science Based Targets ermitteln und nachhalten.“ Zudem treiben wir die Digitalisierung über alle Prozessstufen voran – von der Verwaltung über die Produktion bis hin zum Volatilitätsmanagement und Vertrieb/Handel.

Im Bereich Mitarbeiter strebt die Salzgitter AG eine Reduzierung des Unfallgeschehens sowie eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen auf 30 % 2030 an.

Reduce – Reuse – Recycle – Rethink

Circularity

Prozesse und Produktentwicklungen werden ganzheitlich betrachtet und intelligent verbunden - und das bereits bei der Konzeption von Produkten gemeinsam mit den Kunden. Das Prinzip der Circular Economy verfolgen all unsere Geschäftsbereiche in ihren Prozessen und Lösungen. Wir verankern es außerdem in unseren Kooperationen und Partnerschaften mit unseren Kunden und Lieferanten.

Stahl ist der wahrscheinlich nachhaltigste und universellste Werkstoff und in unserer Gesellschaft fest verankert. Er ist flexibel einsetzbar und begegnet uns in sämtlichen Lebensbereichen. Was ihn aber ganz besonders wertvoll macht: Stahl ist unendlich recyclebar. Er ist damit wohl der beste Botschafter für eine Circular Economy. Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, verdeutlicht, worum es bei Circularity geht:

„Für den Salzgitter-Konzern bedeutet Circularity, einmal der Natur entnommene Ressourcen möglichst lange in der wirtschaftlichen Verwendung zu halten und dadurch die zusätzliche Zufuhr endlicher Ressourcen in den Wirtschaftskreislauf zu minimieren. Diesen Grundsatz machen wir zum Kern unseres wirtschaftlichen Handelns.
Damit nimmt die Salzgitter AG die gesellschaftliche Herausforderung an und sichert zukünftig ein höheres und stabileres Wachstum in nachhaltig orientierten Märkten. Unsere Kunden stellen ihre Zulieferketten zunehmend auf grüne Ressourcen um. Diese Entwicklung werden wir mit der neuen Strategie unterstützen und damit die Zukunftsfähigkeit des Konzerns und seiner Arbeitsplätze absichern.“

Die Salzgitter AG ist bereits heute ein bedeutender Player im Schrottrecycling. Es existieren fest etablierte Prozessketten in diesem Bereich, rund 2 Millionen Tonnen Schrott pro Jahr werden transportiert und behandelt. Mit unseren Kunden haben wir Closed-Loops zur Rückführung von Schrotten eingeführt und werden sie in Zukunft weiter verstärken.

„Ressourcen- und energieeffizientes Wirtschaften ist uns seit Langem ein wichtiges Anliegen: Mit unserem Energieeffizienzprogramm am Standort Salzgitter haben wir seit 2010 265 Maßnahmen umgesetzt und so in Summe 250 Mio Euro und 1,8 Mio. Tonnen CO2 eingespart.“, erläutert Sandrina Sieverdingbeck, Leiterin Strategie und Unternehmensentwicklung der Salzgitter AG.

Eine weitere Stufe der Circularity ist auch die Wiederverwertung, um bereits verwendete Produkte wieder nutzbar zu machen. Die Salzgitter AG praktiziert dies schon heute zum Beispiel durch ein Upcycling von Getränkeabfüllanlagen. „Im Rahmen unserer Retrofit-Maßnahmen überholen und modernisieren wir für unsere Kunden ihre Anlagen nach jahrelangem Einsatz rundum. Die Maschinen werden danach wieder beim Kunden vollumfänglich eingesetzt und leisten einwandfreie Dienste.“, so Sieverdingbeck. Burkhard Becker, Finanzvorstand der Salzgitter AG, ergänzt: „Wir betrachten aber nicht nur unsere Kernprodukte. Reststoffe, die nicht mehr recycled werden können, werden anderweitig stofflich oder energetisch verwertet. So z. B. finden unsere Schlacken, die beim Erschmelzen von Roheisen entstehen, eine neue Verwendung in der Bauindustrie und landen nicht wie früher auf einer Deponie. Zudem verwenden wir immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen, um auch die energieintensive Herstellung unserer Produkte klimaneutral zu gestalten.“

Die Salzgitter AG geht sogar noch einen Schritt weiter: Auch das Weitertragen von Wissen und Kenntnissen zwischen jungen und langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verstehen wir als Circularity und sehen dies als Chance für eine gelebte Kultur auf Augenhöhe.

