Klimaschutz bei der Salzgitter AG
Der Salzgitter-Konzern übernimmt Verantwortung zur Begrenzung der Herausforderungen des Klimawandels.
Mit unseren Klimazielen unterstreichen wir unsere Bestrebungen, negative Auswirkungen auf den Klimawandel zu reduzieren: Mit validierten Zielen befindet sich die Salzgitter AG als einer der ersten Stahlerzeuger gemäß der Science Based Targets Initiative (SBTi) auf dem 1,5-Grad-Pfad des Pariser Klimaabkommens. Bei der SBTi-Zielentwicklung haben wir unter anderem einen sektorspezifischen Dekarbonisierungsansatz angewandt, der von der Initiative speziell für die Stahlindustrie entwickelt wurde. Unsere kurzfristigen Klimaziele für 2028 spiegeln das Vertrauen in unsere Transformation wider und sind zugleich wichtige Meilensteine der Konzernstrategie. Die Scope-3-Ziele erweitern unser Commitment für die Reduktion von CO2e-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Langfristig will die Salzgitter AG spätestens bis zum Jahr 2050 ihr Netto-Null-Ziel für die gesamten CO2e-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette erreichen.
Aktuell setzen wir die erste Stufe unseres Transformationsprogramms SALCOS® um. Nach vollständiger Umsetzung werden wir technisch in der Lage sein, rund 95 % unserer Scope-1-CO₂-Emissionen der primären Stahlherstellung einzusparen. Dank der modularen Konzeption von SALCOS® können wir die weiteren Transformationsschritte flexibel an sich ändernden Marktbedingungen sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen anpassen.
Unser Ziel ist es, die vollständige Transformation bis Mitte der 2030er Jahre abzuschließen. Sofern die äußeren Rahmenbedingungen ab diesem Zeitpunkt gegeben sind – insbesondere die wettbewerbsfähige Produktion mit erneuerbarem Strom und grünem Wasserstoff – sind wir überzeugt, das Netto-Null-Ziel deutlich vor 2050 erreichen zu können.
Unser Dekarbonisierungsansatz
Unsere SBTi-Ziele sind Ausdruck unseres Dekarbonisierungsansatzes, der auf vier Eckpfeilern basiert:
Wissenschaftsbasiert
Unsere Ziele beruhen auf weltweit anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens.
Wirkungsorientiert
Zur Erreichung unserer Ziele konzentrieren wir uns auf Maßnahmen zur direkten Vermeidung von CO2e-Emissionen. Bei der nachhaltigen Dekarbonisierung aller Geschäftsbereiche gehen wir zielgerichtet vor.
Ganzheitlich
Wir berücksichtigen sowohl unsere direkten Auswirkungen als auch jene in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette im In- und Ausland. Im Fokus stehen insbesondere die nachhaltige Beschaffung von Gütern und eine Reduzierung der CO2e-Emissionen über die Nutzungsphase unserer Maschinen.
Transparent
Wir sind uns bewusst, dass Transparenz ein wichtiger Faktor für Vertrauen und Glaubwürdigkeit ist. Deshalb kommunizieren wir regelmäßig unsere Fortschritte und laden unsere Stakeholder zum Austausch ein.
SALCOS® - Wir machen Stahl grün
Mit SALCOS® haben wir gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung die Grundlagen für eine nahezu CO2-freie Stahlproduktion geschaffen.
Zentrale Elemente des Konzepts sind Strom aus erneuerbaren Quellen und dessen Einsatz in der Produktion von Wasserstoff mittels Elektrolyse. Dieser grüne Wasserstoff wird die Kohle ersetzen, die wir derzeit im konventionellen Hochofenprozess verwenden. Möglich wird dies mithilfe sogenannter Direktreduktionsanlagen, in denen Eisenerz durch Wasserstoff direkt im festen Zustand zu Eisen reduziert wird. Bei dieser Technologie wird an Stelle von CO2 Wasserdampf emittiert.
Unser Programm SALCOS® verfolgt damit den Carbon Direct Avoidance Ansatz, der dafür steht, die Entstehung von CO2 in der Stahlerzeugung von Beginn an zu vermeiden. Insgesamt können wir mit unserem Ansatz den CO2-Ausstoß bei der Stahlherstellung um über 95 % senken.

