01 REDUCE

Reduzieren – Wir wollen noch bewusster im Umgang mit endlichen Ressourcen werden und diese so im Wirtschaftskreislauf minimieren.

02 REUSE

Wiederverwenden – Wir wollen einmal der Natur entnommene Ressourcen möglichst lange in der wirtschaftlichen Verwendung halten.

03 RECYCLE

Wiederverwerten – Wir wollen Rohstoffe von bereits verwendeten Produkten wieder nutzbar machen, um Ressourcen zu sparen.

04 RETHINK

Umdenken – Wir hinterfragen unsere Gewohnheiten und Prozesse und werden eine nachhaltige industrielle Organisationsstruktur entwickeln.

Die Geschäftsbereiche

Strategische Stoßrichtungen

Die Strategie der Salzgitter AG spiegelt sich in den Zielrichtungen der einzelnen Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung, Handel und Technologie wider.

GESCHÄFTSBEREICH STAHLERZEUGUNG

Der neu geschaffene Geschäftsbereich „Stahlerzeugung“ fasst die Konzerngesellschaften des bisherigen Geschäftsbereichs Flachstahl mit weiteren Gesellschaften aus dem Bereich der Stahlerzeugung zusammen.

Zielrichtungen:

  • Transformation der Primärmetallurgie: Ablösung der Hochofentechnologie durch CO2-arme Stahlerzeugung
  • Schrottrecycling: Verstärkung der Closed-Loops zur Rückführung von Stahlschrotten
  • 2030: Profitabilitätsführerschaft von CO2-neutralem Qualitätsstahl
  • Fortsetzung der Verschiebung des Produktportfolios in Richtung nachhaltiger, höchst anspruchsvoller Kundenlösungen und Erhöhung des Absatzes in Zielsegmenten mit hoher Wertschöpfungstiefe
  • Konsequente Etablierung als Lieferant in grünen Märkten
  • Stabile Produktions- und Geschäftsprozesse nach dem Prinzip der Circular Economy und Optimierung dieser Prozesse durch digitale Lösungen
  • Kontinuierliches Volatilitäts- und Profitabilitätsmanagement

Der Geschäftsbereich Stahlerzeugung vereint neben den stahlerzeugenden Gesellschaften Salzgitter Flachstahl GmbH und Peiner Träger GmbH auch die DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH als wichtigen internen Transformationspartner für das SALCOS®-Programm der Salzgitter AG.
Ein Kernthema der Stahlerzeugung bildet die Transformation hin zur CO2-armen Stahlproduktion: Ab 2025 soll bereits ein Drittel des Rohstahls aus CO2,-armer Produktion kommen und die Produktion bis 2033 sukzessive umgestellt werden (siehe auch SALCOS®). Die Salzgitter AG setzt hierbei weiterhin auf Qualität und Profitabilität: So strebt der Geschäftsbereich Stahlerzeugung bis 2030 die Profitabilitätsführerschaft von CO2-neutralem Qualitätsstahl an. Eine nachhaltige und konsequente Umsetzung der 2014 begonnenen Offensive „Grenzen verschieben" zielt auf eine Fortsetzung der Verschiebung des Produktportfolios in Richtung nachhaltiger, höchstanspruchsvoller Kundenlösungen. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Feuerverzinkungsanlage 2022 können die Kapazitäten für hochqualitative, oberflächenveredelte Stahlgüten von 1 auf 1,5 Millionen Jahrestonnen erhöht werden. Im Verbund mit ausgeprägt kundenorientierter Produktentwicklungskompetenz werden anspruchsvollste technologische Materialeigenschaften erreicht. Ressourcenoptimierung und stringentes Kostenmanagement bleiben ebenfalls Bestandteil unseres Handelns und Tuns. Die Umsetzung der SMART IT Roadmap 2025 zur Optimierung der Produktions- und Geschäftsprozesse durch digitale Lösungen nimmt dabei eine bedeutende Rolle ein.

Die Peiner Träger GmbH stellt ein Elektrostahlwerk zur Verfügung, in dem pro Jahr rund 1 Mio. t. Rohstahl umweltfreundlich und energieeffizient aus Stahlschrott erschmolzen werden. Zertifiziert nach dem VERIsteel-Standard von TÜV Süd ist die Salzgitter AG dort in der Lage, den CO2-Fußabdruck gegenüber der konventionellen Hochofenroute, um mehr als 75 % in der CO2-Bilanz der Bramme und um mehr als 66 % in der CO2-Bilanz des feuerverzinkten Coils zu senken.
Die beiden hier betriebenen Elektrolichtbogenöfen zählen zu den weltweit modernsten und leistungsfähigsten Anlagen. Vom Rohstoffmix über Begleitprozesse bis zum Kundenfeedback verfügen wir mit unserem Anlagensetup in Peine über ein Labor im industriellen Maßstab. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal der Salzgitter AG auf dem Weg der Transformation. Wir bereiten damit den Weg eines reibungslosen Hochlaufes des Mega-Projektes SALCOS® in Salzgitter. Durch den Ausbau der Schrottrecyclingaktivitäten bei der DEUMU in Form von Closed-Loops mit unseren Partnern sichern und erhöhen wir die Schrottverfügbarkeit, ausgehend von zurzeit rund 2 Millionen t Schrott pro Jahr. Als Pioniere auf dem Weg in die Circular Economy braucht es neben dem Mut neue Wege zu gehen auch ein hohes Maß an Resilienz: die Anpassungsfähigkeit gegenüber dynamisch volatilen und unsicheren Umfeldbedingungen. So sind kontinuierliches Volatilitäts- und Profitabilitätsmanagement gleichermaßen Aufgabe aller Gesellschaften des Konzerns.

GESCHÄFTSBEREICH STAHLVERARBEITUNG

Der neu geschaffene Geschäftsbereich „Stahlverarbeitung“ fasst die Konzerngesellschaften des bisherigen Geschäftsbereichs Mannesmann und weitere stahlverarbeitende Gesellschaften zusammen.

Zielrichtungen:

  • Bereich Rohrsparte: Bereitstellung von H2-kompatiblen Rohren (Rohrwerkstoffe mit „H2-Readiness“) für erwartete Impulse bzgl. des Ausbaus der Rohrinfrastruktur für Erdgas als Brückentechnologie und H2 als Zukunftsenergieträger
  • Bereitstellung nachhaltiger Lösungen für Carbon Capture and Storage (CCS) von CO2- Emissionen
  • Für den Bereich E-Mobilität Unterstützung kundenorientierter Anwendungsentwicklung durch Mannesmann Präzisrohr und Ausbau des Portfolios
  • Für den Grobblechbereich qualitatives Wachstum und Ausbau der Partnerschaften zur Belieferung mit grünem Stahl im Wachstumsmarkt Windenergie

Der neu geschaffene Geschäftsbereich „Stahlverarbeitung“ fasst die Konzerngesellschaften des bisherigen Geschäftsbereichs Mannesmann mit Schwerpunkt Rohrherstellung mit den beiden Grobblechwalzwerken in Ilsenburg und Mülheim zusammen.

Unsere Rohrsparte ist mit einer umfassenden Spannbreite an Anwendungen vom Großrohr bis zu Edelstahlspezialrohren mit Werken in Europa und Nordamerika sehr gut aufgestellt. Die Aufrechterhaltung und der Ausbau der Rohrinfrastruktur für Erdgas als Brückentechnologie und Wasserstoff als Zukunftsenergieträger werden Impulse erzeugen, an denen Mannesmann mit der H2-Readiness der Rohrwerkstoffe gut partizipieren kann. Dort, wo Carbon Capture and Storage (CCS) von CO2-Emissionen ein gangbarer Weg erscheint, kann Mannesmann nachhaltige Lösungen anbieten. Im Automobilbereich unterstützt Mannesmann Präzisrohr den Weg zu E-Mobilität mit kundenorientierter Anwendungsentwicklung, und baut ihr vielfältiges Portfolio konsequent aus.

Im Bereich der Herstellung von Grobblechen hat sich die Salzgitter AG neben der Tätigkeit als Lieferant für traditionelle Grobblechabnehmer wie der Bau- und Infrastrukturbranche sowie dem Schiff- und Maschinenbau in den vergangenen Jahren auch als verlässlicher Lieferant von Grobblechen in grünen Märkten, wie z.B. für die Windturmindustrie, etabliert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Ziel ist es, mit grünem Stahl für die Supply Chain im Wachstumsmarkt der Windenergie zukünftig eine starke Partnerposition in der Circular Economy einzunehmen.
Die Inbetriebnahme einer neuen Wärmebehandlungslinie bei der Ilsenburger Grobblech GmbH 2021 soll auch im Grobblechbereich das qualitative Wachstum beschleunigen und setzt neue Maßstäbe für temperaturbehandelte Grobbleche. Der Anspruch liegt dabei nicht nur auf exzellenten Produkten und transparenten Prozessen, sondern auch auf exzellenten Servicelevels.

GESCHÄFTSBEREICH HANDEL

Im Geschäftsbereich „Handel“ werden unter der Führungsgesellschaft Salzgitter Mannesmann Handel GmbH die international tätigen Stahlhandelsgesellschaften zusammengefasst.

Zielrichtungen:

  • Transformation der Produktpalette vom grauen zum grünen Stahl
  • Stärkung der Marktposition in Teilmärkten, vor allem in Osteuropa
  • Ausbau der digitalen Services: vom e-Commerce zum e-Business
  • Aufbau nachhaltiger kundenorientierter Lösungen

Der Geschäftsbereich Handel setzt mehr als vier Millionen Tonnen Stahlprodukte pro Jahr um. Er ist ein wichtiger und geschätzter Partner seiner Kunden vom Mittelstand bis zum Großkonzern, und das weltweit. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Kunden, liegt auch hier eine wichtige strategische Stoßrichtung in der Transformation der Produktpalette vom grauen zum grünen Stahl. Im Partnernetzwerk der Circular Economy werden geschlossene Materialkreisläufe von der Bereitstellung bis zur Rückführung unterstützt. Ein starkes Netzwerk von Vollsortiment-Handelslägern mit Anarbeitungskapazitäten bedient die Märkte in allen großen europäischen Teilräumen. Ziel ist es, in Teilmärkten, insbesondere in Osteuropa, unsere Marktposition zu stärken und weiter zu wachsen. Bereits 2016 haben wir unsere digitale Vermarktungsplattform, die e-world, eingeführt. Der Geschäftsbereich Handel wird die digitalen Services weiter ausbauen und die gesamtheitliche Digitalisierung der Unternehmensprozesse vorantreiben. Das übergeordnete Ziel lautet: vom e-Commerce hin zum e-Business. Von digital unterstützten Abwicklungen über optimierte Lieferung bis zu Analytics-basierten Bestellverarbeitungen. So werden wir dem digitalen Zeitalter gerecht und formen nachhaltige kundenorientierte Lösungen.

GESCHÄFTSBEREICH TECHNOLOGIE

Der Geschäftsbereich „Technologie“ umfasst drei führende Hersteller von Spezialmaschinen: KHS Getränkeabfüll- und - verpackungsanlagen, KDS Klöckner DESMA Schuhmaschinen und KDE Klöckner DESMA Elastomertechnik.

Zielrichtungen:

  • Weitere Umsetzung der Wachstums- und Profitabilitätsprogramme in wachsenden Märkten
  • KHS: Ausweitung der globalen Präsenz, Erschließung weiterer Marktanteile im Standardgeschäft sowie Entwicklung innovativer und ökologischer Neuprodukte, z.B. zur Reduzierung von Verpackungsmengen
  • Aufarbeiten von Maschinen und Anlagen als Beitrag zur Circular Economy

Im Geschäftsbereich Technologie der Salzgitter AG sind drei Hersteller von Spezialmaschinen zusammengefasst, die in ihren jeweiligen Märkten jeweils zu den führenden Herstellern gehören.
Die KHS Gruppe mit ihrem Stammsitz in Dortmund, Nordrhein-Westfalen, ist eines der drei führenden Unternehmen für die Produktion von Getränkeabfüll- und -verpackungsanlagen mit insgesamt zehn Produktionsstandorten. Davon befinden sich fünf in Deutschland und jeweils ein Werk in den USA, Mexiko, Brasilien, Indien und China.
Die Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH hat ihren Stammsitz in Fridingen, Baden-Württemberg. Sie zählt zu den führenden Herstellern für Spritzgieß-Maschinen in der Gummi- und Silikonbranche. Auch die Desma ist im Ausland in der Slowakei, Indien, China und den USA mit Ihren Standorten vertreten.
Die Desma Schuhmaschinen GmbH mit ihrem Stammsitz in Achim, Niedersachsen, ist Weltmarktführer für Anlagen, Maschinen und Automatisierungslösungen für die industrielle Schuhfertigung.
Alle drei Gesellschaften haben gemeinsam, dass in den letzten Jahren diverse Profitabilitäts- und Wachstumsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden, die heute Wirkung zeigen und daher in Zukunft konsequent fortgesetzt werden, um in wachsenden Märkten einen wertvollen Beitrag für unsere Kunden zu erzielen.

Ein Stoßrichtung der KHS Gruppe liegt im Ausbau der globalen Präsenz, um das für die KHS sehr relevante Servicegeschäft bei den Kunden zu gewährleisten. Weiterhin sollen weitere Marktanteile im Standardgeschäft erschlossen werden, in dem sowohl bei Glaslinien, Dosenlinien aber auch PET-Linien technologische Entwicklungen konsequent umgesetzt werden. Darüber hinaus entwickelt die KHS profitable, innovative Neuprodukte, die insbesondere auch einen Beitrag leisten, um die Verpackungsmengen von Getränken insgesamt zu reduzieren und insgesamt ökologischer zu arbeiten. Eine besondere Bedeutung kommt zuverlässigen Prozessen, langlebigen Produkten und Services für eine ressourcenschonende und CO2-reduzierte, geschlossene Produktionskette zu: Die KHS kann ihren Kunden während des gesamten Lebenszyklus ihrer Anlagen mit immer neuen, wertschöpfenden Lösungen und Upgrades zur Seite stehen und sie dabei bei ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen wie der Klimaneutralität unterstützen. Zum Teil auch, indem gebrauchte Maschinen wieder aufgearbeitet werden und für eine erneue Produktion hergerichtet werden. Zudem wird seit Jahren zertifizierter Ökostrom an allen deutschen Standorten eingesetzt und die Ausweitung auf die internationalen Produktionsstätten ins Auge gefasst.
Hierdurch kann der Geschäftsbereich Technologie im Bereich Circular Economy einen wesentlichen Beitrag leisten.

Strategische Kernthemen im Corporate Design

Eine neue Markenidentität

Im Zuge der Neuausrichtung des Salzgitter-Konzerns findet ein grundlegender Markenrelaunch statt. Damit spiegeln sich auch optisch die strategischen Kernthemen im Corporate Design wider. Die neue Marke greift Vision und Mission sowie das Kernthema Circularity in allen Bereichen auf. Sie visualisiert die Werte und die Strategie umfassend und ergibt so ein durchdachtes und einheitliches Gesamtbild. Das Thema Circularity ist ein zentrales Thema der Strategie „Salzgitter AG 2030“.

Mehr zur neuen Marke

Wasserstoffbasierte Stahlherstellung

SALCOS® - Wir machen Stahl grün

Mit SALCOS® (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) haben wir gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung die Grundlagen für eine nahezu CO2-freie Stahlproduktion geschaffen. Zentrale Elemente des Konzepts sind Strom aus erneuerbaren Quellen und dessen Einsatz in der Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse. Dieser grüne Wasserstoff wird die Kohle ersetzen, die wir derzeit im konventionellen Hochofenprozess verwenden. Möglich wird dies mithilfe sogenannter Direktreduktionsanlagen, in denen Eisenerz durch Wasserstoff direkt im festen Zustand zu Eisen reduziert wird. Bei dieser Technologie wird anstelle von CO2 Wasserdampf emittiert.

Unser Programm SALCOS® verfolgt damit den Carbon Direct Avoidance Ansatz, der dafür steht, die Entstehung von CO2 in der Stahlerzeugung von Beginn an zu vermeiden. Insgesamt können wir mit unserem Ansatz den CO2-Ausstoß bei der Stahlherstellung um über 95 % senken.

Zum Programm SALCOS®

Fazit

Die Strategie „Salzgitter AG 2030“
für die Zukunft des Konzerns

Die Salzgitter AG wird der stärkste Stahl- und Technologiekonzern Europas

Circularity bildet den Mittelpunkt der Strategie

Die Salzgitter AG ist Vorreiter in der CO2-armen Stahlerzeugung

Die Salzgitter AG wird in nachhaltig orientierten Geschäftsfeldern wachsen

Die Zukunftsfähigkeit und die Arbeitsplätze unseres Konzerns werden gesichert

Der Mensch ist der zentrale Erfolgsfaktor der Transformation

Wir transformieren die Industrie gemeinsam mit unseren Partnern

Wir gehen die Veränderungen mutig und entschlossen an

Wir stehen für: Mensch – Stahl – Technologie